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Da die britischen Inseln bei der Fußball-EM keinen Vertreter schicken durften, können sich den Sportbegeisterten dort ganz auf die schwule Rugby-WM konzentrieren.

Von Dennis Klein

Am Freitag, den 13. geht der Spaß los: Über 800 Rugby-Spieler haben sich für den Bingham Cup (oder Gay Rugby World Cup) angemeldet, der dieses Jahr in der irischen Hauptstadt Dublin ausgetragen wird. Der körperbetonte Sport, der American Football wie einen Kindergeburtstag erscheinen lässt, ist vor allem im Commonwealth populär – und das auch unter Schwulen. Nur in Deutschland spielt Rugby kaum eine Rolle.

Der Bingham Cup ist ein Mega-Event: Die WM ist immerhin die größte internationale Teamsportveranstaltung, die Irland 2008 erlebt. Benannt ist der Cup nach dem schwulen Rugby-Spieler Mark Bingham, der am 11. September 2001 im Alter von 31 Jahren bei den islamistischen Terror-Anschlägen in den USA ums Leben kam. Er war Passagier im United-Airlines-Flug 93, der in Pennsylvania abstürzte. Es wird angenommen, dass Bingham bei der versuchten Zurückeroberung des Flugzeugs maßgeblich mitgewirkt hat. So taucht er auch in dem TV-Film "Flight 93" sowie in der Kino-Produktion "Flug 93" als einer der Passagiere auf.

Bereits drei Mal wurde der Bingham Cup ausgetragen: 2002 war San Francisco Gastgeber, 2004 London und 2006 New York. Am erfolgreichsten schnitt bislang Binghams Team San Francisco Fog ab – die Amerikaner gewannen das Turnier zwei Mal. Dieses Jahr gilt aber eine andere Mannschaft als Favorit. Der größte irischen Buchmacher Paddy Power sieht die Sydney Convicts mit einer Quote von 15:8 als wahrscheinlichste Gewinner. Darauf folgt San Francisco Fog (3:1) und die Londoner Mannschaft King’s Cross Steelers (4:1). Paddy Power ist auch der Hauptsponsor der Großveranstaltung.

Rugby erlangte besonders in Frankreich Kultstatus unter Schwulen, nachdem sich der Sport anderen Zielgruppen öffnen wollte. Insbesondere die Pariser Mannschaft Stade Français hat viele Homo-Fans: Das Team, das auswärts in rosafarbenen Trikots antritt, hat nicht nur mit Gloria Gaynors "I Will Survive" eine recht schwule Vereinshymne. Besonders der Kalender Dieux du Stade" ("Götter des Stadions") ist selbst unter Mannschaftssport-Verächtern populär: Hierin präsentieren sich die hübschen Athleten nach antikem Vorbildern – und das ganze splitterfasernackt. Einen Ballack oder Podolski hat man so noch nie gesehen…



#1 alexander
  • 09.06.2008, 19:27h
  • der lacher, früher meinte man veranstaltung, jetzt in neudeutdch "event", und jeder idiot macht mit, neue terminilogie, werbefuzziss, oh mein gott, wir hatten mal intellektuelle ohne schwarze klamotten.
    wirklich der brüller !!!!
    und der kindergeburtsteg, halöle
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#2 Tim_ChrisProfil
  • 10.06.2008, 06:51hBremen
  • Ist ja schon erstaunlich. In der vermutlich härtesten Teamsportart, im Rugby, sind Schwule selbstverständlich und werden als Spieler genauso gefeiert wie ihre heterosexuellen Kollegen. Nur zum Fußball, ein Spiel, das manches Kindergartenkind bereits aus dem FF beherrscht, hält man Schwule für zu dämlich. Daran sieht man doch mal wieder, wie lächerlich sich nicht nur die Kicker selbst, sondern auch deren Fans mit ihrer aufgesetzten Homophobie machen.
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