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Die Polizei hat Ermittlungen gegen Iris Robinson aufgenommen. Die britische Parlamentsabgeordnete und Ehefrau des nordirischen Regierungschefs hat Homosexuelle in Interviews verunglimpft.

In einem Interview mit dem Lokalsender BBC Radio Ulster hatte Robinson Homosexualität als "Abscheulichkeit" bezeichnet. In der Sendung ging es um den homophoben Angriff auf einen 27-jährigen Schwulen. Robinson, die sich selbst als "wiedergeborene Christin" bezeichnet, erklärte: "Ich kenne einen sehr netten Psychiater, der in meiner Bürogemeinschaft arbeitet – er versucht, Homosexuelle von ihrem Pfad abzubringen". In Richtung des Gewaltopfers erklärte sie: "Ich würde dem Herren gerne die Telefonnummer des Psychiaters geben."

'Hexenjagd' gegen Christen

In einem darauf folgenden Interview mit dem BBC-Fernsehen tat Robinson die Kritik an ihren Ansichten als "Hexenjagd" gegen Christen ab. Sie erklärte, sie habe nichts gegen Homosexuelle: "Der Herr sagt uns, wir sollen den Sünder lieben, aber nicht die Sünde." Ihr nächster Satz sorgte für weitere Aufregung: "Ein Mörder kann mit dem Blut Christi erlöst werden, aber auch ein Homosexueller".

Die Polizei ermittelt nun wegen Aufstachelung zum Hass. Britische Politiker und Homo-Gruppen fordern bereits den Rücktritt der Politikerin der Democratic Unionist Party (DUP), der größten protestantischen Partei Nordirlands. Ihr Ehemann Peter Robinson ist erst seit wenigen Tagen Erster Minister der britischen Provinz.

Erst im Februar ist ein DUP-Minister aufgefallen, als er Homosport mit Apartheid gleichsetzte (queer.de berichtete).

Die DUP ist eine nationalistische und antieuropäische Partei, die sich für den Verbleib Nordirlands im Vereinigten Königreich einsetzt. Sie ist mit neun Parlamentssitzen viertstärkste Kraft im britischen Unterhaus. Bei den Regionalwahlen in Nordirland erreichte die DUP rund 28 Prozent der Stimmen. (dk)

Youtube | In dem BBC-Interview vergleicht Robinson Schwule mit Mördern.


29 Kommentare

#1 FleurDeLys
#2 roterginsengEhemaliges Profil
#3 PierreAnonym
  • 11.06.2008, 19:12h
  • Diese Person ist eher die Wiedergeburt des Satans, als eine wiedergeborene Christin. Krank, verblendet und eine Gefahr für alle.
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#4 FloAnonym
  • 11.06.2008, 20:50h
  • Opfer von Gewalttaten werden verhöhnt, Gehirnwäsche wird propagiert, etc. etc. etc.

    Da sieht man wozu Dummheit und Arroganz in Verbindung mit Hass und ideologischer Verklärtheit führen...
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#5 remixbebAnonym
  • 11.06.2008, 20:51h
  • Mann, mann. Bin ich froh, dass es mit meinem neuen Job bei einem nicht kirchlichen Träger zu klappen scheint. Sobald ich die Zusage habe, wird mein erster Gang zum Amtsgericht, um aus der Kirche auszutreten. Antworten » | Direktlink »
#6 jochenProfil
  • 11.06.2008, 21:17hmünchen
  • dieser fall ist ein paradebeispiel dafür, wie die religionen (nicht nur die abrahamitischen religionen) - leider viel zu oft- in der tat übermittler für hass und arroganz sind.

    frau robinson predigt und propagiert auf perfide art menschenverachtung hinter dem deckmäntelchen der christlichen nächstenliebe.

    auserdem hat die frau null ahnung wenn sie von homosexualität als etwas "abscheulichem" spricht und absolut keinen realistischen bezug dazu.
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#7 SaschaEhemaliges Profil
  • 11.06.2008, 21:49h
  • Antwort auf #1 von FleurDeLys
  • Soso!

    Und wer ist jetzt für homophobe Gewalt und Diskriminierung in Europa verantwortlich???

    Auch in deutschen Parlamenten sitzen rund 100% "anständige" Christen, von denen die Mehrheit seit Jahrzehnten ihre Menschen verachtende Herabwürdigung sowohl von Homosexuellen als auch von Menschen mit migrantischem Hintergrund aktiv aufrecht erhält und die soziale wie kulturelle Spaltung unserer Gesellschaft wissentlich und/oder absichtlich vorantreibt.

    Solange "wir" oder einige von "uns" das nicht begreifen und lieber unsere eigene Xenophobie kultivieren, werden wir die betreffenden Probleme niemals auch nur ansatzweise lösen...
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#8 gatopardo
  • 11.06.2008, 22:04h
  • Aufschlussreich das Video, wie diese leblose Plastik-Robinson mit dem Charme eingeschlafener Füsse auf Höhere Instanz verweist: "It´s the word of God". Man kann annehmen, dass sich die Mehrheit der Nordiren und Briten vor dem Fernseher vorzüglich amüsiert haben.
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#9 KonstantinEhemaliges Profil
#10 TechnoRocka
  • 11.06.2008, 23:31h
  • Na das denn ich doch mal eine Einstellung. Frau Robinson scheint sich nicht bewusst zu sein, dass ihr Gedanken"gut" aus einer Zeit stammt, in der auch noch rothaarige Frauen als Hexen auf dem Scheiterhaufen gelandet sind. Und auf dem Bild sieht man ja eindeutig ihre Haarfarbe. Also auf den Scheiterhaufen mit ihr und "Burn witch, burn!!!" brüllen....

    Der letzte Satz ist Ironie, für alle, die jetzt meinen ich wäre genau so bescheuert wie dieses Weibsbild
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