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Junge Männer haben in Amsterdam ein schwules Model und in Berlin Drag Kings überfallen – jetzt wird vor einer Eskalation gewarnt.

In Kreuzberg sind am Wochenende mindestens drei Drag-Künstlerinnen zusammengeschlagen worden. Andere Quellen sprechen sogar von acht Opfern. Mindestens eines musste mit starken Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Frauen waren um 6 Uhr morgens aus dem Veranstaltungszentrum SO 36 gekommen, in dem ein Drag-Festival stattfand, und wurden von einer "Gruppe großer, bulliger Türstehertypen" ohne Provokation angegriffen, meldet die "taz". Die Täter stehen offenbar mit der rechtsradikalen türkischen Organisationen "Graue Wölfe" in Verbindung. Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg verurteilte die Angriffe "aufs Schärfste", erklärte dessen Sprecher Safter Cinar.

Demo gegen Gewalt

Am Montagabend haben daraufhin über 1.000 Menschen spontan in Kreuzberg gegen die Übergriffe protestiert. Die Veranstalter erklärten, dass die "Ereignisse der letzten Zeit" beweisen würden, dass es sich bei dem Übergriff um keinen Einzelfall handele.

Derweil sorgt in Amsterdam ein Überfall auf ein schwules Model für Aufregung, der sich bereits am 30. April, dem Königinnentag, abgespielt hat und erst jetzt international Beachtung fand. Der 20-jährige Mike Du Pree war auf einem Laufsteg am Rembrandtplatz, in dem er für Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen warb, von zehn jungen Männern verprügelt worden. Die offenbar muslimischen Täter brachen ihrem Opfer dabei die Nase. Noch ist unklar, ob die Täter verhaftet worden sind. Homo-Aktivisten kritisieren die Polizei wegen Untätigkeit.

"Wir fühlen uns nicht mehr sicher"

Sowohl in Berlin als auch in Amsterdam fühlen sich Schwule und Lesben bedroht von gewaltbereiten Männern muslimischen Hintergrunds. Jennifer Delano, Organisatorin der Amsterdamer Modenschau, erklärte gegenüber dem "Gay Krant", Amsterdam sei keine tolerante Stadt mehr. Das Homo-Magazin warnt daher vor einer Eskalation. Politiker fordern Konsequenzen: "Das zeigt, wie stark sich die islamischen Schwulenverprügler fühlen", erklärte Martin Bosma, Abgeordneter der liberal-konservativen Partij voor de Vrijheid.

Die Veranstalter des Berliner Drag-Festivals sprechen von sich häufenden Überfällen auf Homo- und Transsexuelle in der Gegend. "Doch wir lassen uns die Straße nicht verbieten", erklärte trotzig Pia Thilmann, Mitorganisatorin des Festivals. (dk)



156 Kommentare

#1 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 10.06.2008, 18:12h
  • DANKE! für den beitrag!
    mehr sage ich erstmal nicht und halte mich erstmal raus,mal sehen wie die diskussion verläuft - wurde eigentlich schon bis zum erbrechen in einem anderen faden gesagt.
    passt aber bloß auf,dass di junge welt diesen beitrag nicht sieht

    www.jungewelt.de/2008/04-25/011.php

    hihi
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#2 roterginsengEhemaliges Profil
#3 POLYLUXAnonym
  • 10.06.2008, 18:33h
  • Bei Veranstaltungen in Kassel (2.500 Personen) und Frankfurt am Main (350 bzw. 1.200 Personen) setzten sich 40 bis 50 junge Türken, darunter viele Anhänger der Jugendorganisation der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), auch Graue Wölfe genannt, von den übrigen Teilnehmern ab. Einzelne dieser Personen waren vermummt und entzündeten bengalische Feuer. Es ist damit zu rechnen, dass auch in Zukunft bei Veranstaltungen von extremistischen türkischen Nationalisten Versuche ausgehen, Konflikte zwischen beiden Gruppen (Türken/Kurden) auszulösen.
    LKA Hessen vie Innenministerium

    de.youtube.com/watch?v=Fpj_yP1qj0U

    deutschland, den deutschen
    china, den chinesen
    frankreich, den franzosen
    israel, den israelis
    türkei, den türken

    nationalisten pack, oft rassistisch
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#4 xyAnonym
  • 10.06.2008, 18:35h
  • Zu Amsterdam kann ich nichts sagen, aber wer in dem Stadtteil, nach dem das "SO 36" benannt ist, also dem Osten Kreuzbergs, einfach nur die Augen offen hält, sieht: Die Alternativszene, die hier in den siebziger und vor allem achtziger Jahren ihre Hochburg hatte, ist weitgehend verschwunden, übriggeblieben sind nacktes soziales Elend und längst das Viertel dominerende Gruppen mit gewissem Hintergrund. Fast könnte man befürchten, daß man schon froh sein darf, wenn rund ums Kottbusser Tor nicht demnächst die Scharia eingeführt wird.

    Doch davor ist die Bezirksverordnetenversammlung! Das Parlament - zu rund neunzig (!) Prozent besetzt mit Vertretern von SPD, Grünen und "Linken" - nimmt sich natürlich intensiv der wichtigsten Probleme des Bezirks an. So wurde letzte Woche verkündet, daß die Plakatwerbung für Tabak verboten werden soll. Die Dealer, die bspw. am Kottbusser Tor ganz offen Drogen in breiter Auswahl feilbieten, wird das sehr beeindrucken. Und ein großes, seit langem verfolgtes Projekt konnte Ende April auch endlich erfolgreich abgeschlossen werden: Ein Straßenstück, in dem die "taz" sitzt, deren Wunsch gemäß nach Rudi Dutschke zu benennen. So viel zum Realitätssinn linker Weltverbesserer.
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#5 malleAnonym
  • 10.06.2008, 18:46h
  • Weil ihr mal wieder alles rassifiziert hier die ursprüngliche erklärung des drag festivals:

    "In der Nacht vom 07. auf den 08. Juni kam es in Berlin-Kreuzberg zu einem brutalen homophonen Übergriff.

    Sieben Gäste des Drag-Festivalls, dessen Abschluß-Party an diesem Abend im SO36 stattfand, wurden auf dem Nachhauseweg am Mariannenplatz von mehreren Männern aus drei vorbei fahrenden Autos mit homophoben Sprüchen bepöbelt. Diese sprangen kurz darauf aus ihren Wägen und begannen auf die Gruppe einzuschlagen. Die Angreifer rissen sie zu boden und traten weiter auf sie ein, wobei eine der Angegriffenen ihr Bewustsein verlor. Kurz darauf flüchteten die Täter. Die Betroffenen trugen zahlreiche Prellungen und Platzwunden davon, eine der Betroffenen musste am 8. Juni auf Grund heftiger Blutungen aus dem linken Ohr in die Ambulanz eingeliefert werden.

    Das dies kein Einzelfall ist belegen die Ereignisse der letzten Zeit. Im Rahmen der „Gayhane“-Veranstaltungen im SO 36, welche von einem Publikum mit vorwiegend türkisch-stämmigen Hintergrund besucht werden, kam es in letzter Zeit ebenfalls immer wieder zu Angriffen dieser Art. Die Täter sammeln sich hierzu meist gezielt in den Seitenstraßen um Gäste der Party abzupassen. So ist es auch nicht verwunderlich, das auf einem der Autos, aus denen heraus die Gäste des Drag-Festivalls angegriffen wurden ein Aufkleber der Grauen Wölfe klebte.

    „Dies ist allerdings kein „migrantisches“ Problem, wie es von deutschen Rechtspopulist_Innen gern dargestellt wird. Auch viele Teile des bierseeligen deutsche Fußballpublikums in der Oranienstraße ließen es sich nicht nehmen die Gäste des Festivalls, die in ihren Augen nicht heterosexuell genug aussahen, zu beschimpfen und somit eine unangenehmes Klima vor dem Veranstaltungsort zu erzeugen“ so eine der Organisator_Innen des Festivalls.

    Um auf den Übergriff, aber auch auf das in letzter Zeit immer offenere homophobe Klima in Kreuzberg aufmerksam zu machen, wird am 9. Juni, ab 19 Uhr auf dem Mariannenplatz
    eine Demonstration unter dem Motto „Smash Homophobia!“ stattfinden."

    de.indymedia.org/2008/06/219594.shtml
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#6 SamuelAnonym
#7 MalteAnonym
  • 10.06.2008, 19:15h
  • Ja, in Amsterdam ist das ganz schlimm! Da gibt es Stadtviertel wo fast nur Migranten wohnen und sich selbst die Polizei nicht mehr hintraut. Da hat man ganz klar kapituliert und warnt nur noch (gerade Schwule und Lesben) um diese Bereiche einen weiten Bogen zu machen...

    Da sieht man, wohin falsch verstandene Toleranz und Wir-fassen-uns-alle-an-den-Händen Multikulti-Tralala führen. (wie es in den Niederlanden viel zu lange praktiziert wurde und hierzulande immer noch von manchen gefordert wird)

    Mir sind alle Migranten aller Religionen und Hautfarben herzlich willkommen, solange sie sich an die Regeln halten; unsere Rechte und Grundprinzipien achten. Aber wer das nicht will und z.B. meint, Schwule und Lesben seien Freiwild, hat hier nichts zu suchen.

    Wem es hier nicht gefällt und wer sich nicht an die Spielregeln halten will, muss ja nicht hier leben.

    Ich weiß, manche schreien bei jeder Kritik an Migranten gleich was von rechter Gesinnung. Ganz im Gegenteil: es geht gerade darum, die MEHRZAHL der friedlichen Migranten, die unsere Rechte achten, ebenso vor solchen Subjekten zu schützen!!! Und diese Mehrzahl der Migranten ist mir herzlich willkommen!!

    Bei den anderen, die nur hier sind um Gewalt, Angst und Schrecken zu verbreiten, gilt:
    Mit aller Härte bestrafen und falls möglich ausweisen...

    PS: Und vor allem muss Hasssängern wie Bushido das Handwerk gelegt werden, die erst den Hass säen, der dann in Gewalt keimt...
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#8 joshiProfil
  • 10.06.2008, 19:32hBerlin
  • und es sind leider auch immer die türkischen migranten die hier eine traurige rolle spielen....
    ich hoffe das militär und das verfassungsgericht behalten bei der derzeitigen lage in der türkei die kontrolle oder erlangen sie wieder, sonst haben wir bald einen islamischen gottestaat am bosporus.... na und was "unsere" türken hier dann erst für einen auftrieb haben werden, kann man sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dann wollen die die scharia wahrscheinlich wirklich am kottbusser tor.....

    p.s. aber das man als schwuler mal auf einen militärputsch (in der türkei) hoffen muss, wer hätte das gedacht.....
    ich finde alle türken die hier in deutschland den gottesstaat aufbauen wollen, der ihnen vorschwebt, soll mann einfach zurückschicken in die türkei...
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#9 Tim_ChrisProfil
#10 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 10.06.2008, 19:53h
  • Antwort auf #7 von Malte
  • ach mir ist heute langweilig, ich melde mich mal wieder zu wort,obwohl ich dies nicht wollte

    wow, sind ja doch noch einige fitte leute hier am start, ich hatte die hoffnung schon aufgegeben.

    malte> sehr guter beitrag, kann ich sofort unterschreiben!!

    Samuel> den link hatte ich auch schon mal verlinkt, in der tat sehr sehr gut, und passend zum thema - sollte jeder unbedingt lesen!!
    dazu auch dieser link passend:
    "Regenbogen auf Halbmast
    In den Niederlanden kommt es häufiger zu Angriffen auf Schwule und Lesben. Homosexuellenverbände beklagen, dass alleine migrantische Täter in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. "

    hpd.de/node/2635

    malle> blödsinn, du kannst ja bei der polizei die täterbeschreibung sagen.
    die polizei fragt: welcher täter waren es.
    naja, die hatten 2 arme und trugen ein weißes hemd

    polylux> ja, das hattest du schonmal unter einem anderen namen gepostet, die sache hat aber oftmals in deutschland und vorallem in holland nichts mit den grauen wölfen zu tun, denn dort sind es vorallem marrokaner.

    rotergingseng alias hw> na endlich mal wider die usa ins spiel gebracht, habe ich es doch gewußt,dass sie verantwortlich sind oh man-bist du ein freak - lach
    und auch so superaktuell von 78
    die mutterpartei der grauen wölfe ist die MHP und die sitzt zusammen mit der konservativen-islamischen AKP in der regierung.
    was aber eigentlich keine rolle spielt bei diesen angriffen.

    und nochetwas zur demo die gestern lief mit ca. 1500 leuten.
    viele kurdischen gruppen wurden angesprochen, gemeinsam zu demonstrieren, alle haben abgelehnt.
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