Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8839

Trotz eines Demonstrationsverbotes nahmen am Wochenende eine Handvoll an insgesamt drei Demonstrationen durch Moskau teil und wurden dabei von Rechtsradikalen angegriffen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, nahm die Polizei 13 Personen fest, die meisten davon waren rechte Schläger. Diese hatten die Demonstranten mit Fäusten und Tritten attackiert. Vor dem Rathaus protestierten auch Mitglieder der Russisch-Orthodoxen Kirche mit Kruzifixen bewaffnet gegen den CSD.

Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow hatte bereits zum dritten Mal in Folge die Parade verboten (queer.de berichtete). Zuletzt hatte sogar der russische Präsident Dmitri Medwedew die Stadt aufgefordert, den CSD zu erlauben (queer.de berichtete). Homo-Aktivisten sehen in dem Verbot eine Missachtung ihrer Menschenrechte und klagen derzeit vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof.

"Ich appelliere an die Moskauer Behörden, die Rechte der Lesben und Schwulen auf Versammlungsfreiheit endlich zu respektieren und warne vor ungesetzlichen Übergriffen der Staatsmacht", erklärte Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Er hatte die letzten beiden Jahre am CSD in Moskau teilgenommen und wurde letztes Jahr von den Behörden festgenommen (queer.de berichtete).

Beck kritisierte auch, dass die Moskauer Polizei ohne gerichtliche Erlaubnis die Tür einer Wohnung aufbrechen wollte, aus der ein Transparent herausgehängt worden war, auf dem Bürgermeister Juri Luschkow kritisiert wird und die Rechte der Lesben und Schwulen eingefordert wurden. Es ist unklar, ob die Polizei erfolgreich war. "Dies ist Anlass zur Sorge um die Sicherheit der Personen, die sich in der Wohnung aufhalten", so Beck. (dk)



CSD Sarajewo nach Ausschreitungen abgesagt

Die Organisatoren des ersten schwul-lesbischen Festivals in Sarajewo haben alle weiteren Veranstaltungen abgesagt, nachdem ein Mob am Mittwoch Teilnehmer angegriffen hatte.
Ausschreitungen beim CSD Sarajewo

Am Mittwochabend haben Dutzende meist junger Männer versucht, den Start des ersten CSD in Sarajewo zu verhindern – mindestens ein Polizist, zwei Journalisten und mehrere CSD-Teilnehmer wurden verletzt.
Gewaltdrohungen vor CSD: Amnesty appelliert an bosnische Behörde

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat an die bosnischen Behörden appelliert, Gewalandrohungen gegen CSD-Teilnehmer ernst zu nehmen und für einen reibungslosen Ablauf der ersten Gay-Pride-Veranstaltung in Sarajewo, die vom 24. bis zum 27. September stattfindet.