Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8833

In San Francisco fand das merkwürdigste Treffen von Fans der Autoerotik statt. Männer und Frauen stellten sich im Wettkampf um die meisten Orgasmen.

Von Christian Scheuß

Fast jeder tut es, man redet und witzelt gerne darüber, aber öffentlich Onanieren? Das trauen sich nur wenige. Beim alljährlich stattfindenden "Masturbate-a-thon" in San Francisco sind solche Tabus aufgehoben. Am vergangenen Wochenende widmeten sich Männer und Frauen ganz ungeniert der Selbstbefriedigung, sowohl als voyeuristische Zuschauer wie auch als exhibitionistischer Teilnehmer.

1995 fand dieses weltweit einmalige Event erstmals statt, und es war keine Erfindung irgendwelcher Pornoschuppen. Das "Center for Sex & Culture" initiierte die Veranstaltung, mit der man einen aufklärerischen Hintergrund verbindet. Im teilweise noch recht prüden Amerika ist Onanie noch immer mit einem Makel behaftet, und wird als ungute oder minderwertige Form der Sexualität betrachtet. Mit dem spielerischen und lustvollen Wichs-Marathon sammelt die Organisation zudem Gelder, um ihre allgemeine Sexualaufklärung zu finanzieren.

So zahlen inzwischen Hunderte von Besuchern 20 Dollar Eintritt, um sich irgendwo in den Räumen auf Matten zu legen und sich vor den Augen der Anderen selbst zu befriedigen, oder einfach nur zuzusehen, ohne selber einzugreifen. Auch über das Internet konnte man das Treiben gegen Zahlen einer Gebühr beobachten. Oder aber sich als virtueller Teilnehmer anmelden und per Webcam mitmachen.

Für Aufsehen sorgen die Wettbewerbe, die ein bisschen an Teenagerspiele erinnern. Wer spritzt am weitesten, wer wichst am längsten und wer bekommt die meisten Orgasmen? Ein junger Mann im Hippielook masturbierte mit Hilfe von tantrischen Techniken und kam auf 31 Orgasmen. Laut den Veranstaltern ein neuer Weltrekord. Sehr ausdauernd waren dagegen zwei Japaner, die nicht nur den weitesten Weg hinter sich hatten, um teilzunehmen. Sie brachten zu Promotionzwecken auch eine Onaniehilfe mit, die sogenannten Tenga-Cups, eine Art Einmal-Vagina aus weichem Kunststoff. Norihiro Taneichi und Masanobu Sato brachten es mit den Tenga-Hilfen auf 8 Stunden und 40 Minuten, dann brachen sie ihren gesetzten Rekord gemeinsam ab.



12 Kommentare

#1 Tim_ChrisProfil
  • 31.05.2008, 15:07hBremen
  • Wie heißt es doch so schön: "der Zweck heiligt die Mittel!" Hier ist es ein guter Zweck und die Mittel scheinen ganz amüsant. War sicher sehenswert.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AntichristProfil
  • 01.06.2008, 18:47hHH
  • 8 Stunden und 40 Minuten? Das nenne ich wirklich ausdauernd. Aber nachmachen möchte ich es dennoch nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 08.06.2008, 20:37h
  • Schon gar nicht mit einer "Einmal-Vagina"...

    Da hätte queer.de vielleicht eine passendere und appetitlichere Übersetzung finden können!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AntichristProfil
  • 09.06.2008, 07:10hHH
  • Antwort auf #3 von Sascha
  • Eben. Mit der schon gar nicht. Schließlich bin ich nicht umsonst schwul
    Doch wie will man "Einmal-Vagina" anders übersetzen, als eben mit "Einmal-Vagina"? Man kann aus der Vagina ja nicht einfach einen ästhetischen Arsch machen, selbst wenn Homoheiler dies Schwulen sicher gerne einreden würden.
    "Stell dir vor, diese Vagina ist ein Männerarsch!" Schon hast du keine Probleme mehr damit, eine Frau zu nageln. Zum fehlenden Schwanz kommen wir dann das nächste Mal
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 09.06.2008, 08:03hberlin
  • Antwort auf #2 von Antichrist
  • 8h40min; vieleicht der vorteil , hornhaut bewehrter, kupierter pimmel...
    brachte doch die beschneidung bisher eine orgasmusverzögerung von mindestens 3-4min pro act.
    Bei der betrachtung der ersatzmöse geht es doch mehr um die techniche hilfestellung durch reizanstöße als denn um eine bildliche anregung.
    Selbst einem hetero würde ich nur bei böswilligkeit unterstellen, die plastikröhre mit einer muschi zu verwechseln! Also gemach: wir können unbedenklich die hilfe (wenn gewollt ) nutzen, ohne uns der gefahr der mentalen umorientierung auszusetzen.
    Und seien wir mal ehrlich: wer von uns einem arsch und seine herrlichkeit mit einem plastikrohr verwechselt, hat es nicht besser verdient...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AntichristProfil
  • 10.06.2008, 07:50hHH
  • Antwort auf #5 von stromboli
  • Da ist durchaus was dran. Wenn man bedenkt, dass man Lesben auch keinen Dildo zum Spielen gibt, um sie zu Heten zu erziehen. Jedoch, wenn Homoheiler tatsächlich glauben, Homosexualität sei heilbar, dann glauben die auch diesen Stuß und bescheren Otto-Normal-Homo dadurch ungewollt therapeutischen Spaß
  • Antworten » | Direktlink »
#7 HannibalEhemaliges Profil
#8 Tim_ChrisProfil
#9 stromboliProfil
#10 Fred i BKKAnonym