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  • 22. Mai 2008, noch kein Kommentar

Den simultanen Orgasmus mit dem Partner kann man lernen. Er steigert das Erleben von Intimität und Nähe.

Von Christian Scheuß

Du vögelst deinen Partner so richtig durch und fühlst, wie sich der Saft langsam in deinen Lenden aufbaut? Ein Glücksgefühl fährt durch deinen ganzen Körper, du bist relaxt und willst eigentlich nur schlafen. Wenn da dein Partner nicht wäre - denn der hat noch lange nicht den Höhepunkt erreicht und verlangt nun, dass dies unter deiner tätigen Mithilfe geschieht. Widerwillig sagst du ja - schließlich willst du es ihm ja nicht versauen. Nach endlosen Minuten ist er endlich durch - und du bist erleichtert, nun endlich deine Ruhe zu haben.

Diese Situation kommt dir sehr bekannt vor? Handelt es sich um einen One oder Two Night Stand, ist es halb so wild. Es tut dir dann vielleicht mal ein bisschen die Hand weh, weil du noch ewig schubbern musstest. Ihr kennt euch vielleicht nicht oder nur wenig. Da kann so etwas häufiger vorkommen, da man nicht weiß, was den anderen besonders an- bzw. abturnt. Wenn aber beim Lebensabschnittspartner so etwas geschieht, ist das schon etwas kritischer - vor allem dann, wenn es bei jedem Geschlechtsakt geschieht.

Ich bin eins mit dir

Auch wenn du niemals mit deinem Partner darüber gesprochen hast, gibt es normalerweise zwei Regeln, denen ihr folgt: Wenn Sex, dann sollen auch beide ihren Höhepunkt erleben. Und das Abspritzen sollte so nah wie möglich beieinander liegen. Paare, die sich länger kennen, steigern ihr Erleben von Intimität und Nähe durch simultane Orgasmen. Sie beweisen sich: Ich kenne dich, ich weiß, was dich heiß macht und ich bin eins mit dir.

Voraussetzung für diese Art des Verschmelzens ist, dass keiner an dem Problem einer vorzeitigen Ejakulation leidet. Man muss gelernt haben, wie man seinen eigenen Orgasmus kontrolliert. Zum anderen muss man die Reaktionen des Gegenübers kennen. Wo ist sein G-Punkt, welche Stellen seines Körpers reagieren besonders? Lassen ihn Nippelspiele völlig kalt oder kann man gar nicht fest genug in seine Brustwarzen kneifen? Ist er eher der Typ, der schwanz- oder arschfixiert ist? Und welche Geräusche kündigen an, dass er den Gipfelpunkt erreicht beziehungsweise überschritten hat? Es gibt ja Kerle, die meinen, sie müssten möglichst lange die Klappe halten und ein bisschen Schnaufen nach den ersten Spritzern reicht schon. Das mag zwar cool sein, aber das ist oft ungeil für den Partner. Es macht es ihm vor allem schwer, zu wissen, wann es so weit ist.

Bloß keinen Orgasmusstress!

Das simultane Kommen ist natürlich kein Muss. Manchmal ist es einfach auch geil, seinen Sexpartner als erstes Kommen zu sehen – und diese Szenerie gibt einem selber den letzten Lustkick zum Abspritzen. Und nicht immer sind alle Beteiligten gleich gut drauf beziehungsweise gleich geil. Wenn du dir noch am Nachmittag auf dem Klo einen runtergeholt hast und dein Freund seit einer Woche nicht mehr zum Zug kam, ist klar, wer flotter am Gipfel ist.

Und noch ein Tipp, wenn es mal gar nicht synchron laufen sollte: Es ist nicht schlimm, wenn man mal nicht kommt. Man kann seinem Partner dann etwas lenken und ihm sagen, wie er dich am besten stimulieren sollte. Wenn es dann immer noch nicht hinhauen sollte, bloß keinen Orgasmusstress! Besser abbrechen, bevor der Arm des anderen erlahmt. Vielleicht klappt es ja zu einem späteren Zeitpunkt oder eben beim nächsten Mal.