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Das Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO appelliert in einer einmaligen Aktion zu rücksichtsvollem Outdoor-Sex

Von Carsten Weidemann

Der Berliner Tiergarten, insbesondere der Teil westlich der Siegessäule, ist bei homo- und bisexuellen Männern bis weit über die Stadtgrenzen hinaus als Cruisinggebiet bekannt. Doch der schwule Freiluftsex bietet nicht nur Anlass zur Freude: Zertrampelte Grünanlagen und achtlos weggeworfene Hinterlassenschaften sind kein schöner Anblick – weder für Parkbesucher, Nutzer von Toiletten und Spielplätzen, noch für Cruiser selbst. Wiederholt hatte das zuständige Grünflächenamt die Verunreinigungen durch Papiertaschentücher und Kondome als nicht akzeptabel bezeichnet.

Mit einer neuen Aktion fordert das Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO die Szene zu rücksichtsvollem Outdoor-Sex auf: Gemeinsamen mit der Polizei will es am 24. Juni und am 2. Juli ein nördlich der Straße des 17. Juni gelegenes Parkgebiet als "Problemzone" markieren. In diesem Areal befindet sich ein großer Kinderspielplatz. Hinweisschilder werden Cruiser auffordern: "Hier bitte nicht!".

Bereits mehrfach hatte MANEO Cruiser zu mehr Rücksichtnahme gegenüber allen anderen Parkbesuchern gebeten. Zuletzt hatte Das Projekt auf die Problemsituation im Tiergarten mit der Aktion "Schöner Cruisen", d.h. mit einem Großputz im Tiergarten zum Ausklang der Outdoorsaison im Oktober 2007 reagiert.

"Rücksichtsvolles Cruisen ist ein Beitrag für ein gutes Stadtklima, denn auf die Bedürfnisse aller Parkbesucher wird Rücksicht genommen", betont MANEO-Projektleiter Bastian Finke. Vertreter der Polizei und des Grünflächenamts des Bezirks hatte diese Aktion begrüßt und sich ob des Engagements beeindruckt gezeigt.

MANEO appelliert an Cruiser, zukünftig das nördlich der Straße des 17. Juni mit dem Kinderspielplatz zu meiden und diese Botschaft weiter zu kommunizieren, zumal Polizei und Bezirksamt angekündigt haben, diese Problemzone verstärkt zu beobachten und in unregelmäßigen Abständen zu überprüfen. "Bitte gebt diese Information weiter und tragt dazu bei, dass in dem Gebiet rund um den Spielplatz nicht unnötige Konflikte entstehen", so Bastian Finke.

Wöchentliche Umfrage

» Sind Verbotsschilder im Cruisingpark sinnvoll?
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154 Kommentare

#1 Tim_ChrisProfil
  • 22.06.2008, 07:36hBremen
  • Also beim Abfall verstehe ich echt nicht, wo das Problem ist. Wer Zeit hat, abends/nachts für einen Fick im Park herumzuwandern, der müsste ja auch die Zeit haben, nach dem Fick seinen Abfall im entsprechenden Behältnis zu entsorgen, das sicher im Park an jeder (zweiten) Bank angebracht ist.
    Und dass man sich nicht unbedingt in der frisch angelegten Rabatte mit Stiefmütterchen suhlt um einen Hauch von romantischem Sex zu spüren, sollte selbst einem eben erst ins fickfähige Alter gekommenem Teen klar sein, wobei diese sicher noch nicht abends/nachts auf der Suche nach Sex im Park flanieren.
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#2 MaxAnonym
  • 22.06.2008, 10:52h
  • ich versteh dieses cruising ding eh nicht. is das nicht schon längst überholt?!
    ist das nicht ein relikt aus der zeit, in der es kaum andere möglichkeiten gab gleichgesinnte zu treffen?
    aber heute? in der zeit in der wir homo-ehe fordern etc. wissen wir doch dass auch ein homosexueller eine beziehung führen kann. ja beziiiiehung. für viele immer noch ein paradoxon und mit seiner homosexualität nicht vereinbar. ob im job, studium, verein, disco, theater, oper oder bar hat man doch genug möglichkeiten gleichgeschlechtlich zu flirten. ja fliiiiirten!! ist was anderes als die hand gen schritt anzudeuten.
    letztens cruiste mich tatsächlich so n typ in der stadt an und verfolgte mich bis ich ihn zur rede gestellt habe. was denkt er sich, dass ich mit ihm auf ein klo gehe? wie unverschämt! und ich fühlte mich wie in den achtzigern.
    WAKE UP! kriegt eure triebe in den griff. crusing ist so peinlich wie parkplatz sex bei verheirateten frauen auf den motorhauben und gangbang mit fremden. pfui.
    ich weiss, ein anderssein geht oftmals mit verlust von jeglicher moralität einher. muss aber nicht sein. dann schaffts man auch wirklich nicht auf homosexuell sein reduziert zu leben.
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#3 remixbebAnonym
  • 22.06.2008, 11:21h
  • Antwort auf #2 von Max
  • ja. Auch ich habe das nie wirklich verstanden. Ist aber leider so, dass man in der schwulen Szene als "Klemmschwester" gilt, wenn man wie ich fast 7 Jahre in einer monogamen Beziehung lebt.
    Andererseits stört es mich auch nicht. Jeder soll machen, was er für richtig hält, solange es sich im legalen Rahmen bewegt.
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 22.06.2008, 11:48hBremen
  • Antwort auf #2 von Max
  • "ich weiss, ein anderssein geht oftmals mit verlust von jeglicher moralität einher. muss aber nicht sein. dann schaffts man auch wirklich nicht auf homosexuell sein reduziert zu leben."

    Was bitte hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Deine "Marolität" ist nur der Schein, den Heten außerhalb ihrer verammelten Wohnungen vorspielen. Und auf diesen Mist kann ich ehrlich gesagt, verzichten.
    Es geht auch nicht nur um die Homoehe, sondern um die Akzeptanz der sexuellen Vielfalt und da gehört das Cruisen in Parks genauso dazu, wie der verklemmte Hetensex im dunklen Schlafzimmer - wobei letzteres die unnatürlichste Variante ist. Denn, wenn Hetenmänner die schnelle Nummer für Umme in irgendeinem Park in Kiel schieben könnten, gäbe es einen Verkehrsstau quer durch ganz Deutschland. Oder glaubst du, die würden das nicht nutzen, wenn sie könnten? Nur machen es ihnen die Frauen eben nicht so leicht. Zudem, welcher Hetenmacker würde da das Maul aufreißen und auf die Moral derer schimpfen, die dieses Angebot annehmen? Wenn, dann höchstens aus Neid, weil sie sich selbst nicht trauen, da vielleicht das strenge Frauchen im Hintergrund steht und mit dem Nudelholz droht, sobald Männlein auch nur ein Auge auf ein anderes weibliches Körperteil werfen sollte. Schließlich gehört es doch dazu, dass sich Hetenmann vor der Ehe durch die Gegend fickt und mehr oder weniger die Hörner abstößt. Das ist Hetennorm und Hetenmoral.
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#5 antos
#6 Tim_ChrisProfil
  • 22.06.2008, 12:03hBremen
  • Antwort auf #3 von remixbeb
  • Komisch. Ich habe 28 Jahre in einer monogamen Beziehung gelebt, mich hat nie jemand deshalb als Klemmschwester bezeichnet.
    Klemmschwestern sind in meinem Augen auch eher die, die divers bei GR herum turnen, zig Einträge in ihren Gästebüchern haben, eine Freundesliste so lang, wie das Einwohnerregister Berlins, vorzugsweise nur mit einem Schwanzpic im Profil: "Suche mal wieder was geiles zum abficken, aber bitte Diskretion, bin ungeoutet, deshalb auch kein Facepic". Also im Prinzip die, die sich heimlich durch fremdstädtische Szenen ficken, aber zuhause, auf Arbeit und im privaten Umfeld die Oberhete markieren und über Schwule lachen.
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#7 MaxAnonym
  • 22.06.2008, 12:14h
  • "Ist aber leider so, dass man in der schwulen Szene als "Klemmschwester" gilt, wenn man wie ich fast 7 Jahre in einer monogamen Beziehung lebt."

    der witz daran ist, dass die wirklich verklemmten die sind die in parks pornokinos usw. gehen um den schnellen schuß zu machen und psychisch völlig unreif sind eine ernsthafte zweier-beziehung zu führen mit tiefer verbundenheit und sexualität.

    zu tim-chris:

    du bestätigst meine erwähnte verzerrte sicht auf sexuellen gebarens. ein promisker hetero-mann hat genau so ein problem wie ein promisker schwuler. wir sind so aufgewachsen wir seien nur richtige männer wenn wir uns die hörner abstoßen und unsere frauen betrügen weil man die geilheit mit allen auf der welt teilen müssten.
    resümiert kommt beim rumgeficke nix raus ausser wichse, man zerstört beziehungen, und versucht eine nähe herzustellen, die eine in einer emotionalen beziehung nicht ersetzen kann. dies zu begreifen erfordert allerdings viel arbeit an sich selbst, um aus der illusion herauszukommen, der typ der grad um die ecke kommt wird mein bedürfniss nach nähe stillen.
    vielleicht für 20 postorgastische sekunden.
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#8 remixbebAnonym
  • 22.06.2008, 12:15h
  • Antwort auf #6 von Tim_Chris
  • Tja.. ich würde mich auch nicht so bezeichnen ;) Auch in einer Beziehung kann man guten Sex haben ;) So bezeichnet wurde ich aber schon mehrmals hier in diesem "Forum", nach dem Motto: Monogamie sei eine Erfindung der Heten und schwule Männer könnten so nicht sein, es sei denn, sie sind tatsächlich "klemmschwestern".
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#9 MaxAnonym
  • 22.06.2008, 12:20h
  • Antwort auf #5 von antos
  • woher ich das habe? aus meinen beobachtungen. ein outing verleitet oft dazu plötzlich alle "gesunden" grenzen zu verlieren und alle devianten verhaltensweisen zu tolerieren und als vielfältigkeit abzuhaken und deren pathologie völlig abzustreiten
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#10 stromboliProfil
  • 22.06.2008, 12:25hberlin
  • Antwort auf #4 von Tim_Chris
  • vieleicht verstehts man/n es besser wenn man sieht: wir haben nicht das rad der sexualität erfunden!
    Der quickie ist und war notnagel aller geschlechter und zwänge: früher der im hausflur ( darüber gibst sogar lieder undzeichnungen , so auch von zille , toulouse lautrec, im stroh ( wie romantisch) und am/im park ( puppenjunge, fanny hill lesen...) was immer den "notwendigkeiten oder mängeln an anderen möglichkeiten geschuldet war. Wo man früher die braut/bräutigam nicht auf die mansarde mitnehmen konnte , entwickelte sich ein reges treiben in der öffentlichkeit; quasi unter unseren augen!
    Was mich an der diskussion stört ist die aneignung heterosexueller wertung von "ordnung " wenn es um schwulen sex geht: da wird freudig schon mal die bezirksverordnung zitiert , die dem "treiben" mit missmut zuschaut.
    Sich dabei an kinderschutz aufhängend, wird da ein verschwiemeltes abgrenzen von "unsauberem treiben " betrieben. Ärgerlich die verschmutzung! Und sicher ein vermeidbares, aber wer diskutiert die verschmutzung und vermüllung durch die grillfamilienansammlungen? Wer regt sich auf über die weggeworfenen kippen und die papiertüten mit McDonaldresten die mittlerweile den tiergarten zieren?!
    An sexuellem sich aufziehen wenn es um "sauberkeit " geht ist ein zweischneidiges schwert; aber das hat sebastian finke nie so recht kapiert. Da klüngelt er lieber mit seinen "guten kontakten" zur polizeispitze , anstatt sich als schwuler, inhaltlich mit dem umgang von "selbstverständlichen freiräumen" zu beschäftigen!
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