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Der schwul-lesbische Fanclub des 1. FC Köln zeigte sich "entsetzt" über die Äußerungen des Fußball-Helden. Auch FDP und Schwusos fordern Konsequenzen.

"Es ist für uns verletzend, wenn lesbische und schwule Lebensweisen in den Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gestellt werden", erklärten Patrik Maas und Matthias Eiting vom FC-Fanclub "Andersrum Rut-Wieß". Man begrüße aber, dass sich der 1. FC Köln von den Äußerungen seines Trainers deutlich distanziert habe. "Auf dem ‚Zweiten Aktionsabend gegen Homophobie im Fußball’ am 23. Mai im Kölner RheinEnergieStadion haben sowohl der FC-Geschäftsführer Claus Horstmann wie auch der Fanbeauftragte Rainer Mendel erklärt, dass dies eine Äußerung der Privatperson Christoph Daum war und nicht die Meinung des Vereins wiedergibt." Eine Entschuldigung wäre nun ein wichtiger Schritt zu einer "künftig wieder unbelasteten Unterstützung des Trainers in der kommenden Saison", so Maas und Eiting.

FDP: Äußerungen „unerträglich“

Auch aus der Politik hagelte es Kritik: Jörg van Essen, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, nannte Daums Äußerungen "unerträglich". "Man fragt sich, in welchem Zustand und unter Zuführung welcher Mittel er diese Äußerungen getan hat", so van Essen unter Bezugnahme der Kokain-Affäre aus dem Jahr 2000. "Wer im Alter von Christoph Daum immer noch nicht verstanden hat, dass die sexuelle Orientierung nichts damit zu tun hat, ob man sich an Kindern vergreift oder nicht, sollte sich die Kriminalstatistik anschauen, nach der es eher unterdurchschnittlich Übergriffe von homosexuellen Menschen gegenüber Kindern gibt", erklärte der Liberale weiter.

Schwusos: Daum „nicht mehr tragbar“

Der Arbeitskreis Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) erklärte, dass in "einer offenen und toleranten Gesellschaft solche unglaublichen Sprüche nicht geduldet werden" könnten. "Der Vorstand des 1. FC Köln muss ebenso handeln, ebenso wie die Fans des Vereins", forderte Schwusos-Chef Ansgar Dittmar. "Mit einer solchen Haltung ist Daum nicht mehr tragbar für den 1. FC Köln. Ein Trainer, der sich so äußert, kann nicht als Vorbild und Richtungsgeber für junge Fußballspieler dienen". (pm/dk)

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#1 Tim_ChrisProfil
  • 26.05.2008, 19:31hBremen
  • Zitat: "Der Vorstand des 1. FC Köln muss ebenso handeln, ebenso wie die Fans des Vereins", forderte Schwusos-Chef Ansgar Dittmann. "Mit einer solchen Haltung ist Daum nicht mehr tragbar für den 1. FC Köln. Ein Trainer, der sich so äußert, kann nicht als Vorbild und Richtungsgeber für junge Fußballspieler dienen".

    Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
#3 chris1212Anonym
  • 27.05.2008, 16:22h
  • Auf meine Anfrage beim 1 FC kam diese lapidare Email - Daum ist einfach untragbar.

    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Meinungsäußerung. Alle zu diesem Thema bei uns eingehenden Emails werden gesammelt und in Auszügen dem Trainer vorgelegt.

    Sicherlich lassen die getätigten Aussagen unseres Cheftrainers Freiraum für falsche Interpretationen. Gemeinsam mit Herrn Daum haben wir zwischenzeitlich auf unserer Homepage klargestellt, daß er sich für den Kinderschutz im Allgemeinen einsetzt. Nur wurde er in diesem Fall eben zur Homosexualität im Fußball befragt. Aus unserer Presseveröffentlichung geht ebenfalls hervor, daß Herr Daum keinerlei Berührungsängste zu Menschen mit homosexueller Neigung hat.

    Die Position des 1. FC Köln zu Homosexuellen wurde nicht zuletzt dadurch gezeigt, daß am Freitagabend ein großer Aktionsabend gegen Homophobie im deutschen Fußball im RheinEnergieStadion veranstaltet wurde. An dieser Veranstaltung nahm auch der DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger teil.

    Wir hoffen, Ihnen die klare und tolerante Stellung seitens des 1. FC Köln gegenüber homosexuellen Menschen verdeutlicht zu haben.

    Herzliche Grüße

    1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V.
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 27.05.2008, 20:32hBremen
  • Antwort auf #3 von chris1212
  • Na ja, es ging ja nicht um die Toleranz des 1. FC Köln gegenüber Homosexuellen, sondern um Daums Aussage und wie der Verein nun mit Daum weiterhin verfährt, von daher ist die Antwort des Vereins absolut nichtssagend.
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#5 MalteAnonym