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Kommentare zu:
Homo-Ehe: Katholische Kirche warnt vor "Untergang"


#31 antosProfil
  • 06.06.2008, 19:40hBonn
  • Antwort auf #30 von schwarzwaldbub
  • "unter Lesben und Schwulen gibt es eben auch spirituelle Menschen."

    Was heisst das schon, 'Spiritualität'? Bei den meisten wohl nur: Geführtwerdenwollen, Gehaltenseinwollen, Aufgehobenseinwollen. Klare Befehle. Alles dies sind - verständliche - Kinderwünsche. Zusätzlich etwas neblige Stimmung, die das Leben interessanter, auch geheimnisvoller macht.

    Bei denjenigen, die sich intensiv intellektuell mit Religion, z. B. dem Christentum befassen, merkt man, dass sich der Gottglaube irgendwann verflüchtigt. Der Theologe Hans Küng z. B. [den ich sehr schätze] hat ein wunderbar detailreiches gelehrtes Buch über 'Wesen und Geschichte' des Christentums geschrieben. Nach der Lektüre komme ich zu dem Schluß: der glaubt an gar nichts. Nur der Ton, die Formulierungen bleiben immer etwas weihevoll - aus Pietät vorm toten Gott.

    www.amazon.de/Das-Christentum-Geschichte-Hans-K%C3%BCng/dp/3
    49205062X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1212773547&sr=8-3
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#32 AntichristProfil
  • 06.06.2008, 19:53hHH
  • Antwort auf #30 von schwarzwaldbub
  • Was uns zu der interessanten Frage bringt: WOZU überhaupt Religionen? Wenn man, wie Tim_Chris bereits bemerkte: "die Menschen zum selbständigen Denken und verantwortungsbewussten Umgang mit sich selbst und anderen anhalten" würde, könnte man auf solche Institutionen wie Religionen gänzlich verzichten. Zum Wohle der Menschheit.
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#33 SaschaEhemaliges Profil
  • 06.06.2008, 20:26h
  • Antwort auf #30 von schwarzwaldbub
  • "Religion ist menschlich."

    Die Geschichte der Religionen ist eine Geschichte der Menschenverachtung, Unterdrückung und Herrschaftsausübung und nichts anderes. Man sollte nicht "Glauben" - eine durch und durch individuelle und private Angelegenheit - mit (organisierter) "Religion" verwechseln, in der faschistoide Machtapparate auf der Basis selbsternannter Propheten und selbstkonstruierter, mit Gewalt durchsetzter "Märchenbücher" die Ängste und Minderwertigkeitsgefühle von Menschen ausnutzen, um Macht zu gewinnen und sich von den "frommen" Untertanen alimentieren zu lassen.

    Es ist ein politischer Skandal, dass die betreffenden Sekten auch nur in einem einzigen, angeblich demokratischen Land weiterhin per staatlichem Dekret finanziert werden.

    Und ein Zeichen der völligen historisch-politischen Un-Bildung, dass so viele Menschen diesem Schwachsinn immer noch hinterher laufen bzw. dessen Omnipräsenz in unserer Gesellschaft und deren "Normen-" und "Wertesystemen" weiterhin unreflektiert dulden.
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#34 schwarzwaldbub
  • 06.06.2008, 21:41h
  • Ooups, jetzt missversteht Ihr mich aber!

    Wie gesagt würde ich ein Verbot der meisten Religionsgemeinschaften voll und ganz unterstützen – besonders ein Verbot der römischen Kirche - wegen extremistischer Umtriebe und geduldetem Kindsmissbrauchs…

    … wenn man in die Landschaft schaut, scheinen Religionsgemeinschaften in erster Linie dazu zu dienen, Kriege anzuzetteln und Hass gegen Mitmenschen zu säen – gute Gründe für eine laizistische Gesellschaft!

    Trotzdem: die meisten Menschen haben einen spirituellen Sinn – kein Wunder, wenn viele Opfer extremistischer Sekten werden.

    Ich bleibe dabei: Lesben und Schwule sollten Ihre eigenen Kirchen gründen, um ihre Spiritualität unbehelligt leben zu können.

    Ich bin ohne Gott glücklich – wer Religion möchte, sollte das in einer normalen Gemeinde dürfen! Religion und Verantwortung schließen sich nicht aus – ich kenne genug religiöse Leute, vor denen ich als Atheist Respekt habe.

    Noch einmal mein Aufruf: Tretet aus den Kirchen aus! Keinen Pfennig für die homophoben Religionsgemeinschaften!!! Ob sich jemand homophob, antisemitisch oder rassistisch äußert: Es läuft auf das Gleiche hinaus!
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#36 Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)Anonym
#37 SaschaEhemaliges Profil
  • 07.06.2008, 00:27h
  • Antwort auf #34 von schwarzwaldbub
  • Wer wirklich glaubt, braucht dafür keine "Kirche". Eigentlich steht wahrhaftiger Glaube einer wie auch immer gearteten, organisierten Religion oder "Glaubensgemeinschaft", bei der sich IMMER einige wenige über andere erheben und Dogmen gepredigt werden, diametral entgegen. Die Funktionen von Religion waren immer und werden immer Herrschaftsausübung, Machtsicherung und Unterdrückung von Menschen durch Ausnutzung von deren Ängsten und Minderwertigkeitsgefühlen bleiben.

    Das beste Mittel dagegen: eine umfassende und kritische politische Bildung und Erziehung, die die zentralen Werte von Freiheit, Gleichheit und Demokratie konkret vermittelt und erfahrbar macht.

    Nichtsdestotrotz hat niemand hier ein "Verbot" der Kirchen gefordert (das wäre mit der Glaubensfreiheit in einer Demokratie ebenfalls nicht vereinbar) , sich aber sehr wohl jede Einflussnahme der Kirchen auf unsere politische und gesellschaftliche Entwicklung verbeten, ebenso wie jede Form der direkten oder indirekten Diskriminierung, Verunglimpfung und Demagogie.
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#38 KritikerAnonym
#40 KonstantinEhemaliges Profil

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