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  • 28. Mai 2008, noch kein Kommentar

Einer repräsentativen Umfrage zufolge befürwortet eine Mehrheit der Kalifornier die vom Obersten Gerichtshof angeordnete Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP haben damit die Ehe-Befürworter zum ersten Mal die Mehrheit. Landesweit werden kalifornische Schwule und Lesben voraussichtlich in gut zwei Wochen heiraten können, nachdem der "Supreme Court" des Staates ein Verbot der Homo-Ehe für verfassungswidrig erklärt hat (queer.de berichtete). In den bisherigen Umfragen lehnten die Kalifornier stets die Öffnung der Ehe ab, befürworteten aber Eingetragene Partnerschaften.

51 Prozent der Befragten sprechen sich den neuen Zahlen zufolge nun für die Ehe-Öffnung aus, 42 Prozent lehnen sie ab. Insgesamt wurden 1.052 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Der statistische Fehlerspielraum beträgt drei Prozentpunkte.

"Historischer Wendepunkt"

"Ich würde sagen, dass das ein historischer Wendepunkt ist", erklärte Umfragenleiter Mark DiCamillo. "Wir haben spekuliert, wann der Punkt kommen wird, wenn die Mehrheit die Öffnung der Ehe unterstützt. Nun ja, dieser Punkt ist jetzt erreicht." Vor 30 Jahren haben gerade einmal ein Viertel der Kalifornier die Ehe-Öffnung befürwortet. DiCamillo erklärte, die Wähler seien offenbar von der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes beeinflusst worden. Die Umfrage wurde wenige Tage nach dem Urteil der Richter durchgeführt.

Derzeit bereiten konservative Gruppen eine Volksabstimmung für November vor, die zum Ziel hat, das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in die Verfassung aufzunehmen. Mehrere andere US-Staaten haben bereits einen derartigen Verfassungszusatz. Sollten sie damit durchkommen, könnten nur Bundesrichter ein solches Verbot außer Kraft setzen – oder eine erneute Volksabstimmung. (dk)