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  • 19. Mai 2008, noch kein Kommentar

Das neue Album von The Feeling: "Join With Us"

Von Carsten Weidemann

Auf The Feelings neuem Album "Join With Us" scheint ausnahmslos jedes Stück das Potenzial zum nächsten Radiohit zu haben. Jeder Song der fünfköpfigen Band um den schwulen Leadsänger Dan Gillespie Sells ist auf seine Art mitreißend.

"Without You" z.B. erzählt eine bewegende Geschichte über Heimweh und Sehnsucht, die entstanden ist, als The Feeling zufällig am Tag des Amoklaufs an der Virginia Tech im Bundesstaat Virginia waren, während "Won’t Go Away" ein herrlich übermütiges Lehrstück in Sachen Karma ist, mit dem das bislang noch nicht erschlossene Terrain zwischen Bowies "Modern Love" und "Footloose" von Kenny Loggins endlich erschlossen wird. Obendrein gibt’s genau den positiven Feelgood-Pop, den man von The Feeling erwarten würde ("Turn It Up", "I Did It For Everyone"), überaus delikate Songs, in denen Gillespie Sells seine Unsicherheit und Einsamkeit thematisiert ("Spare Me", "Conor", "Loneliness"), wie auch durch und durch aufbauende Stücke, die vor Hoffnung und Aufsässigkeit förmlich zerbersten ("This Time" und "Join With Us").

Tiefsinniger und deutlich ambitionierter als der Vorgänger, ist "Join With Us" insgesamt ein Album, auf dem freudestrahlende Boogie-Woogie-Einlagen am Klavier auf ausgelassen-rücksichtslose Heavy-Metal-Gitarrensoli treffen; auf dem harmonische Refrains Platz machen für Zweikämpfe zwischen Cembalo und Streicher-Quartett; und auf dem schließlich selbst ein fast schon monströses Prog-Rock-Finale niemals fehl am Platz wirken könnte ("The Greatest Show On Earth").

"Wir haben wahnsinnig viel Herzblut in die Arbeit an diesem Album gesteckt", sagt Gillespie Sells abschließend. "Und es klang schon vom ersten Moment an großartig. Wir sind wirklich unfassbar zufrieden mit dem Resultat."