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Nach Beschwerden von Ägypten, Jamaika und Simbabwe werden drei Homo-Gruppen aus einer Konferenz von UN AIDS ausgeschlossen.

Die Ägyptische Initiative für persönliche Rechte (EIPR), Schwule und Lesben für Simbabwe (GALZ) und die jamaikanische Gruppe J-FLAG dürfen damit nicht mehr an der Konferenz am 10. Juni in New York teilnehmen.

Die Generalversammlung hat bereits im letzten Jahr eine Liste von Nichtregierungsorganisationen erstellt, die an dem Großereignis teilnehmen sollen. Darin waren auch die drei Homo-Gruppen genannt. Sie war ursprünglich von den Vereinten Nationen genehmigt worden. Jetzt haben aber die drei Regierungen Einspruch gegen die Teilnahme der Homo-Gruppen ihrer Länder erhoben – die UN lud die Aktivisten daraufhin aus.

"Dieses Treffen sollte Menschen Zugang zu HIV-Prävention und Behandlung geben", erklärte Joe Amon von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. "Es ist heuchlerisch und widersinnig, wenn UN-Mitgliedsstaaten die Teilnahme von Organisationen stoppt, die dafür eintreten, dass die Politik wirklich allen HIV-Betroffenen hilft."

Erst vor wenigen Tagen hat Uganda angekündigt, Schwule nicht in die HIV-Prävention aufzunehmen (queer.de berichtete).

Die drei Gruppen zeigten sich enttäuscht: "Jamaikas einzige Homo-Organisation ruhigzustellen untergräbt die Bestrebungen, gegen HIV und Aids vorzugehen", erklärte Jason McFarlane von J-FLAG. "Die jamaikanische Regierung hat selbst zugegeben, dass Homophobie die HIV-Epidemie anheizt."

Bei Treffen der UN-Vollversammlung in den Jahren 2001 und 2006 haben sich alle Staaten verpflichtet, bis 2010 "universellen Zugang" zu HIV-Prävention und Behandlung zu gewähren.

Aus anderen Ländern werden mehrere Homo-Gruppen teilnehmen. Für Deutschland ist unter anderem die Deutsche Aids-Hilfe bei der Konferenz dabei. (dk)



#1 RabaukeAnonym
  • 06.06.2008, 09:50h
  • Ich Glaube, es hackt? Man sollte diese drei Länder ganz deutlich darüber aufklären, daß HIV und Aids keine "Geschlechter", "Hausnummern" oder "von Gesicht und Nasen ausgeht!!!!! Es geht ALLE und JEDEN etwas an. Nehmt es mir nicht übel, aber manchmal möchte man ausholen und reinkloppen!
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#2 CarstenFfm
  • 06.06.2008, 12:18h
  • Vielleicht sollte man leiber diese 3 Länder ausschließen.

    Schuld an der Verbreitung von HIV gerde in der 3. Welt sind doch gerade Regierungen die eine Aufklärung verhindern, manchen Regierungen ist es doch ganz recht, wenn Schwule an AIDS sterben.
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 06.06.2008, 12:46hBremen
  • Wie bekloppt ist das denn?
    Gibt es keine Möglichkeit die UN eines besseren zu belehren und diese drei Organisationen zur Konferenz wieder einzuladen?
    Wie soll denn gerade in diesen drei Ländern, in denen Homophobie ein Staatsproblem ist und Schwule und Lesben noch massiv verfolgt werden, eine vernünftige Aids Prävention stattfinden, wenn gerade die wichtigsten Organisationen von der Konferenz ausgeschlossen werden? Das zeigt doch eigentlich schon mehr als deutlich, dass diese drei Länder überhaupt nicht vorhaben, irgendetwas gegen die Ausbreitung von HIV/Aids zu unternehmen, sondern weiter massiv gegen Homosexuelle vorzugehen und die Heterosexuelle Gesellschaft weiter im Unklaren über die Ansteckung zu lassen. Da kann man dann die Homos mal wieder getrost zum Sündenbock machen. Die Heten haben keinen Ahnung und die Homos können sich nicht wehren. Wenn nicht mal die UN diese Organisationen zulässt, muss ja was dran sein, an der Gefährlichkeit dieser Homogruppen.
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#4 alexander
  • 06.06.2008, 14:05h
  • ja, ja, die bösen schwulen haben aids "erfunden" !

    es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass diesen regierungen eine plattform gegeben wird !

    vor allem, über welchen sachverhalt "beschweren " sich diese idioten ?????

    gerade in diesen ländern sind mehr heteros als homos betroffen, eben weil durch die gegend gepoppt wird bis die schwarte kracht.
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#5 xyAnonym
  • 06.06.2008, 19:05h
  • Nun ja, wieviel bei UN-Konferenzen herauskommt - ebenso wie bei allen anderen Veranstaltungen dieser Quatschbuden-Organisation -, hat man gerade in Rom bei der "Welternährungskonferenz" gesehen. Wie stark gerade z.B. in Simbabwe Heterosexuelle von HIV/Aids betroffen sind, wurde bereits erwähnt. Und daß sich gerade an diesem Land, wo die Menschen noch viel mehr Probleme haben, niemand die Finger schmutzig machen will, weiß man auch: So lange der Tyrann nur irgendwann mal den Freiheitskämpfer gegeben hat und Schwarze Schwarze umbringen, ist alles in Ordnung. Die Industriestaaten wollen sich nicht dem üblichen Vorwurf aussetzen, sich in afrikanische Angelegenheiten einzumischen, und wie gut die Afrikaner ihre eigenen Angelegenheiten geregelt kriegen...
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#6 FinnAnonym
  • 07.06.2008, 11:48h
  • Soweit sind die UN also schon: drei Staaten können fast 200 anderen Staaten vorschreiben, wer Grundrechte hat und wer nicht.

    Und gerade wenn es um tödliche Krankheiten geht ist dieses Einknicken der UN unverantwortlich!!
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#7 KrokoAnonym
#8 Tufir
  • 18.06.2008, 16:27h
  • Antwort auf #2 von CarstenFfm
  • "Vielleicht sollte man lieber diese 3 Länder ausschließen."
    Damit sprichst du vermutlich das Problem an. Wenn man die Wahl hat, drei Länder an einem Kompromis zu beteiligen und damit Leben zu retten, darf man dann aus dem Idealismus einer westlichen Auffassung von Recht und Political Correctness darauf verzichten? Oder umgekehrt betrachtet: Darf man, nur um möglicherweise Leben zu retten, am Status Quo in einigen Ländern festhalten und diesen möglicherweise weiter zementieren?
    Ich verstehe die Motive, aber sie ärgern mich. dennoch
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