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Der Lebensmittelkonzern Heinz will seine Majonäse in Großbritannien mit Hilfe eines küssenden Homo-Paares an Hausfrau und -mann bringen.

Die US-Firma hat in privaten britischen TV-Anstalten einen 30-sekündigen Werbespot mit einem New Yorker Homo-Paar geschaltet. Darin schmiert ein traditionell wirkender Italo-Amerikaner in Küchenchef-Kluft seinem Sohn und seiner Tochter Brote mit Schinken, Salat, Tomaten und einer Delikatess-Majonäse von Heinz. Die Kinder bezeichnen den Mann als "Mum".

Als die Kids aus dem Zimmer rennen, verabschiedet sich ein anderer Mann im Anzug mit den Worten: "Bis heute Abend, Liebling". Daraufhin fährt der Küchenchef seinen Freund an: "Haste nicht was vergessen?" - dann küssen sich die Beiden. Der Majo-Freund ruft schließlich seinem Partner hinterher: "Ich liebe dich! Und komm nach der Arbeit gleich nach Hause, mein Schnuckelchen!".

Schwule Werbefiguren sind umstritten, weil sie unter Umständen männliche heterosexuelle Konsumenten abschrecken könnten. Vorreiter in den USA war Ikea, das 1994 mit einem Homo-Paar für seine Möbel warb. Das hatte damals noch eine Bombendrohung zur Folge, woraufhin der Spot zurückgezogen wurde.

Holger und Max sind die bekanntesten deutschen Werbeschwulen, die seit 2001 Iglo-Fischstäbchen angepriesen haben.

Das 1869 gegründete Heinz mit Sitz in Pittsburgh ist vor allem wegen seiner Ketschup-Sorten weltweit bekannt. Zuletzt kritisierte die US-Homogruppe Human Rights Campaign, dass Heinz zu den schwulen- und lesbenfeindlichsten Konzernen in den USA gehöre (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Der Werbespot


13 Kommentare

#1 Chris_Anonym
  • 18.06.2008, 18:47h
  • Holger und Max von IGLO haben aber nicht stereotyp-schwul gewirkt und sich auch nicht geküsst. Der Durchschnitts-TV-Zuschauer dürfte von einer WG ausgegangen sein und wohl nicht von einem Homosex. Paar.

    Das mit IKEA finde ich ziemlich krass - typisch USA halt.
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#2 xyAnonym
  • 18.06.2008, 18:59h
  • Gehört diese Mahjohnese und Kettschub herstellende Kommpännie, die ja auch bei uns in vielen Shopps (Stammprinzip, da "Shopping"!) vertreten ist, eigentlich immer noch mehrheitlich John Kerrys Gattin?
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#3 antos
  • 18.06.2008, 20:10h
  • Seltsam sophisticated, sorry, komplex [?] der Spot. Kinder, die einen besonders männlichen Mann 'mum' nennen, der - gegen jede alltägliche Gewohnheit - in einem Imbiss-Dress in einer privaten Küche hantiert. Zeichen, die darauf deuten: Hier stimmt etwas nicht, hier wird ein Stück aufgeführt. Nur, welches? Jeder kann eine 'liebevoll umsorgende italienische Mama' sein, wenn er nur Heinz-Kram zur Hand hat? Oder ist das alles spezifisch New York und ich kenne das halt nicht?

    Finden hier alle, dass der Spot irgendwas 'schwules' zum Thema hat? Ich fand das beim ersten Sehen nämlich gar nicht.
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#5 JanXAnonym
  • 19.06.2008, 09:59h
  • Meiner Meinung nach hat der Spot überhaut nix mit schwul zu tun - ist sogar homophob. Finde den Spot auch nicht komplex. Werbung will immer Produktassoziationen auslösen, z.B. Parfüm = Erotik, Bank = Erfolg, und über diese Assoziationen beim Zuschauer ein Kaufbedürfnis auflösen. Wer erotisch sein will, braucht dann das Parfüm etc. Heinz will hiermit die eigenen Produkte mit dem Thema Familien assoziieren - sie unverzichtbar für einen normale Familie darstellen - hier mit Hilfe simpler Substitutionsmechanismen (=Ersetzung): Selbst wenn man die fürsorgende Mutter durch einen Mann ersetzt (für den amerikanischen Zuschauer etwas völlig abwegiges - beim Kuss nachher sogar schockierend ekliges - sonst funktioniert die Werbung nicht!) ändert sich am Platz des Heinz-Produkts im guten amerikanischen Haushalt nix. Deshalb stößt der Sport hier im Forum wohl auf Verwirrung. Generell würde er in Deutschland einfach so nicht funktionieren. Dafür ist die Schockwirkung durch das schwule Paar selbst bei Heterozuschauern zu gering. Ihr müsst euch vorstellen, dass der amerikanische Zuschauer das richtiggegehend eklig findet und dann halb entstezt lacht, weil immer noch das Heinzprodukt da rum steht - dann versteht ihr den Spot vielleicht eher.
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#6 antos
  • 19.06.2008, 19:30h
  • Antwort auf #5 von JanX
  • Ja, da kann ich dir fast rundum zustimmen [und wie Werbung geplant wird, weiß ich als Marketer natürlich]. Zuerst wollte ich das auch leicht angesäuert direkt unter homophob verbuchen, weil ich ebenfalls denke, dass der Kuss auf Lacher zielt und mit der inszenierten Normalität eben 'das Unnormale' ausgestellt wird. Aber es sind wohl doch nicht - wenn Du mir die feine Unterscheidung erlaubst - entsetzte, sondern freundlich-irritierte Lacher, die die Macher erwarten. So nach dem Motto: 'In New York kann alles etwas strange sein, aber egal - wo Heinz-Majo ist, ist Familie'. Alles andere würde auch nicht passen: Ein Werbetreibender wie Heinz würde kein Geld dafür ausgeben, dass sein Produkt in einem Umfeld auftaucht, dass wirklich negative Assoziationen weckt.

    Na egal, - jedenfalls funktioniert das Ding hier [bei mir] definitiv nicht.
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#7 Sunbear
  • 20.06.2008, 12:24h
  • Ein Kuss...das ist Alles? Langweilig.
    Deshalb werde ich ganz gewiss nicht Heinz kaufen.
    Sondern weil es sowieso gute Saucen sind!

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#8 antos
  • 20.06.2008, 17:58h
  • Aha:
    "The ad is part of a campaign with the tagline, "Give your BLT a little NYC" and, as the Guardian reports, the concept is, "the product tastes so good 'It's as if you have your own New York deli man in your kitchen."
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#10 AntichristProfil
  • 21.06.2008, 08:10hHH
  • Ich bin zwar nicht knausrig, aber die No-Name-Soßen von Aldi, Lidl und Co. schmecken genauso und haben es nicht nötig, idiotische Werbung dafür zu machen.
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