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  • 29.05.2008           63      Teilen:   |

Transsexuelle Aktivistin gewinnt gegen Broder

Das Dortmunder Landgericht hat es dem "Spiegel"-Autoren Henryk M. Broder verboten, die transsexuelle Aktivistin Tanja Krienen als "antisemitischen Schlamperich" oder "Herr Krienen" zu bezeichnen.

Broder hatte diese Äußerungen in dem Online-Tagebuch "Die Achse des Guten" gemacht. Die meinungsstarken Kontrahenten streiten sich bereits seit rund zwei Jahren vor Gericht. Die Auseinandersetzung via Blogs war an Krienens angeblicher Verharmlosung von Päderastie entbrannt. Das führte zu gegenseitigen Schuldzuweisungen, wobei Broder seine Kontrahentin wiederholt auf nach Krienens Meinung zu persönliche Art angegriffen hatte, so dass sie klagte. Unter anderem hatte er geschrieben: "fraeulein krienen, zu schade, dass ich mich bei ihnen nicht mit einem tritt in die eier bedanken kann, sie verbloedeter paedo-eunuch."

Die Kammervorsitzende Stefanie Zohren-Böhmer entschied, dass Broder 250.000 Euro Ordnungsgeld zahlen oder sechs Monate ins Gefängnis wandern muss, wenn er die transphoben Beleidigungen wiederholt. Er selbst war nicht vor Gericht erschienen.

"Meinetwegen hätte es wirklich nicht zu diesem Prozess kommen müssen. Aber irgendwann ist einfach Schluss, beleidigen lasse ich mich nicht", erklärte Tanja Krienen am Rande des Prozesses gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Sie halte es für bedauerlich, dass "ein Publizist, der sich für eine freiheitliche Welt einsetzt, sich auf dieses Niveau begibt."

Broder ist wegen seiner pointierten Polemiken umstritten. Der Mitherausgeber des "Jüdischen Kalenders" schreibt u.a. für "Spiegel" und "Tagesspiegel". Er beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Nahostkonflikt, dem Islamismus, sowie dem Antiamerikanismus und Antizionismus der deutschen Linken. (dk)

Links zum Thema:
» Tanja Krienen
» Achse des Guten
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Tags: transsexuelle, tanja krienen, henryk m. broder
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Reaktionen zu "Transsexuelle Aktivistin gewinnt gegen Broder"


 63 User-Kommentare
« zurück  1234567  vor »

Die ersten:   
#1
29.05.2008
14:37:29


(+7

Von M


Naja, antisemitisch und homophob ist die Dame auf jeden Fall. Ihre Hetze gegen Schwule konnte mensch früher u.a. auf etuxx "bewundern". Zwischendurch schrieb sie Beiträge für die Naziseite altermedia. Und ihre früheren Auslassungen zur Pädophilie... (von denen sie sich allerdings jetzt distanziert und die sie nie so gemeint haben will)

Allerdings ist die Wortwahl von Henryk M. Broder einfach daneben, auch wenn ich seine Texte sonst eigentlich gut finde.


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#2
29.05.2008
15:17:29


(0

Von ehemaligem User roterginseng


"..Er beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Nahostkonflikt, dem Islamismus, sowie dem Antiamerikanismus und Antizionismus der deutschen Linken.."

das wäre ja noch gut, wenn es so wäre. kritik immer gut, entwicklung auch.
aber man kann die zwangsneurotischen vorwurfskram schon nicht mehr hören.

mich freut das urteil, der anlass ist weniger schön,
wenn sie denn antisemitisch ist.

broder ist ein deutscher prolongeur dessen, was vorgestern im britischen telegraph von zbigniew brzezinski zu lesen war, in etwa übersetzung:

‘Es beschränkt sich nicht nur auf die jüdische Gemeinschaft, aber bei manchen in der jüdischen Gemeinschaft gibt es eine Tendenz zum McCarthyismus’. Brzezinski bezog sich auf den republikanischen Senator, der in den 50ern die anti-kommunistischen Hexenjagden in Washington geleitet hatte.

‘Sie benutzen nicht Argumente, sondern beleidigen, diffamieren und dämonisieren. Sofort bezichtigen sie einen des Antisemitismus. Es ist schon ein wenig paranoid, jeglichen ernsthaften Versuch einer Kompromisslösung als anti-Israel zu erachten’.”

im original:

Link zu www.telegraph.co.uk

aber auch in der linksliberalen israelischen zeitung
haaretz, stöhnt man nicht nur mehr, sondern schreit:
aufhören, laßt uns in ruhe, hände weg von israel.

Link zu www.haaretz.com

ausschnitt übersetzung.

"...Dutzende jüdischer Vereine förderten und finanzierten das schändlichste Projekt, das wir hier je hatten vom One Israel Fund zum Hebron Fund, von amerikanischen Freunden des Ateret Cohanin bis Shuvu Banim. Sie mästen all die Siedlungen, einige offen, einige verdeckt.
Indem sie dies tun, verändern die Juden den Staat. Es geht dabei nicht nur ums Geld: der laute, eklatante jüdische rechte Flügel, der jede Demonstration einer anderen Meinung in Amerika im Keim erstickt, versucht nun, in Israel dasselbe zu tun. Camera, eine McCarthist-Gruppe, die Journalisten in den USA verfolgt, führt seine absurde Verfolgung und Verleumdungskampagne nun auch gegen israelische Medien durch. Auch das ist ein Teil einer gestörten Beziehung.
Es wird Zeit, das System neu zu organisieren, die Luft aus den Verbindungen zwischen der größten und zweitgrößten jüdischen Gemeinde der Welt rauszulassen – einer Verbindung, die seit langem die Dinge verdreht und die sogar schädlich geworden ist. Es ist an der Zeit, den amerikanischen Juden direkt zusagen, wie es unter Verwandten üblich ist: lasst uns allein! Hände weg von Israel! Hört auf, euer Geld dazu zu verwenden, um in Israel Einfluss zu gewinnen. Hört endlich damit auf, eure Interessen und Ansichten mit Spenden voranzubringen – sie sind zuweilen größenwahnsinnig und für die Zukunft unseres Landes, das ihr angeblich zu schützen versucht, äußerst gefährlich .
Nein danke, … Nein danke, einige von euch schaden uns sehr. Wenn ihr Einfluss gewinnen wollt, dann tut dies in eurem Land. Ihr habe eine Menge Macht und Einfluss dort – vielleicht zu viel. Es ist nicht unser Geschäft. Ihr seid amerikanische Bürger und keine israelischen Bürger, und keine Geldmenge kann oder soll dies ändern. Krieg und Frieden, soziale Gerechtigkeit und Regierung, Bildung und Religion sind in Israel allein Sache seiner Bürger...."

der gesamte artikel in übersetzung:

Link zu www.tlaxcala.es

eine junge autorin der "jüdischen zeitung " bemerkte vor kurzem zu recht:
"
zu border:
"Broder hat eine bedauerliche Wandlung vom großmäuligen Stilisten zum ressentimentgesteuerten Ätzer durchgemacht. Statt klarer Gedanken sind es primitive Reflexe, die in beinah jedem seiner Sätze gegen ihn verwendet werden können. Seine Spezialdisziplin ist der hinkende Vergleich: «Wenn alle Menschen zur gleichen Zeit in ihre Autos steigen würden, käme der Verkehr zum totalen Stillstand.» So wetterte Broder im «Tagesspiegel» gegen die Demokratisierung durch das Internet, da die Teilnahme potentiell Aller an der Meinungsbildung insgesamt «doof» mache....Ein älterer Mann will fortwährend provozieren und mischt doch nur Mediendreck auf...."
Quelle:

Link zu www.j-zeit.de

(die länge des textes geht der redaktion bestimmt schon auf den senkel. habe verständnis, wenn er nicht
gebracht wird: wg. hitze zu lang)

aber dies noch, wenn's nicht so seltsam wäre, wäre es ja lustig. vielleicht kann broder sich von seiner
erwerbsneurose befreien:

Link zu www.juedische.at

israelis sind normal gestört, wie wir auch.
die spezial illustre sekte oben, dürfte demnächst leiser
werden.

immer mehr menschen wehren sich gegen diesen schrott.


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#3
29.05.2008
15:39:42


(0

Von roterginseng 1
Antwort zu Kommentar #2 von roterginseng


nachtrag:

bevor wieder so ein nasenbär auf die idee kommt,
wo denn die schwule relevanz sei, möchte ich noch auf die demographische entwicklung der rassistischen nationalisten und orthodoxen in den no-go-areas
für schwule hinweisen. das werden bald eine million
sein, und das unter waffen !
also hochgradig abträglich für das ziel einer friedlichen zivlgesellschaft mit einem gediegenen schwulen lifestyle und weiterer schwuler emanzipation in israel.
von diesen fanatikern geht mehr gefahr aus,
als von jedem satten moslem.

man stelle sich den ein paar jahre älter vor,
mit freunden, waffen und expolisivstoffen.

Youtube-Video:


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#4
29.05.2008
15:42:22


(-2

Von ehemaligem User Fred_Israel


eine sehr unsympathische frau, die auch für den muslim markt schreibt, dieser gilt als islamistisch und wird vom verfassungsschutz boebachtet.

sie ist so weit "links" (?), dass sie schon am äußeren rechten rand wieder rauskommt, aber das kennen wir ja hier auch von anderen.

solidarität mit broder!

nicht umsonst hat broder den Börne-Preis 2007 gewonnen.

Link zu www.focus.de

mit einer der besten schriftsteller die wir momentan in deutschland haben, mit sehr viel ironie und polemik, vorallem seine spiegel berichte sind top.
ein wahrer antifaschist nach meinem gescmack, im gegensatz zur pseudolinken.

schade, dass ich zu dieser "frau" lieber nichts sagen kann.


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#5
29.05.2008
15:54:37


(+1

Von BauerHuber
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sie war links, heute hetzt sie gegen alles Linke. Fred hat mal wieder keine Ahnung.


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#6
29.05.2008
15:56:58


(-1

Von ehemaligem User Fred_Israel


man man man, mal eben gegoogelt über diese frau -die scheint ja komplett gestört zu sein.

"Thomas Krienen wurde 1957 in Hagen geboren. Zunächst liebäugelt er mit der SPD tritt aber in die DKP ein. Nach einem Umweg über die DS landete er schließlich bei der PDS. Inzwischen gibt es Sympathien für die NPD und DVU,"

und für das neonaziportal altermedia hat sie wohl auch geschrieben.

ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich ...

---

rotergingseng: HW bist du es, du schreibst auch immer am thema vorbei, mit den gleichen bildern und links wie früher, und außerdem versteht man dich auch nicht.
oder hast du noch einen zwiliingsbruder -LACH


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#7
29.05.2008
16:06:43


(-1

Von die doofe doris
Antwort zu Kommentar #4 von Fred_Israel


ja, diesen preis bekam er von 1 (i.w.: einem) juroren
zugesprochen
helmut markwort

Link zu www.arendt-art.de

markwort mag amerika auch....

Youtube-Video:


mach mal ne clip-kritik für doofe ?!!!!


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#8
29.05.2008
17:23:36


(+5

Von Katrin
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein Publizist hat eine große Macht und sollte sie verantwortlich einsetzen. Es ist nicht fair diese besondere Position auszunutzen, um hart an der Grenze zur Beleidigung gezielt die Vertreterin einer anderen Meinung um ihrer Transsexualität willen zu diffamieren und diskriminieren.


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#9
29.05.2008
17:56:40


(+2

Von Dirk


Im wesentlichen nur die geschönte, einseitige Sichtweise von Krienen. Broders Äußerung über den Tritt war eine Antwort auf Krienens "Ich schlage ihnen auf ihr Hackenkreuznäschen". Krienen selber, was leider in dem Artikel auch nicht vorkommt, erklärte mehrmals, das die Krankheit AIDS eine Erfindung sei und kein "normalfickender Jugendlicher" Aids bekommen können. Daneben fällt Krienen vor allem durch schwulenfeindliche Ausfälle auf. Schade, das sich ausgerechnet ein schwullesbisches Internetportal zur Plattform für so eine Person macht.


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#10
29.05.2008
18:12:33


(+4

Von Katrin
Profil nur für angemeldete User sichtbar


@9: In Deutschland gilt das "Auge um Auge" Prinzip nicht!


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