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Schwedische Wissenschaftler fanden verblüffende Ähnlichkeiten zwischen den Gehirnen von schwulen Männern und heterosexuellen Frauen.

Forscher des Stockholm Brain Institute, einem Zusammenschluss von drei führenden schwedischen Universitäten, glauben Beweise gefunden zu haben, dass der Aufbau des Gehirns Rückschlüsse auf die sexuelle Ausrichtung des Menschen zulässt. Demnach hätten schwule Männer und heterosexuelle Frauen symmetrische Gehirne, in denen beide Hälften fast genau gleich groß sind. Bei heterosexuellen Männer und Lesben sieht das anders aus: Ihre rechte Hirnhälfte ist messbar größer als die linke (bei Hetero-Männer zwei Prozent größer, bei Lesben ein Prozent).

Demnach hätten vorgeburtliche Mechanismen – beispielsweise wie viel Testosteron der Fötus im Mutterleib erhält – einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Orientierung des werdenden Menschen. Auch nach der Geburt könnte die Entwicklung unter Umständen noch beeinflusst werden, so die Wissenschaftler. Diese Ansicht wurde bereits mehrfach in wissenschaftlichen Arbeiten geäußert (queer.de berichtete).

Die Neurobiologen Ivanka Savic und Per Lindström führten für die Studie Magnetresonanztomographien der Gehirne von 90 Freiwilligen durch (20 Homosexuelle und 25 Heterosexuelle je Geschlecht). Ihr Ergebnis veröffentlichen sie im US-Magazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Die Studie könnte eine Untersuchung der Londoner Queen-Mary-Universität aus dem letzten Jahr erklären. Forscher hatten herausgefunden, dass Schwule und Frauen schlechter Auto fahren als heterosexuelle Männer (queer.de berichtete). Das könnte demnach an den Unterschieden im Gehirn liegen.

Savic will jetzt untersuchen, ob die unterschiedlichen Arten von Gehirnen eine andere sexuelle Orientierung auslösen oder andere Mechanismen Einfluss haben. Dazu will die Forscherin die Gehirne von Neugeborenen untersuchen, um zu sehen, ob vorhergesagt werden kann, ob diese Babys im späteren Leben homo- oder heterosexuell werden. (dk)



42 Kommentare

#1 alexander
  • 16.06.2008, 18:49h
  • ich war immer der meinung, dass das in einem zusammenhang steht, auf grund meiner persönlichen erfahrungen.

    z.b. meine mutter meinte schon vor 40 jahren, dass ich oftmals wie eine frau denke und reagiere, obwohl ich absolut kein femininer typ bin. aber gefühlsmässig konnte ich weibliche verhaltensweisen immer sehr gut nachvollziehen, im gegensatz zu vielen meiner männlichen kollegen.
    drum war ich auch immer der ansicht, dass die grenzen, wenn auch nur vom kopf her, fliessend sind und sich nicht festmachen lassen an m oder w.
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#2 BuchdivaAnonym
  • 16.06.2008, 18:52h
  • Na, ich sag es doch ...
    Schwule Männer sind die besseren Freundinnen - und wäre ich ein Mann, dann vielleicht ein schwuler.

    Die Wissenschaft hat festgestellt: Wir ticken doch gar nicht so unterschiedlich.

    Die hocherfreute Buchdiva
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#3 redforceAnonym
#4 Olaf_LEO
#5 hwAnonym
  • 16.06.2008, 19:19h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • fließend. das ist auch die grundüberzeugung meines chinesisches freundes.

    die entspannte sicht der dinge erklärt sich aus dem bei asiaten häufig anzutreffenden ansatz, nicht aus dem quadrat einen kreis zu machen, sondern festzustellen, dass das eine das potential des anderen in sich hat.

    dazu aber auch:
    Asiaten denken anders

    www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27206/1.html

    als linkshänder ist für mich der vergleich mann/frau, schwul-lesbisch/hetero, europäer/asiate dann nochmal interessant.
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#6 joshiProfil
  • 16.06.2008, 19:38hBerlin
  • wieder mal so ein pseudointellektueller schwachsinn dieser hetero-arschlöcher.
    zum einen ist die statistische basis bei zwei dutzend leuten ja geradezu lächerlich. bedient wird einfach das bekannte schwulenklischee.

    zweitens ist unser bewusstsein eine aufbauende eigenschaft des zentralnervensystems und nicht nur des gehirns. muesste inzwischen auch schon jedes kind wissen. das ist ungefähr so als wenn mann einen alten dampmotor mit einem kernreaktor vergleicht und dann sagt: "naja die temperatur ist fast gleich.... und mit wasser läuft auch beides .... HEUREKA es ist das gleiche!"

    solcherart studien dienen nur der "wissenschaftlichen" begründung weiterer diskriminierung. es ist beschämend das schwule und lesben hier dem auch noch zustimmen. das führt im besten fall zu umerziehungslagern und "heilungsstätten".
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#7 hwAnonym
  • 16.06.2008, 19:55h
  • Antwort auf #6 von joshi
  • bist du der, der sich letztens für militär-diktaturen aussprach (türkei) ? eine die dann das kopftuch und schwule verbietet, als ausgleichende gerechtigkeit ?

    "muesste inzwischen auch schon jedes kind wissen."

    ab welchem alter, na ?
    hirnforschung, dein gebiet ?
    epigenetik ?

    vor was hast du angst, das die kräfte die du zuweilen
    rufst lager bauen könnten ?

    treibt dich das zur niedertracht, kommentatoren
    als unterbelichtete diktatur-helfer zu beduften ?

    ein bißchen arg verquer.
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#8 BuchdivaAnonym
  • 16.06.2008, 20:01h
  • Antwort auf #6 von joshi
  • Lieber Joshi,

    ja, du magst recht haben, dass solche wissenschaftlichen Studien nicht immer so wirklich ernst zu nehmen sind. Für mich ist es sowieso egal, ob die Individualität der Menschen (denn das ist das Schwulsein für mich) auf irgendwelche Ursachen zurückzuführen ist oder nicht.

    Nur jetzt fühle ich mich diskriminiert, denn ich denke nicht, dass es soooo schlimm ist, mit Frauen verglichen zu werden, oder? Ich habe einfach nur für die weiblichen Heteros gesprochen, lesbisch bin ich nicht. Wenn ich es wäre, würde sich wahrscheinlich nur mein Mann beschweren ...

    Aber jetzt möchte ich mich verabschieden, vielleicht melde ich mich noch mal zu Wort, wenn es um "Frauenthemen" geht.

    Herzliche Grüße,
    Buchdiva
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#9 joshiProfil
  • 16.06.2008, 21:04hBerlin
  • Antwort auf #7 von hw
  • ja ich habe mich neulich für einen sieg der militärs in der türkei ausgesprochen, weil mir unterbelichtete atheistische militärs lieber sind als unterbelichtete fanatische islamisten. gleichzeitig habe ich auch gesagt, was ich von BEIDEM halte. das ist die wahl zwischen zwei schlechten möglichkeiten, aber es bleibt eine wahl. soviel dazu.

    und ja ich stehe auch dazu, die schwulen und lesben (oder andere) die hier und anderswo in scheinbarer naivität bewusst oder unbewusst dann auch noch den klischees zustimmen die beispielsweise genau heutzutage in unserem nachbarland polen die "heilung" und "umerziehung" von schwulen und lesben aufgrund von scheinbaren "wissenschaftlichen beweisen" wieder salonfähig machen machen sich mitschuldig und das klage ich an, nenne mich da wie du willst. viel zu viele von uns leben viel zu gerne mit ihrem status als scheinbar elitäre minderheit und haben vergessen wofür der rosa winkel von den nazis benutzt wurde.

    und wenn du willst beschimpfe mich jetzt weiter.... ;)
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#10 joshiProfil
  • 16.06.2008, 21:10hBerlin
  • Antwort auf #8 von Buchdiva
  • nein, es ist überhaupt nicht schlimm mit frauen verglichen zu werden.
    nur sollten wir menschen mit menschen vergleichen nicht gruppen. so mag hans wie claudia wirken und fritz wie hans oder was weiss ich. und vielleicht gibt es sogar zwischen verschiedenen gruppen ähnlichkeiten im verhalten. alles möglich. eine solche untersuchung wie obige ist jedoch eben nicht wissenschaftlich mit einer so kleinen statistischen basis. somit liegt der verdacht nahe, dass es hier eben leider nicht um die einfache suche nach wahrheit geht, sondern um politische motive.

    nur so ist mein kommentar zu verstehen. wenn ich dich diskrimiert hätte, würde ich von bestimmten eigenschaften deiner person auf damit nicht in zusammenhang stehende andere charakteristika schliessen. das habe ich nicht getan. aber meine meinung zu einer anderen geäußerten meinung ist wohl erlaubt. sorry.
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