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Ein Sprecher der Russisch-Orthodoxen Kirche nannte Homosexualität eine "zerstörerische Sünde" und erklärte, dass Schwule per se unglücklich seien.

Erzpriester Vselvolod Chaplin rief Homosexuelle in der populären russischen Zeitung "Komsomolskaja Prawda" auf, ihr Leben zu verändern und sich der Kirche zuzuwenden. "Solche Leute sind tief unglücklich. Ich weiß das aus Beichten und mehreren Lebensgeschichten", so Chaplin. "Es ist kein Zufall, dass sie früher sterben und mehr Selbstmorde begehen. Außerdem sind mehr Drogenabhängige und Alkoholiker unter ihnen. Die liebende Kirche akzeptiert natürlich jeden, auch die die Leidenschaft für Menschen des gleichen Geschlechts empfinden. Aber nur weil die Kirche sie liebt, sagt sie trotzdem das Unisex-Liebe eine Sünde; eine zerstörerische Sünde."

Chaplin erklärte ferner, dass er weder ein "homophober noch ein lesbiophober Mensch" sei. Er sehe es aber als seine Pflicht an, vor den Gefahren der Homosexualität zu warnen.

Der Hardliner hat sich bereits mehrfach gegen Homosexualität ausgesprochen. So appellierte er im vergangenen Jahr an Lehrer, "Schwule und Prostituierte" nicht als Vorbilder anzupreisen (queer.de berichtete). Auch andere Vertreter seiner Glaubensrichtung polemisieren gegen Homosexualität: So verglich Anfang des Jahres der Metropolit Kyrill, der "Außenminister" der Russisch-Orthodoxen Kirche, in einem "Spiegel"-Interview Homosexualität mit Pädophilie (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

39 Kommentare

#1 Katrin
  • 09.06.2008, 17:21h
  • Wenn man Lebensqualität mit glücklich sein gleichsetzt, sind Homosexuelle in der Tat unglücklich, so wie jeder andere Mensch, der aus welchen Gründen immer, diskriminiert wird. Ob man allerdings sein Glück in der orthodoxen Kirche finden wird, ist fraglich, insbesondere, da die Kirche Homosexuelle in aller Offenheit diskriminiert, also einen großen Anteil an dem Unglück hat. Auch in Deutschland erfahren Homosexuelle Einbußen an Lebensqualität und auch hier hat die Kirche eine Mitschuld.

    Man will also den Teufel mit dem Belzebub austreiben zum Zwecke einer miesen Abzocke. Diese, man könnte schon sagen „genial satanische“, Idee werden wir mit Sicherheit von anderen Zahlvereinen demnächst wieder hören.
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#2 HannibalEhemaliges Profil
  • 09.06.2008, 17:35h
  • Wer ist schon glücklich? Heteros sicher auch nicht unbedingt! *lach* Obwohl ich mich sicher nicht als unglücklich bezeichnen würde.
    Aber inzwischen habe ich mir abgewöhnt, mich über diese christlichen (oder welche Sekte sie sonst angehören) Schwachmaten aufzuregen.
    Im Grunde sollten diese Menschen uns leid tun, da sie außer ihrem Glauben nichts haben, das ihr kleines armseliges Leben erfreut. Und was ist dieser Glaube? Ein riesiger Furz ohne irgendwelchen Background. Das einzig erschreckende daran ist, dass so viele Menschen an diesen Schwachsinn glauben und ihn für bare Münze nehmen. Und ich habe in letzter Zeit wirklich das Gefühl, dass immer mehr Leute sich von diesen Sekten verblenden lassen.

    Wenn ich allerdings solchen Dreck lesen muss wie: "die liebende Kirche", kann ich gar nicht so viel kotzen, wie ich eigentlich möchte. Die Kirche ist im Grunde (bzw. Religion im Allgemeinen) die einzige Institution, die den meisten Hass zwischen den Kulturen und auch zwischen den Menschen schürt. Da frage ich mich doch, warum das außer ein paar Leuten niemanden auffällt und warum nicht endlich jemand diesen Auswüchsen einhalt gebietet. Da sitzen irgendwelche katholischen Schlampen in politischen Ämtern und wenn eine Gesetzesänderung ansteht, mecker die kIrche rum? Die haben bei sowas doch ganz fix ihr dummes Maul zu halten! Oder ist Deutschland neuerdings ein Gottesstaat?
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#3 ach...Anonym
  • 09.06.2008, 17:37h
  • naja, das glück springt diesem triefauge eigentlich auch nicht aus der ganovenvisage.
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#4 KonstantinEhemaliges Profil
  • 09.06.2008, 17:41h
  • Wenn ich sone Speckfresse hätte und als Klemmschwester im religiösen Zölibat leben müsste, wie Herr Chaplin, wäre ich sicher auch unglücklich!
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#5 roterginsengEhemaliges Profil
#6 Katrin
  • 09.06.2008, 18:41h
  • Antwort auf #2 von Hannibal
  • Christlicher Glaube ist kein Furz, sondern die Befriedigung des Selbsterhaltungstriebes. Da strampeln wir uns ab um zu Überleben und dann kommt gar nichts nach dem Tod. Da ist es doch schön, wenn man in den Evangelien die Verheißung für ein Leben nach dem Tode bekommt. Dies entspricht einem Grundbedürfnis von uns Menschen; es kommt zwar nicht mehrfach jeden Tag wie der Hunger, aber es ist immer da. Diesen Businesscase besetzt die Kirche und das sehr geschickt und kassiert dafür. Wer Seelenheil verkauft muss sehr konservativ sein, ansonsten beginnen die Zweifel der Gemeinde an der eigenen Institution. Es darf kein Zweifel an der Bibel aufkommen, also werden Nebenkriegsschauplätze gegründet, auf denen sich die selige Gemeinde austoben kann. Göbbels hatte das sehr gut begriffen und ins Wort umgesetzt. Weniger sprachgewaltig, aber immer noch wirkungsvoll kommen daher die geistlosen Dreschkampagnen aus dem kirchlichen- und konservativen Lager. Und da wird sich auch nichts dran ändern, solange Staat und Kirche nicht getrennt sind, nicht in Russland und nicht in Deutschland.
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#7 Tim_ChrisProfil
  • 09.06.2008, 18:50hBremen
  • "Wenn man Lebensqualität mit glücklich sein gleichsetzt, sind Homosexuelle in der Tat unglücklich, so wie jeder andere Mensch, der aus welchen Gründen immer, diskriminiert wird."

    Womit du mir die Worte aus dem Mund nimmst.
    Und wer ist wohl Schuld daran, dass die Menschen überhaupt erst wegen ihrer Sexualität diskriminiert werden? Na?
    Richtig, 2000jährige Selbstbeweihräucherung und Moralfaschismus, oder wie man das aus einer Schweizer Werbung kennt, wenn auch von mir nicht für ein Bonbon, sondern auf Homophobie angewandt: "Werr hats errfunden?" Nein, nicht die Schweizer, sondern die Kirche.
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#8 antos
  • 09.06.2008, 18:59h
  • Stimmt, was der Erzpriester da auf dem Foto so ausstrahlt, scheint eher von der dunklen, von seinem Herrn geprüften Sorte zu sein.

    Eine veränderte Bildunterschrift würde sein Anliegen aber schon besser unterstützen: "Wieder hat Glücksexperten Vselvolod Chaplin der Notruf eines prä-suizidalen betrunkenen Schwulen erreicht. Sofort setzt er sich in sein Vselvolodomobil und...". Top-TV-Sendung! Überhaupt: wäre ich sein Medien-Berater, würde ich ihm auch dringend dazu raten, im Text deutlich mehr aus sich herauszugehen. Vselvolod, gib mehr, hol die Leute da ab, wo sie stehen - und wenn sie anlässlich des nächsten CSDs zufällig kurz vor deiner Kirche stehen, sei kein Frosch, bitte sie hinein! Lade alle verirrten und verwirrten Lesben und Schwulen zum wahren Glauben und zum echten Leben hinein in deine Kirche ein - so wie es die liebende Kirche andernorts neuerdings ja auch schon mal tut. Keine Angst, Vselvolod, Du weißt es ja selbst - die werden der Einladung nicht folgen. Täten sie es plötzlich und spaßeshalber doch mal, stell dir nur vor, Vselvolod - deine auschließende Kirche würde auf der Stelle zusammenbrechen!

    Wie es der kluge Peter Sloterdijk in x anderen Zusammenhängen* immer wieder erwähnt: Die Einladung an alle in den Schoß der jeweils alleinseligmachenden Kirche wird überhaupt nur ausgesprochen, weil der jeweils Einladende genau weiß: es folgen nur die wenigsten, wenn überhaupt. Alles andere wäre auch der Tod des elitären und nur vom Ausschluss lebenden Drecksapparats.

    * = z. B. in diesem sehr lesenswerten Buch:
    www.amazon.de/Gottes-Eifer-Kampf-drei-Monotheismen/dp/345871
    0043/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1213030421&sr=8-1
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#9 alexander
  • 09.06.2008, 19:10h
  • nur noch widerlich, die speckbacke kennt sich in meinem leben aus ?????
    und das in dem bauernvolk ?
    wenn man mal von der mafia absieht ?

    immer schmierig gewesen, pfui deibel !

    das einzig gute in russland war katharina die grosse, ist schon länger her, aber sie war deutsch !

    den rest der mischpoke kann man gern vergessen, wie die geschichte uns gelehrt hat !
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#10 ohne wodkaAnonym