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Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen Deutschland (BLSJ) protestierte gegen die "schwulen- und transvestitendiskriminierende Berichterstattung" des Sport-Informations-Dienstes (sid). Die Nachrichtenagentur hatte in einer Meldung zum angeblichen Skandal um den brasilianischen Fußballstar Ronaldo getitelt: "Kein Sex und keine Drogen - Transvestiten entlasten Ronaldo".

"Die Liebe homosexueller oder transsexueller Menschen auf eine Stufe mit Straftaten wie Drogenmissbrauch zu stellen, ist ein schlimmer journalistischer Fehlgriff", meinte BLSJ-Vorstand Martin Rosenberg. "Der sid sollte sich schämen. Er verunglimpft und diskriminiert damit tausende Menschen, die mit der Akzeptanz ihres Lebens in der Gesellschaft ohnehin schon Probleme genug haben. Ob Ronaldo nun Sex mit Transvestiten hatte oder nicht - zu entlasten gäbe es jedenfalls nichts."

Nach Veröffentlichung der sid-Meldung haben auch andere Nachrichtenagenturen Überschriften mit ähnlichem Wortlaut formuliert. So titelte ddp: "Ronaldo im Skandal um Sex und Drogen deutlich entlastet - Transvestiten geben Falschaussage zu." Und die dpa: "Ronaldo von Transvestiten entlastet: Hatten weder Sex noch Drogen." Zahlreiche deutsche Zeitungen und Online-Dienste hatten die Meldungen übernommen.

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) ist ein Netzwerk, das zurzeit etwa 200 lesbische und schwule Journalistinnen und Journalisten bundesweit verbindet. Der BLSJ setzt sich seit 1997 für eine faire und realitätsgetreue Berichterstattung über Lesben und Schwule ein und wird gegen homophobe Medienberichte aktiv. Mit der jährlichen Verleihung des Felix-Rexhausen-Preises würdigt der Verband besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben und Schwule. (pm)



#1 BenedictusAnonym
  • 10.05.2008, 10:30h
  • Also ich bin ein bisschen verunsichert:

    Waren das jetzt Transvestiten oder Transsexuelle? Oder trifft jeder der Begriffe zu? Waren die Prostituierten Ronaldos allem Anschein nach anatomisch nicht schon sehr weiblich aussehend und nahezu komplett (untentrum konnte ich es nicht beurteilen...)? Und sind sie in dem Fall nicht schon mehr als Transvestiten?
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#2 Sven_
  • 10.05.2008, 10:45h
  • Ehrlich gesagt, finde ich den Titel "Kein Sex und keine Drogen - Transvestiten entlasten Ronaldo" nicht diskriminierend. Man könnte sich natürlich beschweren, dass Sex und Drogen in einem Atemzug genannt werden. Aber letztlich ist doch beides berauschend und nicht alle Drogen sind illegal.
    Die Transvestiten entlasten ihn auf jeden Fall, denn mit dem Vorwurf "Sex" war ja auch der Vorwurf der Nichtbezahlung der Sex-Dienste eingeschlossen.
    Da kein Sex, auch kein Schulden.
    Anstatt Sex hätte da auch jedes andere Dienstverhältnis stehen können.

    Wie bereits gesagt, ich beziehe mich auf den Titel, den Bericht dort habe ich nicht gelesen.

    Ziemlich dämlich finde ich auch den Satz "Die Liebe homosexueller oder transsexueller Menschen auf eine Stufe mit Straftaten wie Drogenmissbrauch zu stellen, ist ein schlimmer journalistischer Fehlgriff"
    Wieso Liebe? Hier liebt niemand, es geht darum ob ein Geschäft (Sex-Dienst) zu Stande gekommen ist oder nicht.

    Was ich allerdings schlimm finde, ist die überhaupt nicht vorhandene Unterscheidung zwischen Transvestiten und Transgendern. Das dann der BLSJ auch noch von Transsexuellen schreibt, finde ich nochmal bedenklicher. Meines Wissens wird der Begriff Transsexuell von den Betroffenen als diskriminierend abgelehnt, weil nicht ihre Sexualität eine andere ist, sondern ihr Geschlecht.
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#3 EselAnonym
  • 10.05.2008, 14:04h
  • Antwort auf #1 von Benedictus
  • Zum Thema Transvestiten oder Transsexuelle - das hat mit dem anatomischen rein gar nichts zu tun. SInds Kerle die es einfach toll finden wie Freu auszusehen: Transvestiten (akzeptieren sich aber in ihrem anatomischen Geschlecht weitesgehend). Sind es anatomische Männer, die sich aber nicht als Männer empfinden, so sind es Transsexuelle (lehnen ihr anatomisches Geschlecht ab)...egal was da unten ist. Ich habe in der Berichterstattung bisher immer beides lesen können, was ich als totalen Unsinn empfinde - schließlich ist das ein meilenweiter Unterschied. Wenn eine Angleichung Richtung körperlicher Frau geschehen ist tippe ich auf transsexuell, kenne aber natürlich die brasilianische Rotlichtszene nicht. Soviel dazu.

    Und was die Berichterstattung angeht: Wenn die wirklich Falschaussagen gemacht haben und so - dann ists mir auch egal ob die da richtig betitelt werden - steht schließlich niemanden zu jemanden mit Falschaussagen zu belasten. Die Berichterstattung hätte vielleicht sensibler sein können, aber ich denke nicht, dass es an der dpa oder so liegt, die kriegen ihre Nachrichten ja auch nur aus Brasilien und was die so schreiben ist bestimmt nicht alles so politisch korrekt.

    Weiterhin finde ich nicht, dass das Sexualleben irgendeines Menschen irgendwie die Öffentlichkeit angeht solange es sich nicht um ein Verbrechen à la Vergewaltigung handelt. Die Leute haben zu wenig spannendes Sexleben wenn sie das was mit dem Herrn Ronaldo passiert ist als "Skandal" bezeichnen und breitretetn müssen
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#4 xyAnonym
  • 10.05.2008, 15:37h
  • Abt.: Medienwirksame Empörung und andere günstige Gelegenheiten, mal auf die eigene Existenz aufmerksam zu machen.

    Schön, daß wir jetzt wissen, daß es den BLSJ gibt. Schade, daß wir jetzt auch wissen, warum wir den BLSJ nicht brauchen.
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#5 chrisProfil
  • 10.05.2008, 15:40hDortmund
  • Antwort auf #2 von Sven_
  • Dem pflichte ich vollständig bei. Man kann sich auch selbst in den Hintern kneifen und "Auah" schreien. Als diskriminierend empfinde ich da nichts allerhöchstens vielleicht die direkt Beteiligten. Und ich bin mir sicher das in dieser Sache genug Schmutziges gelaufen ist. Da sollten sich die Herren und Damen "Schwestern-Journalisten" vielleicht ehr um die Wahrheitsgemäße Berichterstattung kümmern.
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#6 CrazyForceProfil
  • 10.05.2008, 17:59hDortmund
  • Antwort auf #5 von chris
  • "Muss" mich auch Kommentar 2 und 5 anschließen. Liebe und Sex wurden hier nicht gemischt. Es geht um Prostitution und da gibt es meistens keine natürliche Verbindung von Sex und Liebe.

    Inwiefern man dabei von Skandal sprechen kann, darüber könnte man sich streiten. Aber ich denke nicht, dass eine Diskriminierung von irgendeiner Minderheit damit beabsichtigt war, außerdem fühle ich micht und meine Gefühle dadurch nicht herabgesetzt.... da gibt es wirklich schlimmeres...
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#7 SaidAnonym
  • 11.05.2008, 00:28h
  • mir ist es gleich ob schwul oder nicht schwul
    ich bin mal gespannt wann die reporter über sich schreiben mit wem SIE ins BETT gehen
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#8 xyAnonym
#9 Tim_ChrisProfil