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FDP-Chef Guido Westerwelle zeigt mehr aus seinem Privatleben: Mit Lebenspartner und Schwiegermutter präsentiert er sich der Klatsch-Presse.

Westerwelle und Freund "Micky" Mronz erschienen am Wochenende im Hause von Schwiegermama Ute erstmals vor der Crème de la crème der deutschen Klatschpresse ("Bunte", "Bild", RTL). Anlass war die Eröffnung einer Kunstausstellung. Ute Mronz ist Galeristin in Köln-Müngersdorf.

Bei dem Treffen lobte Ute Mronz den Kunstverstand ihres angehenden Schwiegersohnes. "Wir sind in allem auf einer Wellenlänge", erklärte sie stolz.

Damit leitet Westerwelle ein neues Kapitel in seinem "stillen Coming-out" ein. Der 46-Jährige kam Mitte 2004 vorsichtig aus dem Homo-Versteck, als er bei einem Arbeitsessen mit der CDU/CSU erstmals in männlicher Begleitung erschien (queer.de berichtete). Privates gab und gibt er ansonsten nur sehr zögerlich preis. Kurz nach seinem Coming-out hat er sich intensiver für gleiche Rechte eingesetzt (queer.de berichtete).

Die FDP gibt sich derzeit homofreundlich: Sie befürwortet unter anderem die Gleichstellung von Eingetragenen Partnerschaften mit der Hetero-Ehe. Allerdings hat sie sich aus wirtschaftspolitischen Überlegungen stets gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gewehrt. So wollten die Liberalen nur die EU-Vorgaben umsetzen; danach wäre sexuelle Ausrichtung weniger schutzwürdig gewesen als Merkmale wie Geschlecht oder Rasse. Die Ablehnung von verpflichtenden Regelungen zur Antidiskriminierung hält weiterhin an, auch wenn es im EU-Parlament um entsprechende Regeln für andere Staaten (etwa Polen) geht.

Nach den Wahlen 2009 könnte Westerwelle Vizekanzler und Außenminister einer schwarz-gelben Koalition werden. Neuesten Umfragen zufolge hat derzeit keines der Lager eine absolute Mehrheit: CDU/CSU und FDP kämen dem ARD-Deutschlandtrend zufolge auf 48 Prozent; ebenso viele Stimmen würden SPD, Linke und Grüne erreichen. (dk)



54 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 17.06.2008, 21:35h
  • Es freut mich für ihn sehr, dass er so eine schöne und stabile Beziehung gefunden hat und privat glücklich ist. Da wünsche ich ihm weiterhin viel Glück.

    Was die FDP und Homopolitik angeht, so freut mich, was da von der FDP im Bereich Lebenspartnerschaftsrecht parteipolitisch zu hören ist, während ich mit der Haltung im Bereich Diskriminierungsrecht nicht einverstanden bin. Letztlich ist es bei der FDP immer eine Frage, was Sie denn zusammen mit der CDU an liberaler Bürgerrechtspolitik auch dann am Ende durchsetzt. Da bin ich dann immer sehr skeptisch. Aber gegenwärtig ist unter der SPD zusammen mit der CDU auch kaum ein grosser Fortschritt zu verzeichnen. Da herrscht auch "Sendepause" im Bereich Lebenspartnerschaften, während andere Staaten wie Norwegen jetzt uns gesellschaftspolitisch abgehängt haben.
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#2 bananasEhemaliges Profil
  • 17.06.2008, 21:53h
  • Antwort auf #1 von gerd
  • Genug gefreut...!!!

    Zitat:"...Nach 14 Jahren in der außerparlamentarischen Opposition will die bayerische FDP in die Regierung des Freistaats. Spitzenkandidat Martin Zeil schließt eine Koalition mit der CSU nicht aus. Die Pläne von SPD und Grünen, ein Regierungsbündnis gegen die CSU zu schmieden, nennt der FDP-Politiker dagegen "zusammen gewürfelte Träumereien".
    Aus der "Welt-online" vom 29.5.08

    Jaja unsere FDP wie wir sie kennen. Machtgeil um jeden Preis
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 17.06.2008, 22:14hBremen
  • Antwort auf #2 von bananas
  • "Jaja unsere FDP wie wir sie kennen. Machtgeil um jeden Preis"

    Oder einfach nur sensationell genial, um die CSU bei Bündnisbereitschaft und damit gewonnenem Mitspracherecht langsam sozusagen von innen heraus in die richtige Richtung zu lenken....
    Okay, glaube ich auch erst daran, wenn erste Minimalerfolge verzeichnet werden könnten. Aber einen Versuch wäre es schließlich wert, oder?

    Und unsere Schwesterwelle macht ganz öffentlich auf Familie. Tatsächlich langsames vortasten aus der Verklemmtheit oder der Versuch der Terraingewinnung bei den Homos für die kommenden Wahlen? Unsere Stimmen sind schließlich nicht zu unterschätzen. Aber erfahren werden wir das wohl nie.
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#4 GerdAnonym
  • 17.06.2008, 23:14h
  • @ Tim_Chris

    Freuen wir uns doch einfach für dieses Paar, dass Sie es so glücklich geschafft und ihr privates Lebensglück gefunden haben. Es ist schön zu sehen, dass die beiden gemeinsam Ihren Weg gehen. Ich finde dies sehr gut und sehr sympathisch.

    Wie schnell Beziehungen scheitern, haben uns doch genügend Heteropaare im Politikbereich gezeigt, wie Schröder, Wulff, Fischer, Seehofer, usw. Da lobe ich mir doch mittlerweile die seit Jahren stabilen Beziehungen von schwulen Politikern wie Wowereit, von Beust, Volker Beck oder Westerwelle.
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#5 Tim_ChrisProfil
  • 18.06.2008, 00:53hBremen
  • Antwort auf #4 von Gerd
  • Ich gönne es ihm, keine Frage und wenn es hält, wäre es erfreulich. Aber an die Beständigkeit einer Liebe glaube ich nicht wirklich. Wenn ich mich so umschaue gibt es kaum noch irgendwo Beständigkeit. Zumindest nicht in monogamen Liebesbeziehungen bei M/F und auch M/M unter ca. 50. Der Grund dafür dürfte wohl darin liegen, dass der Mensch - davon bin ich zumindest überzeugt - genetisch überhaupt nicht für monogame beständige Beziehungen ausgelegt ist, vor allem nicht der Mann. Bei F/F sieht das allerdings anders aus, aber da Schwesterwelle und sein Freund keine Frauen sind, können wir das wohl ausschließen. Es sei denn, die Studie mit dem schwulen Frauengehirn... entschuldigt, weiblichen Schwulenhirn hätte doch Recht und Westerwelle wäre das Paradebeispiel dafür
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
#7 alexander
  • 18.06.2008, 07:58h
  • ist einfach "halbseide", dat guido und der rest der mischpoke ebenso, ist ja schliesslich auch keine "familie" !
    ein "stilles coming-out " wäre gesellschaftlich in seinem geburtsjahr angebracht gewesen, aber 2004 mit 42 j. eigentlich nur noch peinlich und unlauter !
    genau die tuntengeneration die sehr wohl für sich zu nutzen weiss, was von aktivisten jahrzehntelang erkämpft wurde, ohne selbst etwas dafür getan zu haben !
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 18.06.2008, 08:16h
  • Der schmierigen Wester-Schwuchtel glaub ich ungefähr so viel, wie dem Staubsaugervertreter an der Haustür.
    Der würde doch sogar mit der NPD gemeinsame Sache machen, um irgendwo wieder in die Regierung zu kommen.
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#9 der martin der so gern über diese feige opportunistische klemmschwester schimpftAnonym
  • 18.06.2008, 11:47h
  • Antwort auf #7 von alexander
  • genau so seh ich das auch - herzlichen glückwunsch, herr westerwelle, dass sie still und heimlich von den errungenschaften profitieren FÜR DIE SIE NOCH KEINE SEKUNDE IHREN LIBERALEN ARSCH BEWEGT HABEN.
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#10 gerdAnonym
  • 18.06.2008, 12:17h
  • Antwort auf #8 von Konstantin
  • Dem stimme ich nicht zu. Nie würde die FDP gemeinsame Sache mit der NPD machen; dann weisst du einfach nicht, wofür die FDP als eine liberale Partei steht. Sorry da muss ich Dir klar widersprechen.

    Das aber die FDP in der Vergangenheit hätte mehr bewegen und erreichen können, damit homosexuelle Paare ihre Rechte erhalten, das sehe ich natürlich auch so. Das ist auch ein wesentlicher Grund, warum die Gruppe der homosexuellen Menschen sich stark den Grünen unter Volker Beck in der Vergangenheit zugewandt hat und in Grosstädten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt oder Köln die Liberalen hier für sie wichtige Wählerstimmen verloren haben. Dies sieht man sehr deutlich an der Niederlage der FDP in Hamburg. Auf diesem Gebiet muss die FDP politisch wieder Projekte umsetzen oder Sie wird die wichtige Leistungsträgerschicht homosexueller Menschen nicht erreichen.

    Aber zurück zur Person Westerwelle: unabhängig von der FDP und ihrer parteipolitischen Beurteilung freut es mich persönlich schon sehr, dass Herr Westerwelle sein privates Glück gefunden hat. Das ist schön zu sehen.
    I
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