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In der Talkshow von Ellen DeGeneres erklärte der republikanische Präsidentschaftskandidat, dass er die Ehe für Schwule und Lesben trotz der Gerichtsentscheidung in Kalifornien weiter ablehnt.

Der 71-jährige Senator sagte, dass er an den "einzigartigen Rang der Ehe zwischen Mann und Frau" glaube: "Ich weiß, dass ich respektvoll eine andere Meinung als Sie vertrete", erklärte er gegenüber DeGeneres, die in Kürze ihre Freundin Portia de Rossi ("Ally McBeal") heiraten will (queer.de berichtete). Der Oberste Gerichtshof des Staates Kalifornien hatte zuvor entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Regionalverfassung verstoße (queer.de berichtete).

McCain erklärte, Schwule und Lesben könnten sich mit gegenseitigen Verträgen absichern. DeGeneres verglich das Ehe-Verbot mit der Vorenthaltung des Wahlrechts für Schwarze und Frauen. "Wir sind alle Menschen. Sie sind nicht anders als ich. Wir lieben auf genau dieselbe Art", erklärte DeGeneres. "Wenn jetzt jemand sagt: ‚Ihr könnt doch Verträge schließen, ihr kriegt dann Versicherungen und das ganze Zeug’, dann klingt das wie: ‚Nun ja, du kannst dich hier hin setzen, aber bloß nicht dorthin."

DeGeneres bot McCain unter großem Applaus an, sie zum Altar zu führen. Darauf sagte McCain lediglich: "Touché" (etwa: "Eins zu null für Sie").

Youtube | John McCain bei 'Ellen'

McCain trennt sich vom homophoben „Nazi-Pfarrer“

Nach seinem wahrscheinlichen Herausforderer Barack Obama hat McCain auch ein Problem mit seinem Pastor: Der Senator sagte sich von Pfarrer John Hagee los, nachdem immer mehr radikale Äußerungen des texanischen Fernsehpredigers an die Öffentlichkeit kamen. Zuletzt hatte Hagee Adolf Hitler als gottgesandten "Jäger" bezeichnet, der geschickt wurde, damit die Juden das Heilige Land Israel schneller erreichen. Auch seine antikatholischen Tiraden standen oft in der Kritik. Hagee hetzt zudem tagtäglich gegen Homosexuelle. So spricht er sich gegen jede Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften aus. Der Hurrikan Katrina, durch den in den Südstaaten 1.800 Menschen getötet worden, sei ein von Gott gesandter Sturm gewesen, weil die am härtesten getroffene Stadt New Orleans ein Mekka für Schwule sei.

John McCain selbst spricht sich zwar gegen die Homo-Ehe aus, wendet sich aber ebenfalls gegen einen vom jetzigen Präsidenten Bush geforderten Verfassungszusatz, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Die Demokraten Hillary Clinton und Barack Obama sprechen sich zwar auch gegen die Ehe-Öffnung aus, befürworten aber Eingetragene Partnerschaften. (dk)

Youtube | Pfarrer John Hagee: Vorsicht vor dämonischen Schwulen


Kalifornien ist nicht Utah

Homorechte sind niemals sicher. Das ist die Erkenntnis des politischen Erdbebens in Kalifornien, das bis gestern noch als liberal galt.
Kalifornien: Erstmals Homo-Ehe wieder abgeschafft

In den vergangenen Monaten haben rund 20.000 Homo-Paare in Kalifornien geheiratet - damit ist jetzt dank Volkes Wille Schluss.
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Um 5:00 Uhr deutscher Zeit verkündete CNN, dass Barack Obama neuer US-Präsident ist. Auch Schwule und Lesben setzen große Hoffnungen auf den Demokraten. Dagegen gab es bei vier Homo-Referenden vier Niederlagen - die schmerzhafteste in Kalifornien: Dort wurde (mit großer Wahrscheinlichkeit) die Homo-Ehe abgeschafft.

15 Kommentare

#1 PhilipAnonym
  • 23.05.2008, 18:41h
  • Warum haben wir in Deutschland nicht so eine klasse Moderatorin wie Ellen? Warum kann Anne Will nicht mal über ihren Schatten springen und in Ihrer Sendung das Thema Homsexualität ansprechen? Gerne auch Maischberger. Ein wenig Mut bitte!
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 KonstantinEhemaliges Profil
#4 roterginseng 1Anonym
#5 Tim_ChrisProfil
  • 23.05.2008, 23:18hBremen
  • Ich werde nie verstehen, wie alternde Greise immer wieder in solch hohe Ämter gewählt werden oder sie überhaupt noch immer inne haben können. Dieser Senator, sowie die 81jährige Benedikta, die erst ergraut den Thron des Vatikans bestieg. Dann Berlusconi, der als unheimlicher Landesretter aus dem Ruhestand zurückkehrte und damit endet die Liste der staatsdienstlichen Rentnerband ja nicht. Warum gibt es für die eigentlich kein Rentenschutzalter, ab dem sie nicht mehr "herrschen" dürfen, sondern ihren Lebensabend frei jeglicher politischer Verpflichtungen und Verbindlichkeiten genießen müssen? Tut es Not, dass man die heute nur noch Waagerecht mit den Füßen voran aus dem Staatssessel bekommt, weil sie vorher zu sehr daran kleben? Oder vermittelt das weiße Haar - das sicher auch unter Berlusconis Farbauftrag schlummert - so viel Weisheit, dass man solche Greise immer wieder in der Hoffnung, auf kluge Entscheidungen in die Politik wählt?
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#6 hwAnonym
#8 antifredAnonym
#9 Fred_IsraelEhemaliges Profil
#10 antifredAnonym