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  • 02. Juni 2008, noch kein Kommentar

Das neue Album "Faithfully" der jungen Soul-Sängern Jenniffer Kae

Von Carsten Weidemann

In der Nähe von Lüneburg, hat Peter Hoffmann sein Studio, Urgestein in der deutschen Producerszene. Tokio Hotel ist bislang sein größter Wurf. Der erfahrene Studiomann ist kein Freund von Schnellschüssen. Nach den Aufbaujahren für Tokio Hotel möchte er jetzt mit einer Sängerin arbeiten und hört sich um. Jenniffer Kaes Stimme hat sich in seinem Kopf festgehakt. Er lädt sie zum Vorsingen ein, und Jenniffer wird schließlich Teil der Studiofamilie. Hoffmann hilft ihr, ihren eigenen Weg zu finden.

Vier lange Jahre probieren sie musikalische Konzepte. Man versucht es mit deutschen Texten, aber ihr musikalisches Sprach- und Rhythmusgefühl ist eindeutig international geprägt. So sucht Hoffmann den Schulterschluss zu dem englischen Songschreiber- und Producerteam Steve Chrisanthou und John Beck, das mit Corinne Bailey Rae, Michael Bolton und Tasmin Archer gearbeitet und große Erfolge erzielt hat. Sie erkennen das stimmliche Potential der jungen Sängerin auf Anhieb, und eine intensive Zusammenarbeit beginnt, in der Jenniffer nicht nur den Part der Interpretin innehat. Von Anfang an wird sie in die Textarbeit integriert, und ihr Vertrauen in ihre eigene Fähigkeit, sich auszudrücken, wächst.

"Es gibt Dinge, die sich ansammeln, bis man fast platzt – und die sich dann über die Musik und meine Stimme einen Weg nach draußen suchen." Positive wie negative. Bewusst oder unbewusst. Es geht um Soul, keine Frage. Mit einem Spektrum, so breit gefächert wie die Schattierungen des Seelenlebens eben sind. Und mit einer Leichtigkeit, die sämtliche Schranken zwischen R’n’B, Gospel und 60er-Jahre-Nostalgie nonchalant aus den Angeln hebt. Jenniffer Kae kann das: Emotionen zu Klängen, Geschichten zu Songs werden lassen. Geschichten, die das Leben jeden Tag aufs Neue schreibt.

Jenniffers Musik ist kein Kopfprodukt. Es wird geschrieben, wenn die Stimmung passt oder unverhofft eine Idee kommt – manche Songs wachsen und verändern sich über die Zeit völlig, es wird lange gefeilt, bis sie in ihrem hellsten Licht erscheinen. Und keiner weiß mehr so recht, wann sie eigentlich geschrieben wurden. Andere entstehen spontan in wenigen Augenblicken.
Sie singt mit einer unglaublich wandelbaren Stimme, die klanglich vor nichts halt macht. Aber ohne dabei jemals diese spielerische, mädchenhafte Art zu verlieren, die Jenniffer eigen ist – so paradox das klingen mag.

Schließlich ist es so weit, das erste Album "faithfully" liegt vor – und es wird kein Kaltstart werden: Drei von Jenniffer selbstgedrehte Clips kursieren auf YouTube und haben in Windeseile über 800.000 Clicks gesammelt. Die Fanbase wächst täglich.