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Norwegens zweite Parlamentskammer hat die Öffnung der Ehe wie erwartet gebilligt – Deutsche Homo-Aktivisten schauen mit Neid auf das skandinavische Land.

Das Lagting stimmte mit 23 gegen 17 Stimmen dafür, dass Homo-Paare ab dem 1. Januar 2009 heiraten dürfen. Vor rund zwei Wochen hatte bereits die andere Kammer, das Odelsting, mit 84 gegen 41 Stimmen für den Gesetzentwurf gestimmt (queer.de berichtete).

Homo-Aktivisten in Deutschland fordern nun die Bundesregierung auf, dem Beispiel Norwegens zu folgen: "Die Eingetragene Lebenspartnerschaft hat große Fortschritte gebracht, aber noch längst nicht gleiche Rechte", erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. Während gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Sozialrecht voll in die Pflicht genommen werden, behandelt man sie im Steuerrecht wie Fremde. Auch das volle Adoptionsrecht wird ihnen bis heute verweigert. All das ist unsinnig und ungerecht!"

Die Grünen kritisieren, dass bei der Gleichstellung von Homo-Paaren "für Deutschland der Titel des Europameisters in immer weitere Ferne" rücke, so die Parlamentarischen Geschäftsführer Volker Beck und Irmingard Schewe-Gerigk. Die Angleichung von Rechten und Pflichten komme unter Schwarz-Rot nicht voran. "Es wird höchste Zeit, zumindest im Beamten- und Steuerrecht die Lebenspartnerschaft endlich mit der Ehe gleichzustellen. Deutschland muss gleichstellungspolitisch wieder in der ersten Liga spielen, statt fußlahm hinterherzuhinken." Beck und Schewe-Gerigk weisen darauf hin, dass nach Umfragen bis zu zwei Drittel der Deutschen eine Öffnung der Ehe befürworteten. (dk)



#1 FloAnonym
  • 18.06.2008, 17:19h
  • Echte Gleichstellung kann nur die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare bieten. Alles andere wird stets eine Ehe 2. Klasse für Menschen 2. Klasse sein!

    Selbst wenn die eingetragene Lebenspartnerschaft irgendwann mal gleiche Rechte hätte (was wohl niemals zu 100% der Fall sein wird), wäre es diskriminierend dafür einen anderen Namen zu verwenden. So wie wenn man für Schwule und Lesben nicht die Bezeichnung Mensch nehmen würde.

    Außerdem kann bei einer Ehe 2. Klasse stets eine neue Regierung Fortschritte zurückdrehen. Bei einer Eheöffnung würde das alle betreffen - Heteros wie Homos.

    Mittlerweile haben 5 Staaten die Ehe geöffnet und Norwegen wird es tun. Mittlerweile ist klar, dass die Konservativen und die Kirchen gelogen und manipuliert haben, als sie behaupteten, dies sei der Untergang der Zivilisation. Das ist nicht der Fall, ganz im Gegenteil!!

    Da mit der jetzigen Regierung Diskriminierung fortbestehen wird, kann bei der nächsten Wahl jeder selbst entscheiden, wie es in Deutschland weitergehen soll...
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#2 gerdAnonym
  • 18.06.2008, 23:49h
  • Da hat der Flo vollkommen Recht. Einige Kirchenleitungen und viele konservative Politiker haben in der Vergangenheit gelogen und Unwahrheiten gestreut, dass "sich nur so die Balken bogen".

    Mittlerweile müßten dann Südafrika, Kanada, Spanien, Belgien und die Niederlande entvölkert und untergegangen sein. Und Norwegen dürfte jetzt ebenso untergehen.

    Einfach nur noch beschämend für Kirchen, wie beispielsweise die Katholische Kirchenleitung in Rom. Der Vatikan erleidet mit solchen unmenschlichen Parolen der Enthaltsamkeit für homosexuelle Menschen einen tiefen Glaubwürdigkeitsverlust.

    Es ist wirklich wunderbar, dass nun in Norwegen die Hochzeitsglocken auch für homosexuelle Paare läuten und dort diese Paare Kinder adoptieren können und Frauenpaare der Zugang zu Samenbankgen frei ermöglicht wurde.

    Und es ist beschämend, dass insbesondere die Österreicher noch meilenweit von diesen schönen Zuständen in Spanien, Norwegen, Belgien und den Niederlanden entfernt sind.

    In Deutschland ist es der CDU/CSU dominierte Bundesrat, der weitergehende Rechte bisher in den letzten zehn Jahren verhinderte. Ansonsten hätten wir es bereits geschafft.
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#3 alexander
  • 19.06.2008, 08:01h
  • gratulation den norwegern, phantastisch !!!!!

    und eine mehr als verdiente ohrfeige für unsere lahme brd !
    aber ein land, dass ausserstande ist fähige politiker, geschweige bundeskanzler hervorzubringen, muss sich nicht wundern.
    was würde angie nur ohne sms machen ? wie sollte sie dann "regieren" ???
    schlimmer noch, wie soll der wähler seine politik bei der nächsten wahl bestimmen ? da keine wählbare partei in sicht ist, dürfte das etwas schwierig werden ! und kanzlerkandidaten, erst recht fehlanzeige ! also dürfen wir keine änderung erwarten und uns auf das nächste fussballspiel (natürlich nur mit heteros), mit unserer, ach so "dekorativen" im orangefarbenen, durchgeschwitzten sakko auftretenden bundesschranzlerin freuen !
    schlimm das die frau nicht mal zwischen danzig und wien die jacke wechseln kann, wahrscheinlich hat sie die, wie ihren dutt mit 3-wetter-taft eingesprüht !
    wir sind zum peinlichen land geworden.
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