Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8743
  • 14. Mai 2008, noch kein Kommentar

Ein Beschuldigter hat offenbar den Mord am Porno-Produzenten Bryan Kocis von Cobra Video gestanden. Der 34-jähirge Joseph Kerekes hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Landkreises Luzerne (US-Bundesstaat Pennsylvania) einem Zelleninsassen gegenüber erklärt, er habe mit seinem 26-jährigen Lebenspartner Harlow Cuadra einen "Dude" ("Typen") umgebracht, um sich die Rechte an einem beliebten Porno-Darsteller zu sichern. Dieser habe einen Exklusivvertrag mit Kocis' Cobra Video gehabt. Kerekes und Cuadra waren als Darsteller und Produzenten direkte Konkurrenten mit dem Label Cobra Video, das beliebte schwule Bareback-Pornos herausbringt ("Schoolboy Crush", "Every Poolboy's Dream").

Kocis wurde im Januar 2007 von einem Feuerwehrmann tot in seinem Haus in einem Dorf in Pennsylvania aufgefunden. Das Haus war zuvor von den Mördern angezündet worden. Kerekes soll nun erklärt haben, dass beide gemeinsam 17 Mal auf den 44-Jährigen eingestochen haben sollen. Dann hätten sie seine Kehle durchgeschnitten. Sie sollen dann nach dem Vertrag mit dem Pornodarsteller gesucht haben, den sie verpflichten wollten. Im Haus soll sich dann so viel Blut gefunden haben, dass sie nicht aufräumen wollten, sondern sich entschieden, es anzuzünden. Kerekes soll mit einem Handy und einem Computer versucht haben, sich ein Alibi zu verschaffen. Er wollte damit seinem Lebenspartner Cuadra den Mord allein in die Schuhe schieben, soll er seinem Mitinsassen verraten haben.

Polizeiexperten konnten die Festplatte von Kocis' verkohltem Computer teilweise wiederherstellen. Darin war am Mordabend das Treffen mit einem "Drake" vermerkt, Cuadras Künstlername. Das führte zur Verhaftung des Paares im Bundesstaat Virginia. Dort wurden sie bereits wegen Geldwäsche und anderer Vergehen verurteilt und an Pennsylvania ausgeliefert. Ihnen steht im angehenden Verfahren ein Pflichtverteidiger zur Seite.

In Pennsylvania kann bei besonders grausamen Morden die Todesstrafe verhängt werden. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Höchststrafe für beide Angeklagte beantragt.