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Mariela Castro, Chefin des staatlichen Zentrums für Sexualkunde und Tochter von Präsident Raoul Castro, organisiert eine Reihe von Aktionen zum weltweiten Tag gegen Homophobie am 17. Mai. Sie erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass es öffentliche Debatten und Fernsehdiskussionen geben würde. "Wir bereiten uns außerdem darauf vor, eine Mannschaft von Chirurgen aus Belgien einzufliegen." Diese soll Geschlechtsanpassungen vornehmen. In Kuba wurden derlei Operationen 1988 verboten, sind nun aber im Zuge von Liberalisierungen wieder erlaubt. Allerdings fehlt es dem Land an qualifizierten Ärzten.

Das Volk müsse nun zur Homo- und Trans-Freundlichkeit erzogen werden, erklärte Mariela Castro weiter. "Es gibt politische Unterstützung dafür, durch Bildung die Akzeptanz zu steigern. Das sind wunderbare Aussichten", so die 45-Jährige. Ihr 76-jähriger Vater helfe bei diesem Projekt mit. "Wir wissen noch nicht, wie die Öffentlichkeit darauf reagiert. Wir glauben, dass es gut läuft, weil die Organisation gut war. Wir wollen den Menschen helfen, Dinge besser zu verstehen, zu reflektieren und nachzudenken."

Innerhalb der kommunistischen Führung gibt es derzeit eine Debatte um Eingetragene Partnerschaften oder sogar die Öffnung der Ehe. Für Letzteres hat sich im Februar Kulturminister Abel Prieto ausgesprochen (queer.de berichtete).

Auf Kuba wurden Homosexuelle nach der Machtübernahme der Kommunisten Ende der 50er Jahre zunächst in Internierungslager gesteckt, in denen viele zu Tode kamen. Homosexualität wurde 1979 offiziell legalisiert, allerdings wurden auch danach Schwule und Lesben wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. In den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch merklich verbessert, obwohl Homo-Gruppen und CSDs nach wie vor verboten sind. (dk)



10 Kommentare

#1 AntichristProfil
  • 14.05.2008, 17:04hHH
  • Wollen wir mal hoffen, dass es nicht nur bei Schönrederei und tollen Versprechungen bleibt, sondern sich tatsächlich etwas in Richtung homosexueller Freiheiten tut.
    Ein guter Weg wäre z.B. auch, wenn sie endlich den CSD erlauben und als geschlossene Regierung auch dahinter stehen.
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#2 hwAnonym
  • 14.05.2008, 17:17h
  • Antwort auf #1 von Antichrist
  • "..Wir wollen den Menschen helfen, Dinge besser zu verstehen, zu reflektieren und nachzudenken..."

    also bei den bisherigen bildungszielen in anderen bereichen erreichte das regime ergebnisse, die in "machismo"-amerika weit
    überdruchschnittlich sind.

    sowie ich sie verstanden habe, sieht sie bildung und massenbildung als erziehungsprozeß.
    auch dieses ziel gefällt mir sehr.

    mein gefühl sagt mir, dass es unter diesem regime wohl nicht zum abschlachten von schwulen durch todesschwadrone kommt.
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#3 EchtSchwulEhemaliges Profil
  • 15.05.2008, 12:07h
  • Antwort auf #2 von hw
  • Jo, da gibt es auch keine Religiösen Fanatiker, die zum Mord an Schwulen aufrufen. Oder so etwas wie den BibleBelt, wo diese Kranken Spinner nicht mal den Verkauf von Kondomen zu lassen.
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#4 hwAnonym
  • 15.05.2008, 12:27h
  • Antwort auf #3 von EchtSchwul
  • in brasilien sind es keine religiösen spinner.
    das machen dort nach feierabend ordnungshüter
    des staates oder jene, der revierpaten. bei den
    gehältern der hüter, handelt es sich da dann
    oft auch schon um personalunion.
    da frau merkel nicht mehr in der fdj ist,
    kann sie die kriminalität, die säuglingssterberate
    und die alphabetisierungs quote in brasilien nun toller
    finden, als solche, wie auf kuba.

    der krititische kunde will ja verwöhnt werden:
    arzt pro 1000 einwohner
    kuba: 6,12
    brasilien: 2,43
    säuglingssterblichkeit je tausend neugeborener:
    kuba: 6,22
    brasilien: 28,6
    lebenserwartung frauen:
    kuba: 79,85
    brasilien: 76,12
    lebenserwartung männer:
    kuba 75,111
    brasilien: 68,02
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#5 hwAnonym
  • 15.05.2008, 12:41h
  • oh, die analphabeten vergessen
    kuba: 3 %
    brasilien: 12,4 %
    jamaica 12,4 %

    alljährlich stimmen in der uno (192 staaten), neben zwei untergehenden pazifik-insel-gruppen, israel
    und die usa für die verschlechterung der lebensverhältnisse auf kuba.

    wer es lustig findet kann dieses tool mal nutzen:

    www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml

    man kann ja mal die 4 staaten vergleichen
    usa, israel, jamaica und kuba.
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#6 AntichristProfil
  • 15.05.2008, 18:43hHH
  • Antwort auf #5 von hw
  • @hw: was hat deine Statistik mit dem obigen Beitrag zur homo- und transfreundlichen Erziehung und Aufhebung diverser homophober Gesetze auf Kuba zu tun?
    Ich kenne zwar das Gesundheitssystem auf Kuba nicht, aber du willst damit sicher nicht sagen, das transidente Menschen dort auf ein Recht zur vielleicht sogar selbst finanzierten Geschlechtsangleichung verzichten müssen, weil die Säuglingssterblichkeit so hoch ist oder die Lebenserwartung im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrig???
    Und Homo- sowie Transsexuelle haben es hinzunehmen, auch weiterhin von ihren Landsleuten diskriminiert zu werden, weil 3% der Kubaner noch immer Analphabeten sind???
    Und was soll man mit dieser Aussage anfangen: "alljährlich stimmen in der uno [...] israel und die usa für die verschlechterung der lebensverhältnisse auf kuba."?
    Das von den 192 Staaten die zur UNO gehören, Israel und die USA dafür sind, dass sich die Lebensverhältnisse auf Kuba verschlechtern?
    Habe ich die Politik falsch verstanden und es wird eigentlich von außen entscheiden, wie die jeweiligen Lebensverhältnisse zu sein haben?
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#7 hwAnonym
  • 15.05.2008, 19:00h
  • Antwort auf #6 von Antichrist
  • so ein einfaches schwules leben in der karibik und dann auch noch schöner, wäre doch was oder ?
    also mehr rechte für schwule.
    weg mit dem wirtschaftsembargo.

    kannst du dir einen reim darauf machen warum
    israels eliten nicht möchten, dass es allen menschen in kuba besser geht ? so von aussen ?
    bei den amerikanischen kann ich es ja noch verstehen.

    fred, hast du da ahnung mit den
    untegehenden inseln ?
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#8 hwAnonym
#9 Tim_ChrisProfil
  • 15.05.2008, 23:06hBremen
  • Antwort auf #7 von hw
  • Irgendwo stimmt es ja schon, dass die Menschen immer missgünstiger werden. Sie können sich anscheinend nicht einfach mal mit oder für andere freuen und ihnen mal etwas von Herzen gönnen.

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass, nur weil dort Homo- und Transfreundlichkeit gelehrt, Geschlechtsangleichungen ermöglicht und homofeindliche Gesetze abgeschafft werden sollen, um den Schwulen, Lesben und Transen die Rechte zukommen zu lassen, die ihnen einfach zustehen, plötzlich das Wirtschaftssystem zusammenbricht, die Lebenserwartung weiter sinken, die Säuglingssterblichkeit und auch der Analphabetismus weiter ansteigen wird.
    Nur weil auf einer Seite etwas liberalisiert wird, heißt das doch nicht, dass man auf der anderen Seite Abstriche machen wird.

    Und das die USA etwas gegen Kuba hat, weiß man sicher auch nicht erst, seit die UN im Jahre 2003 die Aufhebung sämtlicher Sanktionen gegen Kuba forderte, die bereits zwölfte angenommene gegen die Blockade-Politik der USA gerichtete UN-Resolution seit 1992. Womit die USA in verschiedener Hinsicht gegen das Völkerrecht verstößt.

    Aber um diese geht es hier nicht, sondern um die Menschen auf Kuba, die Schwulen, Lesben und Transen, die ja wohl das Recht darauf haben, endlich auch anerkannt zu werden, ihre Rechte zuerkannt zu bekommen und denen es gegönnt sei, auch entsprechende Hilfe zu einem ihrer Identität entsprechenden Leben zu erhalten.
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#10 hwAnonym
  • 15.05.2008, 23:25h
  • Antwort auf #9 von Tim_Chris
  • da hast du mit allem gesagten recht.
    ich wollte nur auf die sicherheit von
    lebensentwürfen, beginnend bei den einfachsten menschenrechten, hinweisen und nicht nur auf die
    lieblings-menschenrechte bestimmter ökonomischer oder ethnischer schichten.
    da hätte kuba in machismo-amerika noch potential.
    diverse gefährdungen schwulen lebens kenne ich aus brasilien.
    je weiter die arm-reich-scheren sind , desto gefährlicher sind sie für "anderes" dasein.
    mittelschichts-autismus ist nicht meine sache.
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