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Ein frisch vermähltes Paar musste das Wochenende wegen des Verdachts auf eine gleichgeschlechtliche Ehe-Schließung im Gefängnis verbringen.

Staatsanwalt José Planas hat am Freitag die Verhaftung von Jesus Alejandro Martinez und seiner Frau Blanca Estigarribia angeordnet, kurz nachdem die Beiden standesamtlich geheiratet hatten. Grund: Der Priester, der die kirchliche Hochzeit durchführen sollte, hat einen Anruf erhalten, in dem er erfahren habe, dass der Ehemann in Wirklichkeit eine Frau ist. Er verständigte daraufhin die Behörden.

Am Montag wurden das Paar nach medizinischen Untersuchungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Arzt hatte Martinez untersucht und festgestellt, dass er ein Hermaphrodit ist, also sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane hat. "Ich fühle mich aber schon immer wie ein Mann und habe keinerlei weibliche Merkmale", sagte Martinez nach seiner Freilassung. Sein Anwalt erklärte, die Anklage wegen der Schließung einer gleichgeschlechtlichen Ehe und Urkundenfälschung müsste nun so schnell wie möglich fallen gelassen werden. Dem Paar droht bei Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.

Gleichgeschlechtliche Eheschließungen sind auf dem amerikanischen Kontinent nur in Kanada, sowie den US-Bundesstaaten Massachusetts und Kalifornien legal.

Als einziger südamerikanischer Staat hat Uruguay unlängst landesweit Eingetragene Partnerschaften eingeführt (queer.de berichtete). Ansonsten erkennen auf dem Subkontinent die argentinische Provinz Río Negro, die Stadt Buenos Aires und der brasilianische Staat Rio Grande do Sul gleichgeschlechtliche Partnerschaften an. In Nordamerika haben zudem zehn US-Staaten und zwei mexikanische Staaten Eingetragene Partnerschaften. (dk)