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Der 13-jährige Logan ist anders als seine Mitschüler und lebt in Parallelwelten. Ein faszinierender Debütfilm von Jungregisseur Cam Archer.

Von Carsten Weidemann

Logan lebt in Kalifornien und geht auf die Mittelschule. Was für ihn kein Spaß ist, denn Logan ist ein Außenseiter, der jeden Tag gehänselt und manchmal auch verprügelt wird. Die anderen Jungs interessiert wenig mehr als Saufen und Klauen – Blödsinn machen eben, cool sein. Dafür hat Logan kein Interesse. Aber anders als sein ebenso introvertierter Freund Joey, der krampfhaft versucht, so wie die anderen zu werden (und dadurch nur noch uncooler wirkt), lebt Logan in einer bizarren Welt aus Tagträumen, sexuellen Fantasien, Klamotten und Schminksachen seiner Mutter und einsamen Exkursionen in die Natur.

Insgeheim sehnt er sich nach jemandem, mit dem er sein Anderssein teilen könnte. Als er den etwas älteren Rodeo unter der Dusche sieht, richten sich seine Fantasien auf den Schulrebellen, der genau wie er die anderen Jungs meidet. Beide freunden sich an – ihr Treffpunkt sind die Höhlen im Wald, in denen angeblich die Berglöwen leben, die hin und wieder auch auf den Schulhof kommen. Eltern und Lehrer verbreiten Panik, die Polizei wird eingeschaltet, um die wilden Tiere zu erschießen.

Mit "Wild Tigers I Have Known", von Gus van Sant produziert und beim Sundance Film Festival 2006 uraufgeführt, hat der junge Regisseur Cam Archer einen faszinierenden Debütfilm geschaffen. Eine Teenager-Studie mit hypnotischen Bildern und einem elektrostatisch aufgeladenen Soundtrack über die Langeweile des normalen Lebens und die Freiheit der Fantasie.

Der Film steht für ein neues unabhängiges Queer Cinema, das eng mit dem Netzwerk der Sundance Queer Lounge verbunden ist. Ausdruck davon ist nicht nur Gus van Sants Unterstützung für den Film – in den Credits dankt Archer mit Jonathan Caouette (Tarnation) und John Cameron Mitchell (Hedwig And The Angry Inch / Shortbus) zwei weiteren Vertretern eines kompromisslosen queeren Autorenfilms, der momentan weltweit für Aufsehen sorgt.



#1 Tim_ChrisProfil
#2 FleurDeLys
#3 malleAnonym
  • 12.06.2008, 15:52h
  • der film ist schön anzuschauen, aber leider halt autorenfilm kunst-murks.
    Schöne darsteller stehen im kornfeld und starren bedeutungsschwanger in die gegend, während eine stimme aus dem off pathetische reden hält.
    nicht für jeden was, sein mentor Gus Van Sant hat die nichtlineare Erzählweise defenitiv besser drauf, wie man an Paranoid Park sehen konnte
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#4 xyAnonym
  • 13.06.2008, 02:35h
  • Was bitte ist ein "elektrostatisch aufgeladener Soundtrack"? Und kann mein Abspielgerät Schaden nehmen, wenn der Film demnächst auf DVD erschienen ist, ich die Scheibe einlege und sich dann der "elektrostatisch aufgeladene Soundtrack" in dem Apparat entlädt? Oder sollte letzteres schon geschehen, wenn ich den Datenträger berühre, weshalb ich mich vorher besser selbst elektrostatisch aufladen sollte? (Nur wieviel? - Beruhigend immerhin zu erfahren, daß offenkundig nicht auch die Bilder dieses Films elektrostatisch aufgeladen sind.)
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