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Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat auf einer Homo-Konferenz eine Ausweitung der Rechte Schwuler und Lesben gefordert.

Der Sozialdemokrat hat während der ersten Konferenz für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle erklärt, es sei "Zeit für Wiedergutmachung". Homophobie bezeichnete Lula als "widernatürlichste Krankheit, die den menschlichen Kopf befallen hat". Homo-Gruppen haben auf der Konferenz, die vom brasilianischen Präsidenten eröffnet worden war, die Einführung von Antidiskriminierungsgesetzen und Eingetragenen Partnerschaften gefordert.

In Brasilien ist Homosexualität zwar seit 1823 legal, allerdings beklagen Aktivisten, dass in der brasilianischen Macho-Gesellschaft in den letzten Jahren hunderte Schwule aus Homophobie ermordet worden seien und Diskriminierung am Arbeitsplatz nach wie vor sehr verbreitet sei. Eingetragene Partnerschaften sind bislang nur im Bundesstaat Rio Grande do Sul eingeführt worden. (dk)



11 Kommentare

#1 Super MarioAnonym
  • 12.06.2008, 17:51h
  • Jetzt muss er seinen weisen Worten nur noch Taten folgen lassen und ich heiße dieses Grinsebärchen in meinen sexuellen Fantasien willkommen.
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#2 alexander
#3 HannibalEhemaliges Profil
#4 hwAnonym
  • 12.06.2008, 18:41h
  • Antwort auf #1 von Super Mario
  • hunderte von toten in einem christlichen land,
    haben mit sozialen problemen, bildungsnähe oder
    -distanz zu tun, wie auf allen kontinenten.
    lulas beitrag ist da herrlich klar.
    er müßte sich allerdings noch zu den wurzeln dieser
    "krankheit" äußern.

    auch hier sieht man, dass fred_israels unterstützung von hass-attacken, z.b. auf den islam, auschließlich politische gründe haben. werbung für gewalt und kriege
    schadet weltweit gesellschaftlichen entwicklungen.
    solche menschen sabotieren wandel durch annäherung
    an bildung.

    für ihr kurzes, meist kinderloses leben brauchen diese
    minderheiten dummheit, hass und gewalt.
    gesellschaftliche pespektiven sind ihnen ein gräuel.
    die unwissenheit über ökonomische und gesellschaftliche rahmenbedingungen für schwule emanzipation, läßt sie durchaus auch zu
    kriminellen handlungen aufrufen.
    der internationale kampf um schwule emanzipation,
    wird von solchen, wie fred_israel systematisch vor die spin-karren von spannungsprofiteuren gespannt.
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#5 SaschaEhemaliges Profil
  • 12.06.2008, 19:56h
  • Antwort auf #1 von Super Mario
  • Lulas Arbeiterpartei setzt sich seit Jahren auf allen Ebenen für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen und insbesondere für eine fortschrittliche Sexualerziehung in den Schulen ein. Wenn beispielweise auf Initiative von Lulas Gesundheitsminister in öffentlichen Schulen Automaten mit kostenlosen Kondomen aufgestellt werden, dann sind in Brasilien vielleicht manchen Worten schon mehr Taten gefolgt als hierzulande.

    Derzeit liegt dem Kongress auf Initiative von Lulas Regierung ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz zur Abstimmung vor, mit dem unter anderem Homophobie im Alltag (auch in der Sprache) unmissverständlich geächtet werden soll.

    Was nun das Kernstück konservativ-bürgerlicher Gleichberechtigungsvorstellungen angeht - das Recht aufs Heiraten - so setzt sich die regierende Arbeiterpartei schon seit Jahren für die vollständig gleichberechtigte, homosexuelle Zivilehe ein.

    Insgesamt ist es ganz klar nicht der fehlende politische Wille von Lulas Regierung, der die genannten Projekte bislang im Kongress immer wieder verschleppt oder blockiert hat, sondern die fragmentierte Parteienlandschaft Brasiliens, bei der für jedes Reformvorhaben immer unterschiedlichste Koalitionen gefunden werden müssen (Die Arbeiterpartei ist zwar stärkste Partei, verfügt aber alleine nur über rund 20% der Abgeordnetensitze). Da die alten herrschenden Eliten und Oligarchien im Parlament leider immer noch sehr stark sind und es zum größten Teil nicht für opportun halten, in den genannten Fragen den notwendigen Fortschritt zu ermöglichen, hinkt die politische Entwicklung in diesem Punkt der insgesamt sehr offenen brasilianischen Kultur leider immer noch stark hinterher.

    Es ist aber bemerkenswert, dass ein Präsident im Zusammenhang mit dem geplanten Gesetz gegen Homophobie gemeinsam mit zahlreichen Bundesministern faktisch die Schirmherrschaft für eine nationale Homo-Konferenz übernimmt und sich persönlich aktiv für die betreffenden Belange einsetzt. Welches europäische oder sonstige "westliche" Staatsoberhaupt kann das von sich behaupten???
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#6 SaschaEhemaliges Profil
  • 12.06.2008, 20:10h
  • Antwort auf #4 von hw
  • @hw:

    Einer, der für eben diese Problematik - wenn auch auf etwas höherem Niveau und auf der anderen Seite der weltwirtschaftlichen Hierarchie - ungewöhnlich und beeindruckend klare Worte gefunden hat, war Barack Obama bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die Empörung der Rechten war entsprechend groß, aber bemerkenswerterweise hat diese unerhörte Ehrlichkeit Barack Obama bei den meisten Wählern nicht geschadet:

    "Du gehst in eine dieser kleinen Städte in Pennsylvania, oder auch in eine dieser vielen kleinen Städte im Mittleren Westen, wo seit 25 Jahren die Arbeitsplätze verloren gehen und nichts sie ersetzt. Sie wurden von der Clinton-Regierung links liegengelassen und genauso von der Bush-Regierung. Jede Regierung hat versprochen, dass diese Gemeinden irgendwie neues Leben eingehaucht bekommen, aber das ist nicht geschehen. Es ist deshalb keine Überraschung, dass sich Verbitterung breitmacht,

    DASS SIE SICH AN IHREN SCHIESSEISEN ODER AN DER RELIGION FESTKLAMMERN, ODER AN IHRER ABNEIGUNG GEGEN LEUTE, DIE ANDERS SIND, (Hervorhebung durch S.)

    oder an einwandererfeindlichen Stimmungen...um ihre Frustrationen zu kompensieren."
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#7 hwAnonym
  • 12.06.2008, 20:27h
  • Antwort auf #6 von Sascha
  • ich habe die auseinandersetzung in den amerikanischen medien zu dieser einfachen
    wahrheit verfolgt.
    es flogte dann ja auch ein kurzfristiger
    "liebesentzug" für obama, durch jenen teil der medien,
    der das kleinkochen der detroiter arbeiter
    begleitete. american axle wollte die löhne halbieren.
    ergebnis nach monaten des streiks:

    Currently New Contract
    $28/hr $18.50/hr
    $1120/wk $740/wk
    $58,240/yr $38,480/yr

    This means a pay cut of $380 a week, $1647 a month and $19,760 a year.

    leider ließ sich kein democrat zu keiner sekunde bei diesem streik blicken.
    nur der dalai lama war in der uni des ortes, mit der botschaft für die welt: tja, für alle reicht es halt nicht für alle....
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#8 Tim_ChrisProfil
#9 redforceAnonym
#10 KritikerAnonym