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Vor der Aufnahme in die EU muss die Türkei die Rechte von Schwulen und Lesben garantieren, fordert ein Bericht von Human Rights Watch.

Die Menschenrechtsorganisation hat in den letzten drei Jahren mehr als 70 Interviews für den 123-seitigen Bericht durchgeführt. Sie dokumentiert darin eine "bis zum heutigen Tag anhaltende Geschichte der Gewalt und des Missbrauchs von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung oder ihrer Geschlechtsidentität".

"In ihrem komplexen Weg in die Europäische Union zeigt der Bericht ein Feld auf, in dem sich bislang so gut wie gar nichts getan hat", erklärte HRW-Sprecher Scott Long. "Die EU muss den Bereich sexuelle Ausrichtung und Geschlechtsidentität berücksichtigen, wenn sie den Mitgliedsantrag der Türkei bearbeitet."

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Antwort der Behörden auf Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule und Lesben zurückhaltend bis nicht existent ist. So wird von Vergewaltigungen von Lesben durch Polizisten berichtet und von Mordversuchen an Schwulen, die von den Behörden nicht untersucht werden. Auch sei die Diskriminierung im Militär gravierend.

Human Rights Watch ist eine 1978 gegründete internationale Menschenrechtsorganisation mit Sitz in New York. Mit 230 hauptamtlichen Mitarbeitern gehört sie zu dem größten nichtstaatlichen Gruppen, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzt. (dk)



29 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 Fred_IsraelEhemaliges Profil
#3 roterginsengEhemaliges Profil
#4 Tim_ChrisProfil
  • 26.05.2008, 20:22hBremen
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • Das habe ich mich beim Lesen des Artikels eben auch gefragt. Wieso durften die der EU ohne diese Zusicherung beitreten und die Türkei nicht?
    Wie kann man einerseits gegen Diskriminierung zu Recht vorgehen, aber andererseits ebenfalls diskriminierend handeln?

    @Fred_Israel: Nationalismus, Re-Islamisierung, Kultur und Georgrafie mal außen vor gelassen, hier geht es gar nicht darum, sondern einzig um die Zusicherung, Schwule, Lesben und Transen anzuerkennen, denn das tun die von Konstantin erwähnten Länder ebenfalls nicht und dennoch wurden sie Mitglieder der EU.
    Wir haben es am Einwanderungstest der Niederlanden doch schon gesehen. Man kann nicht von einem Land einen Test oder eine Zusicherung verlangen, nur weil die Bevölkerung dort religionsbedingt Kopftücher trägt, während man andere Länder deren Religion uns eher passt, die aber die gleichen Menschenmissachtungen vertreten wie das Kopftuchland freudestrahlend empfängt. Das geht einfach nicht.
    Wenn man von Polen, Rumänien, Bulgarien eine solche Zusicherung nicht verlangt hat, darf man sie von der Türkei auch nicht verlangen. Oder man müsste eben diese drei Länder, wenn sie die Zusicherung nicht nachträglich noch geben, aus der EU wieder rausschmeißen - was ich favorisieren würde.
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#5 chrisProfil
  • 26.05.2008, 21:36hDortmund
  • Ich würde sagen was der Beitrag sagt stimmt. Leider darf man sich ja in Deutschland nicht gegen die Aufnahme der Türkei stellen weil dann ja immer alle versuchen uns den alten Nazikomplex einzureden den unsere Politiker mit sich rumschleppen. Ich meine, ich kann die ganzen CDU Geigen nicht leiden aber ihr deutliches Nein zur Aufnahme der Türkei in die EU ist wenigstens mal ne Ansage.
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#6 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 27.05.2008, 01:42h
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • Eine berechtigte Frage, Konstantin! Die EU-Oberen messen jedenfalls mit zweierlei Maß. Sicher hat die Türkei nichts in der EU zu suchen, solange dort politisch die Menschenrechte mit geradezu mörderisch trampelnden Füßen getreten werden, egal, ob es nun gleichgeschlechtlich Orientierte betrifft oder das Volk der Kurden oder allgemein die Pressefreiheit etc., aber wo waren die Gut-Menschen in den Brüsseler EU-Etagen, als es zum Beispiel um Polen ging, wo Schwule und Lesben staatlicherseits keineswegs auf Händen getragen werden?
    Eines ist sicher, hätte Human Rights Watch in punkto Polen oder Rumänien solchermaßen gewarnt, hätte man's in Brüssel geflissentlich überhört; jetzt aber, wo es um die Tükei geht, wird's vor allem Wasser auf die Mühlen derer sein, die die Türkei generell nicht in der EU sehen wollen. Da werden wir garantiert vor den falschen Karren gespannt. Wobei ich leider auch in unseren Kreisen arg Bedenkliches in gewissen Köpfen zu entdecken nicht umhinkomme: Siehe den Kommentar 2!! Lesen zu müssen, dass die Türkei "weder geographisch, noch kulturell zu uns" passe, ist schon verdammt unerträglich. Und im Sinne Israels ist das, was hier jemand mit "Fred_I s r a e l" abzeichnet, nun wahrhaftig nicht. Das, was er hier kundtut, unterschrieben ihm dort allenfalls ein paar nationalistisch Verbohrte, aber die gibt's ja überall. Nur repräsentativ für die Haltung des jüdischen Volkes ist das n i c h t. Dafür verbürge ich mich!
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#7 IngoAnonym
  • 27.05.2008, 08:54h
  • Antwort auf #5 von chris
  • "Leider darf man in Deutschland nicht den EU-Beitritt der Türkei kritisieren"?! Reality Check: Dir ist schon aufgefallen, daß die Partei, die die Kanzlerin stellt, seit Jahrzehnten gegen den Türkeibeitritt polemisiert und ihn auch in Brüssel hintertreibt? Um Homo-Rechte oder eine Behebung anderer innenpolitischer Mißstände in der Türkei geht's ihr dabei aber nicht.

    Aber es ist ja so einfach, sich seine Traumwelt als unterdrückter Deutscher einzurichten - und die pösen Osteuropäer haben uns auch noch hervorragenden Eurovisions-Auftritt madig gemacht! Verschwörung!
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#8 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 27.05.2008, 10:19h
  • es geht hier aber nicht nur um schwulen rechte, in der tat steht die türkei,dann auf ähnlicher stufe wie polen.
    das relative istambul ist nicht die türkei.
    wußte jetzt auch gar nicht,dass gutmenschen sich jetzt stark machen für islamische konservative und einen nationalismus der seines gleichen sucht.
    und die eu außengrenze dann der irak wäre.
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#9 unbequemerAnonym
#10 unbequemerAnonym