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Der erst vor zwei Wochen gewählte römische Bürgermeister Gianni Alemanno (Aleanza Nazionale/Popolo della Libertà) will mit dem Stadtrat über ein Verbot des für den 7. Juni geplanten CSDs verhandeln. "Ich respektiere die Homosexuellen, ich befürchte aber, dass die CSD-Parade eine Form von sexuellem Exhibitionismus ist. Ich bin gegen jegliche Form des Exhibitionismus, sowohl hetero- als auch homosexuell", so Alemanno nach Angabe von italienischen Medien.

Alemanno betonte aber, dass in der neuen Mitte-Rechts-Partei, Silvio Berlusconis Popolo della Libertà ("Volk der Freiheit"), eine "liberale Kultur" herrsche. Man stelle nicht die "individuellen Rechte und den Schutz der Privatsphäre" in Frage, so Alemanno.

Die Homo-Gruppe "Arcigay" kritisierte die Äußerungen des Bürgermeisters scharf: "Der CSD ist keineswegs Exhibitionismus, sondern eine Veranstaltung, bei der man über die Rechte von Homo- und Transsexuellen diskutiert, "so Arcigay-Chef Fabrizio Marrazzo.

Alemanno war seit seiner Jugend in postfaschistischen Parteien aktiv. Seine Karriere begann er in der Jugendorganisation des Movimento Sociale Italiano. In seiner Jugend wurde er mehrfach verhaftet, u.a. wegen eines politisch motivierten Anschlags mit einem Molotow-Cocktail auf die sowjetische Botschaft. Für das Mitte-Rechts-Bündnis besiegte der Politiker Ende April in einer Stichwahl seinen Mitte-Links-Kontrahenten Francesco Rutelli mit 53 Prozent der Stimmen. Sein erstes Projekt nach seiner Wahl sorgte bereits für Wirbel: der 50-Jährige will die Prunkbauten des faschistischen Führers Benito Mussolini renovieren und ein modernes Museum des jüdischen US-Stararchitekten Richard Meier zwei Jahre nach dessen Bau wieder abreißen lassen. (dk)



CSD Sarajewo nach Ausschreitungen abgesagt

Die Organisatoren des ersten schwul-lesbischen Festivals in Sarajewo haben alle weiteren Veranstaltungen abgesagt, nachdem ein Mob am Mittwoch Teilnehmer angegriffen hatte.
Ausschreitungen beim CSD Sarajewo

Am Mittwochabend haben Dutzende meist junger Männer versucht, den Start des ersten CSD in Sarajewo zu verhindern – mindestens ein Polizist, zwei Journalisten und mehrere CSD-Teilnehmer wurden verletzt.
Gewaltdrohungen vor CSD: Amnesty appelliert an bosnische Behörde

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat an die bosnischen Behörden appelliert, Gewalandrohungen gegen CSD-Teilnehmer ernst zu nehmen und für einen reibungslosen Ablauf der ersten Gay-Pride-Veranstaltung in Sarajewo, die vom 24. bis zum 27. September stattfindet.

29 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 07.05.2008, 12:24h
  • Unglaublich, dass sowas in der EU überhaupt noch geäußert werden darf. Von den bekloppten Zwillingen aus Polen mal ganz angesehen, denn von denen erwartet man ja keine Intelligenz! Falls die das wirklich durch kriegen gibts schon wieder ein Land mehr, das man im Urlaub meiden sollte!
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#2 hwAnonym
  • 07.05.2008, 12:51h
  • bleibt zu erwähnen, dass er allerdings gute kontakte
    nach israel hat.
    in dieser pluralistischen gesellschaft gibt es solche,
    die den mussolini-verehrer jabotinsky verehren.
    zu solchen hatte er bereits amtskontakte in seiner zeit
    als landwirtschaftsminister. dort traf er sich mit freunden im geiste...

    de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Zeev_Jabotinsky

    die aktion beißt sich also nicht.

    gegner liberaler juden gibt es überall.

    jabotinskys schlägertruppen gingen in palästina ähnlich gewaltätig gegen jüdische gewerkschafter, linke
    und araber los, wie mussolinis mob in italien auf seine
    politischen gegner.

    es handelt sich um eine überkonfessionelle internationale von nationalisten.
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#3 AntichristProfil
  • 07.05.2008, 13:26hHH
  • Wen wundert es eigentlich, wo doch der heimliche Machthaber sowieso mitten in Rom, wenn auch in seinem eigenen kleinen Staat, namens Vatikanstadt, haust. Aber wie heißt es dort ja auch so schön: "Kriegst du links eine gepfeffert, dann halte die rechte Wange hin." In diesem Falle hätte man lieber den Rechten eine gescheuert und dann die Linken genommen.
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#4 lisaAnonym
  • 07.05.2008, 22:46h
  • Wieso kann eigentlich EIN einziger Mensch über hunterte, tausende Menschen entscheiden, was gemacht wird und was nicht? Ich verstehe sowas immer nie.
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#5 Tufir
  • 07.05.2008, 23:15h
  • Antwort auf #4 von lisa
  • Weil der Mensch demokratisch gewählt ist und eigentlich jede Regierung auf diesem Planeten auf diesem Prinzip basiert.
    Warum hingegen in einem westlichen Land ein einzelner Mensch bestimmen kann, wer durch eine Demonstration seine Rechte wahrnehmen darf, weiß ich auch nicht.
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#6 AntichristProfil
  • 08.05.2008, 08:45hHH
  • Antwort auf #5 von Tufir
  • @Tufir: "Weil der Mensch demokratisch gewählt ist und eigentlich jede Regierung auf diesem Planeten auf diesem Prinzip basiert."
    Wenn auch meist nur noch zum Schein. Wahlmanipulation mutiert gerade in den religiös konservativen Staaten nicht erst seit gestern zum Kavaliersdelikt, mit dem sich der Bürger abzufinden hat. Denn nicht überall, wo Demokratie drauf steht, ist auch Demokratie drin. - Man erinnere sich nur an die DDR, in der, der Bürger ja auch frei wählen durfte und das Ergebnis vorher schon festgelegt war.
    Im Gegenteil, bei den meisten darf man sich durchaus fragen, wo Demokratie anfängt und Diktatur aufhört. Beim Wahlrecht der Bürger sicher nicht.
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#7 alfAnonym
  • 08.05.2008, 08:51h
  • Wir Schwulen sollten uns nicht soo sicher sein solche Diskussionen oder gar mehr nur in Rom oder Warschau zu erleben. Leider meinen viele Schwule bei uns in Deutschland, zumindest in weiten Teilen, sei Schwulsein ganz "normal". Das scheint nur so...
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#8 Tufir
  • 08.05.2008, 12:17h
  • Antwort auf #6 von Antichrist
  • Wo fängt Wahlmanipulation an? Erst beim verdrehen von Zahlen oder bereits der gegenwärtigen Bildungspoltik, die dafür sorgt, dass es eine ausreichend große dumme und desinteressierte Masse gibt, die Entscheidungen bar jedes Verständinisses zu tragen? Ist die Springerpresse moralisch tragbarer als Wahlfälscher Modrow und Konsorten (die dankbar in die PDS bzw. Linke aufgenommen werden, Wahlfälschung ist eben kein ausschließlich konservatives Phänomen). Ist Demokratie überhaupt ein realistisches Konzept oder brauchen Menschen vielleicht auch ihre Leitwölfe, von denen sie verarscht werden?
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#9 jessicaAnonym
  • 08.05.2008, 14:01h
  • Antwort auf #8 von Tufir
  • ne, glaub ich ned so. dann haste wieder ex-nazis
    als neofaschs ohne judenverfolgung, weil das blöd rüberkäme

    der kram endet dann wies ein italo-prof mal gesagt hat,
    glaub ich

    "Der Neofaschismus
    benötigt zwar eine Ideologie und Gurus, doch deren Funktion ist nicht von vorrangiger Bedeutung.
    Die Grundsätze [...] sind einfach und gering an Zahl [...] und liegen auf der Hand:
    Nationalismus, Sozialdarwinismus, Rassismus, das Bedürfnis nach Führerschaft, nach einer
    neuen Aristokratie und Gehorsam sowie die Leugnung der Ideale der Aufklärung und der
    Französischen Revolution.“Hinzu kommen die Negation ökonomischer Klassen und divergierender
    Interessen, die Bevorzugung von Mythen und die Ablehnung des Materialismus
    schlechthin zu Gunsten idealer Vorstellungen von Staat, Gemeinschaft, Individuum und der
    Tat. Die historische Aufgabe, das Abendland und die Nation retten zu müssen, ..."

    yo, und wenns mal ned so bedroht ist machts bumm,
    da kennen sich die ex-nazis aus.

    de.wikipedia.org/wiki/Loge_P2

    kennst du fred/isrel oder jög fischer-ahorn ?

    son scheiss brauche mer ned
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#10 MarekAnonym
  • 09.05.2008, 12:51h
  • Dass Berlusconi und seine Mannen noch viel Elend über Italien (und in gewissem Maße auch über die EU) bringen werden, dürfte wohl niemanden verblüffen.

    Was ich fast noch schockierender finde ist, dass (trotz der schlechten Erfahrungen) offensichtlich genug Italiener diese Leute auch noch gewählt haben.
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