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Am Freitagabend trat der Hass-Sänger in Budapest auf. Das Dortmunder Konzert muss zumindest verlegt werden.

Von Carsten Weidemann

Trotz der Ankündigung des Bundesinnenministeriums, dem umstrittenen Reggae-Musiker Sizzla kein Schengen-Einreisevisum zu erteilen (queer.de berichtete), gibt er bereits Konzerte in Staaten, die zum Schengen-Raum gehören. So trat der Hass-Sänger am Freitagabend in Budapest auf.

Unklar ist, wann und bei welcher Botschaft der Jamaikaner, der mit bürgerlichem Namen Miguel Collins heißt, sein Schengenvisum beantragt hat und wann und wo er eingereist ist. Eigentlich sollte sein Name in das Schengener Informationssystem (SIS) gestellt werden. In diese nichtöffentliche Datenbank werden u.a. Personen eingetragen, die im Schengen-Raum unerwünscht oder zur Fahndung ausgeschrieben sind.

Auch das Außenministerium hatte Ende April bekannt gegeben, dass Sizzlas Einreise nicht erwünscht sei. Die deutsche Botschaft in Kingston habe bestätigt, dass der Interpret vor allem volksverhetzende Titel im Programm habe. Sizzla ruft in mehreren seiner Songs zum Mord an Schwulen auf. Im April 2007 hatte der Sänger zwar den Reggae Compassionate Act (RCA) unterzeichnet, in den kommenden Monaten jedoch diese Verpflichtung, keine Gewaltaufrufe gegen Schwule auf die Bühne zu bringen, wiederholt gebrochen.

Wenn die Polizei nicht einschreitet, können nun folgende Sizzla-Konzerte in den nächsten Tagen wie geplant stattfinden: Breslau (10.5.), Prag (11.5.), Wien (12.5.), Paris (14.5.), Lille (15.5.), Hague (17.5.) und Groningen (18.5.).

Das für den 19. Mai in Dortmund geplante Konzert musste nach heftigen Protesten und Demo-Ankündigungen zumindest verlegt werden. "Im Moment prüfen wir die verschiedenen Optionen und werden kurzfristig die neue Location hier und auf bekannten Reggae-Foren veröffentlichen", heißt es auf der Webseite des ursprünglich geplanten Veranstaltungsorts "Live-Station".

Am 22. Mai soll Sizzla im Stuttgarter "Zapata" und am 23. Mai im Münchner "Backstage" auftreten.



154 Kommentare

#1 sizzlaAnonym
  • 10.05.2008, 19:03h
  • Meiner Meinung ist die Meldung schlichtweg falsch. Sizzla wurde nicht mit einem Einreiseverbot belegt.

    Und weshalb soll die Polizei gegen Konzerte einschreiten, in denen Songs gespielt werden, die soziale Missstände thematisieren? Ich schreibe es auch hier nochmal: Sizzla ist der Falsche. Hier wird ein Mann zum Sündenbock gemacht, der für den Weltfrieden eintritt und sich für Minderheiten stark macht.

    Seine Ansichten zu Homosexualität kann man kritisieren (er hat sie aus religiösen Gründen nun mal), sie rechtfertigen aber keinesfalls irgendwelche Auftritts- oder Einreiseverbote. Battymantunes sind auf den letzten Veröffentlichungen nicht mehr enthalten.

    peace
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#2 chrisProfil
  • 10.05.2008, 19:30hDortmund
  • Antwort auf #1 von sizzla
  • "Seine Ansichten zu Homosexualität kann man kritisieren (er hat sie aus religiösen Gründen nun mal), sie rechtfertigen aber keinesfalls irgendwelche Auftritts- oder Einreiseverbote"

    Die Nazis übrigens wollten auch die Welt befreien. Sie vernichteten dabei all die Menschen, die nicht in ihr Rassenideal passten. Ist eine Ideologie, die man in diesem Sinne auch mit einem religiösen Glauben gleichsetzen könnte. Also waren KZs schon OK und der Krieg verzeibar? Deiner Meinung nach ja. Wenn ich eins über Leute wie dich gelernt habe, dann ist es das ihr verkappte, ignorante und egoistische Faschisten seit.
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#3 chillazAnonym
  • 10.05.2008, 21:08h
  • so...nachdem ihr euch so gefreut habt über das angebliche einresieverbot kann ich nur sagen.... hahaha war wohl nix....er wird kommen und da könnt ihr protestieren wie ihr wollt. zu früh gefreut sag ich mal. (mit diesem kommentar wollt ich mich mal auf das niveau von den kommentaren zum artikel über das einreiseverbot herablassen)

    Ich bin gegen schwulenhass und vertrete zu diesem thema auc nicht die meinung von sizzla, aber ihr büertreibt durch eure stupiden forderungen und sucht nen sündenbock....
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#4 irgendwerAnonym
  • 11.05.2008, 01:52h
  • Antwort auf #1 von sizzla
  • weltfrieden? sorry aber ich piss mich gleich an.
    sizzla ist ganglord im "judgement yard" in august town. einige seiner gangmembers wurden wegen besitzes von raketenwerfern, granaten und maschinengewehren hoch genommen.
    sizzla selbst gibt sich auf jamaica als rassist, siehe bspw. das reggae sumfest 1998 wo er das publikum aufforderte alle weissen auf jamaica zu töten.

    was mir in der ganzen diskussion fehlt ist auch die haltung gegenüber frauen zu thematisieren, so forderte er beispielsweise das publikum des "spring-vibration" festivals in wiesen, österreich auf, frauen die abgetrieben haben, zu verbrennen. auch sein song "thank u mamma" ist eine, in harmonie gekleidete, anspielung auf das abtreibungs-thema.

    sizzla ist alles, nur kein "netter", leider gelten auf jamaica andere regeln, mit geld und politischer macht kann man sich freikaufen, sonst wäre er längst im gefängnis wie "jah-cure", der ja gerüchteweise für sizzla die vergewaltigung auf sich nahm und einsass.

    august town ist so ziemlich der letzte ort der welt an dem man sich als weisser blicken lassen kann, und das liegt nicht zuletzt an den lords dieser yards.

    sizzla ist in politscher hinsicht ein anderes kaliber als bounty killer, buju banton, capleton und wie sie alle heissen.
    und sizzla und weltfrieden geht gar nicht zusammen. er ist anhänger der repatriation-bewegung, einer ideologie die sich mit "deutschland den deutschen und afrika den afrikanern" zusammenfassen lässt. wir nennen das faschismus und so, aber ja...wenn der riddim fett is, ne?
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#5 stromboliProfil
  • 11.05.2008, 08:37hberlin
  • Antwort auf #4 von irgendwer
  • das wurde aber auch zeit diese aufklärung hier!
    warum so lange damit gewartet?

    Das es hier stinkt war absehbar, das die dimensionen immer absurder werden ... wen wunderts wenn mann noch an den weihnachtsman glaubt. Das sich unter dem glänzenden firniss ein erbärmlicher nationalismus mit krimineller energie verbirgt , setzt den anhängern hier entgültig die narrenkrone auf!

    Bei der handhabung der einreise : wo kein kläger ist kein richter...
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#6 stromboliProfil
#7 sizzlaAnonym
  • 11.05.2008, 09:31h
  • @ irgendwer

    was du da an haltlosen behauptungen, vermutungen, gerüchten, halbwahrheiten usw. daherfaselst, geht gar nicht.

    Zum Weltfrieden höre dir den Song Worldwide Love (Album: Rastafari) an.

    Zur Repatriation aus
    de.wikipedia.org/wiki/Rastafari
    :

    Ein weiterer Grundsatz ist die Forderung nach Repatriierung, also der Rückkehr in die afrikanische Heimat ihrer Vorfahren, die als Sklaven nach Amerika verschleppt wurden. Inzwischen wurde die körperliche Rückkehr nach Afrika in eine 'spirituelle Rückkehr' umgedeutet, dennoch sind einige Rastafari nach Afrika übergesiedelt und haben dort eigene Gemeinden gegründet. Viele Rastafari akzeptieren allerdings ihr Leben auf Jamaika oder anderen Ländern und streben nach einer 'geistigen Rückkehr' in die afrikanische Heimat. Es geht hierbei darum, den kulturellen Bruch, der durch die Versklavung ihrer Vorfahren entstand, zu überwinden, und sich positiv mit ihrer afrikanischen Herkunft zu identifizieren.

    Das ist völlig harmlos, so wie die gesamte Rastafari-Bewegung friedliebend ist und nicht mit fanatischen Moslems gleichgesetzt werden kann.

    "Thank u mama" ist eine Danksagung an seine Mutter und nichts anderes. Wenn man will kann man natürlich auch in ein "I love u" reininterpretieren, aha! und alle anderen Menschen hasst Sizzla also .

    Dass mit "burn all dem white man" habe ich in einem anderen Kommentar schon erwähnt, ich habe keine Lust hier alles doppelt und dreifach zu schreiben. Hängt nunmal mit der Geschichte Jamaicas und der Sklavenunterdrückung zusammen, die Leute wie du völlig ausblenden. Es müssten -deiner Auffassung zufolge- sämtliche Sizzla-Konzertbesucher in Europa Gefahr laufen, permanent verbrannt zu werden. Komisch, dass bisher noch nie derartiges passierte

    Und zu den Waffenbesitz etc. ist nur zu sagen, dass in August Town das Gewaltpotential nunmal sehr hoch ist. Da muss man sich auch selbst schützen, so wie es jeder dort macht. Die Sache ist im übrigen längst erledigt. Und das muss man auch nicht nachmachen, aber das sind eben die besonderen Verhältnisse Jamaicas, von denen hier Leute, die mit Faschismus und 3.Reich-Vergleichen ankommen, keine Ahnung haben und sich selbst disqualifizieren.
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#8 Tim_ChrisProfil
  • 11.05.2008, 09:38hBremen
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Nicht nur du.

    Sollte Sizzla jedoch tatsächlich auch noch in München und Stuttgart auftreten, dann frage ich mich, was die Versprechungen des Bundesinnenministeriums überhaupt Wert sind? Der Lächerlichkeit ausgesetzt haben sie sich damit auf jeden Fall und das nicht nur in Deutschland.
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#9 stromboliProfil
  • 11.05.2008, 09:47hberlin
  • Antwort auf #8 von Tim_Chris
  • einfach ausprobieren: wenn der gute auftreten will las ihn einfach von der polizei von der bühne runter ins nächste flugzeug setzen . Die ist darin ja (leider) geübt, was zu weiterem nachdenken zwingt...
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#10 sizzlaAnonym
  • 11.05.2008, 09:49h
  • ich empfehle allen Jungs (und Mädels) hier, sich mal locker zu machen. Hört euch mal paar Gangsta Rapsongs an, ich empfehle die Geto Boyz, damit ihr mit dem Jargon vertraut werdet. Man kann in der heutigen Welt, die nunmal voller Gewalt ist, nicht immer nur von Friede, Freude, Eierkuchen singen oder rappen. Das hat auch was mit Realness zu tun.

    Und dann hört euch als Gegensatz Sizzla an...ihr werdet feststellen, dass der Mann nun wirklich keine negativen Ziele verfolgt (wenn man ihn versteht, was ich voraussetze)

    deshalb immer geschmeidig bleiben
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