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Die Regierung in Athen plant eine Registrierung von Paaren - allerdings nur für Heterosexuelle.

Der konservative Justizminister Sotiris Chatzigakis erklärte am Mittwoch, die Regierung wolle unverheirateten Paaren die Möglichkeit geben, ihre Beziehung in einer Lebenspartnerschaft abzusichern. Das Kabinett habe einem entsprechenden Antrag einstimmig zugestimmt. Chatzigakis betonte allerdings, dass gleichgeschlechtliche Paare von dieser Regelung nicht betroffen seien. Die Rechte von Schwulen und Lesben seien in der Kabinettssitzung nicht diskutiert worden.

Kommentatoren sehen die Ankündigung dennoch als ersten Schritt für eine Anerkennung von Homo-Paaren. In Griechenland kämpft derzeit die Orthodoxe Kirche mit harten Bandagen gegen eine Anerkennung von nicht verheirateten oder gleichgeschlechtlichen Paaren. Homo-Ehen seien eine "Bombe in den Fundamenten der Gesellschaft", erklärte ein Kirchensprecher unlängst.

Die Homo-Ehe ist in Griechenland zu einem viel diskutierten Thema geworden. Zuletzt hatte der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde gleichgeschlechtliche Paare getraut und sich dabei auf eine Gesetzeslücke berufen (queer.de berichtete). Die Regierung erklärte die Ehe-Schließungen für ungültig. Letztes Wochenende attackierten Rechtsradikale den CSD in der Hauptstadt Athen (queer.de berichtete). (dk)



#1 SaschaEhemaliges Profil
  • 12.06.2008, 15:44h
  • "Unter der Akropolis ist die Homo-Ehe noch in weiter Ferne."

    Unter der Akropolis waren sexuelle Vielfalt und deren Sichtbarkeit im gesellschaftlichen Leben vor einigen Jahrtausenden eine weithin anerkannte Selbstverständlichkeit.

    Da sieht man, was religiöse Indoktrination (übrigens in diesem Fall - wie in Europa insgesamt - ganz sicher keine "islamische") alles anrichten kann.

    Man kann den Griechen nur wünschen, dass sie sich auf ihre fortschrittlichen, antiken Werte besinnen!
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#2 alexander
  • 12.06.2008, 18:08h
  • zu sascha

    offensichtlich eine "degeneration " durch die kirche !
    eigentlich ein unglaublich krimineller akt, der missbrauch christlicher werte durch konservative, macht- und profitgeile lumpen !
    und das seit 2000 jahren !
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 12.06.2008, 20:20h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • @Alexander: Das haben religiöse "Werte" so an sich, dass sie sich wunderbar für Herrschafts- und Unterdrückungszwecke missbrauchen lassen, oder noch viel mehr: Sie werden in aller Regel zu genau diesem Zweck erfunden!

    Daher halte ich nicht so viel von den betreffenden Märchenbüchern, die zugleich in aller Regel so ziemlich die gewalttätigsten Schriften sind, die die Welt je gesehen hat und die uns damit angeblich den "Weg zu Gott" weisen sollen.

    Und schon gar nicht dürfen wir unser Zusammenleben in einer freiheitlich-demokratischer Gesellschaft in irgendeiner Weise von solchen angeblich Gott gegebenen "Werten" beeinflussen oder definieren lassen.
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 14.06.2008, 09:49hBremen
  • Mal eine extrem bescheuerte Frage: Wurde dort die Ehe abgeschafft, oder was bringt den Heten die eingetragene Partnerschaft, wenn sie doch auch die Ehe eingehen könnten?
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