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Die Grünen reagieren empört darauf, dass Sizzla am Freitag ein Konzert in Ungarn geben konnte, das zum Schengen-Raum gehört. Dabei war der jamaikanische Sänger auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes von der Bundesregierung im Schengener Informationssystem (SiS) mit einem Einreiseverbot in die 24 europäische Staaten umfassende Region belegt worden (queer.de berichtete).

"Etwas mehr Law and Order dürfte es bei der Unterbindung von Hasssängerkonzerten schon geben", erklärte daraufhin Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion. "Das wollen wir nicht auf sich beruhen lassen." Deshalb richtete Beck eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung. Der Kölner Abgeordnete fragte, wie Berlin gedenke, "künftig die Einreise von Hasssängern, die in ihrer Musik zur Ermordung von Homosexuellen oder anderen Minderheiten aufrufen, zur Durchführung von Konzerten nach Deutschland und in den Schengen-Raum wirksam [zu] unterbinden".

"Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben"

Sizzla ist wiederholt durch Liedtexte und Äußerungen mit Gewaltaufrufen gegen Schwule aufgefallen. In einem populären Lied fordert er unter anderem: "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben". Er wiederholte in Interviews stets, dass er sich nicht für seine Texte entschuldigen werde, sondern dass Schwule sich bei Gott für ihre Sünden entschuldigen müssten. Anders als Bounty Killer hat er sich im Juni 2007 allerdings zusammen mit seinen Kollegen Beenie Man und Capleton schriftlich verpflichtet, nicht mehr zur Gewalt gegen Schwule aufzurufen (queer.de berichtete). Zuvor waren mehrere seiner Konzerte weltweit abgesagt worden.

Seine Haltung gegenüber Schwulen hat Sizzla trotz seiner schriftlichen Erklärung nicht wirklich geändert. In einer Pressekonferenz nach dem Summerjam Festival 2007 in Köln sagte er wörtlich: "Gründest du eine Familie, erweist du deiner Mutter Respekt. Gehst du zu anderen Männern, ziehst du ihr Ansehen in den Schmutz." (dk)



130 Kommentare

#1 sizzlaAnonym
#2 schafes bruderAnonym
#3 Tim_ChrisProfil
  • 14.05.2008, 13:24hBremen
  • Zitat: "Deshalb richtete Beck eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung. Der Kölner Abgeordnete fragte, wie Berlin gedenke, "künftig die Einreise von Hasssängern, die in ihrer Musik zur Ermordung von Homosexuellen oder anderen Minderheiten aufrufen, zur Durchführung von Konzerten nach Deutschland und in den Schengen-Raum wirksam [zu] unterbinden"."

    Da bin ich wirklich mal auf die Antwort gespannt. Allerdings würde ich auch gerne wissen, wie man Konzerte von DEUTSCHEN Hasssängern, die in ihren Liedern zur Ermordung von Homosexuellen und anderen Minderheiten aufrufen (Bushido, Sido u.a.), zu unterbinden gedenkt. Denn denen kann man eine Einreise ja nicht verwehren. Die sind ja schon drin.
    Wie also will, kann und soll man allgemein gegen gewaltverherrlichende und/oder hetzerische Musik und Artists in Zukunft vorgehen?
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#4 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 14.05.2008, 13:34h
  • Das Wort "Law and Order" würd' ich zwar nicht benutzen, weil's mächtig negativ besetzt ist, aber in der Sache hat Volker Beck schon Recht, auch wenn dem Hass, auf wen auch immer, mit Verboten nicht beizukommen ist. Zudem: Sizzla-Auftritte zu untersagen ist o.k., aber wer verbietet gewisse Auftritte gewisser Politiker oder gewisser Geistlicher? Und richten solche angeblich honorigen Herrschaften nicht weit flächendeckenderen Schaden an? Wie wenige hören schon auf Sizzla verglichen mit denen, die auf einen Kardinal oder gar auf einen Papst hören? Oder auch auf diesen unsäglichen Bürgermeister Roms und, und, und...
    Wer gießt nicht alles Öl ins Feuer eines Sizzla! Und kann man denen den Mund verbieten? Sind nicht sogenannte Schreibtisch-Täter allemal die gefährlicheren Täter?
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#5 INFOAnonym
  • 14.05.2008, 14:12h
  • In einem populären Lied fordert er unter anderem: "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben"

    ich denk mal es geht um dieses lied.. wobei da von den frauen auch einiges gefordert wird..

    PUMP UP

    www.lyricsandsongs.com/song/616566.html

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    In einer Pressekonferenz nach dem Summerjam Festival 2007 in Köln sagte er wörtlich: "Gründest du eine Familie, erweist du deiner Mutter Respekt. Gehst du zu anderen Männern, ziehst du ihr Ansehen in den Schmutz.

    Interview:

    www.rheinreggaestation.net/interviews/sizzlainterD.mp3
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#6 egalAnonym
  • 14.05.2008, 14:30h
  • Was für ein schlechter Bericht...
    Trotz der Unteschrift hat Sizzla seine Meinung nicht geändert... Glaubt ihr das würde er tun? Er singt diese Lieder nciht mehr aber er denkt genau so wie vorher darüber!
    Das er diese 2 Sätze auf der Pressekonferenz gesagt hat, fällt ja wohl unter freie Meinungsäußerung... oder ist das ne Straftat? NEIN NEIN und nochmals NEIN!
    Findet euch damit ab, dass Sizzla hier und in Europa öfters spilen wird... viell. reagiert ihr ja auchmal bei nem Auftritt von Bushido oder Sido so... wäre mal wünschenswert...
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#7 femministinAnonym
#8 chillazAnonym
  • 14.05.2008, 15:11h
  • genau konzerte von ausländischen artists verbieten aber die aus deutschland auftreten lassen....

    dann wählt am bestn die cdu die wollen auch die kriminellen ausländer raus haben und die deutschen hier lassen...
    oh man
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#9 femministinAnonym
#10 sizzlaAnonym
  • 14.05.2008, 15:26h
  • Reggaeartists setzen sich gemeinsam gegen Diskrimierung zur Wehr!

    Sizzla of to tour regardless of Gay Protest

    A story was released on Europe's largest gay news service, Pink News by Tony Grew, on May 6, that the interior minister informed the Lesbian and Gay Federation in Germany, that Reggae Artiste Sizzla Kalonji will not be granted a Schengen visa for his proposed European tour this month and has been refused the entry visa.

    Attempts to contact the Jamaican German Embassy were futile. However, despite their claims, Sizzla and his band departed for their European tour last night for his first show in Poland on Saturday.

    Sizzla and other artistes Capelton, Bounty Killer, Beenie Man, and others continue to be a target by the gay community. As a result, a Coalition to Defend the Rights of Black Businesses, Black Organizations and Reggae Artists has been formed to provide a unified voice to defend the Reggae Industry against these attacks by the Gay community and other issues. To sign on to this coalition contact 773-9558.

    www.yardflex.com/
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