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SPD, Grüne und Linkspartei kritisieren, dass sich die CDU-geführte Landesregierung wegen des diesjährigen Mottos "Ich glaube" weigert, ein Grußwort für den CSD Stuttgart zu schreiben.

Ministerpräsident Günther Oettinger und Sozialministerin Monika Stolz (beide CDU) haben es mit Hinweis auf das Motto abgelehnt, ein Grußwort zu verfassen. Kirchenvertreter hatten zuvor den CSD-Leitspruch als Provokation bezeichnet (queer.de berichtete).

"Der Vorgang um die fadenscheinige Verweigerung der baden-württembergischen Landesregierung, ein Grußwort für den für unsere Gesellschaft wichtigen und wertvollen CSD in Stuttgart zu verfassen, ist ein Zeichen von fataler Nicht-Respektierung der beteiligten Bürger", erklärte die Europaabgeordnete Gabi Zimmer (Linke), die dieses Jahr Schirmherrin des Schwaben-CSDs ist. Die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Ute Kumpf (SPD) nannte die Ablehnung einen "unfreundlichen Akt". Die Grünen reichten sogar eine Anfrage im Landtag ein, um die Gründe für die Ablehnung des Mottos durch die Sozialministerin zu erfahren.

Der CSD Stuttgart findet vom 18. bis 27. Juli statt. (dk)



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29 Kommentare

#1 Tim_ChrisProfil
  • 26.06.2008, 12:51hBremen
  • Wer hat hier irgendwo herum gebrüllt, dass die einzigen, die man wählen könnte, SPD und CDU wären? Hmmm, also nicht nur angesichts dieses Artikels würde ich die CDU eher zu den Parteien zählen, die man tunlichst NICHT wählen sollte, wenn man keinen Rückschritt oder Stillstand auf dem Weg zur Gleichberechtigung und Anerkennung der Menschenrechte riskieren möchte.
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#2 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 26.06.2008, 13:10h
  • Antwort auf #1 von Tim_Chris
  • das habe ich gesagt, weil homopolitik, (in der in der tat konservative noch nchholbedarf haben).
    nicht alles ist. sondern die politik ausgerichtet ist zum wohle der menschen deutschlands/europas.
    wenn das einzige themenfeld homoehe ist, da kann man natürlich die cdu nicht wählen.
    wenn man sich nicht nur auf seine sexuelle ausrichtung fixiert ist und ein "normales" leben führt und demzufolge andere schwerpunkte hat,ist es durchaus nachvollziehbar - wie andere 20%(nach umfragen von schwulen) auch diese partei wählen würden.
    ich schaue mir geführte cdu länder an wie bayern und baden württemberg und vergleich sie mit denen wo rot-grün oder sogar rot rot an der macht ist. armut in rotgeführeten ländern, realtiver wohlstand in cdu geführten ländern. desweiteren noch die außenpolitik, innenpolitik und kriminalität.
    ich brauch zwar keine eingetragene partnerschaft, bin aber durchaus damit zufrieden, ich schätze auch die freiheiten die wir haben, auch in cdu geführten ländern. ich erinnere an gleichstellung der hamburger cdu und niedersachsen. im gegensatz zu rheinland pfalz.
    da kann ich auf ein grwußwort verzichten wenn sogar eine von der pds ehrenvorsitzende ist, die gleichzeitig in anderen ländern mit leuten zusammenarbeiten,in denen queers verfolgt werden.
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#3 alexander
  • 26.06.2008, 13:13h
  • wenn schwule "glauben", ist das also eine provokation ?
    muss der "glaube" nun auch wie die ehe für heterosexuelle geschützt werden ?

    warum hat jesus wohl die pharisäer aus dem tempel gejagt ?

    merkwürdig, dass diese sogenannten, oder eher selbsternannten "christen", so wenig bibelfest sind !
    woher leiten diese schwachmaten immer wieder ihren alleinvertretungsanspruch ab ?
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 26.06.2008, 15:43hBremen
  • Antwort auf #2 von Fred_Israel
  • Mir geht es dabei keineswegs nur um Homopolitik. Ich wäre ein Narr, wenn ich die vertretende Partei alleine danach auswählen würde. Mir geht es schon um die Gesamtpolitik, für die eine Partei steht. Aber da war die CDU noch nie als Favorit auf meinem Wahlzettel, weil die mir schon immer zu konservativ veraltet waren in ihren Ansichten.
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#5 holgerAnonym
  • 26.06.2008, 15:48h
  • Antwort auf #2 von Fred_Israel
  • wenngleich auch ich mit einigen programmpunkten der grünen und besonders der linken nicht einverstanden bin, anerkenne ich ihr unbedingtes eintreten für die schwulen und lesben.

    als teil der besonders von der cdu diskriminierten gruppe kann ich deshalb nur eine dieser parteien wählen. würden alle homosexuellen menschen dasselbe tun, dann würden die etablierten parteien schnell die diskriminierung beenden, weil ihnen wichtige wählergruppen einfach fehlen würden.

    jeder und jede, der/die die cdu/csu wählt, unterstützt also mittelbar die diskriminierung.

    themenfelder wie frauen- und umweltpolitik haben gezeigt, dass das wählerverhalten die etablierten parteien dazu gebracht haben, diese themen ebenfalls voranzubringen.

    deshalb wählt nicht die cdu/csu, um endlich die diskriminierung zu stoppen!!
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#6 lieblingsuliProfil
  • 26.06.2008, 17:22hStuttgart
  • Wen wundert das ?

    "Ich galube" als Motto für eine politische Veranstaltung zu wählen ist ideologisch einfach unklug, es entspringt spürbar dem Übereifer einiger "Rast- und Ratloser" die sich immerwieder eher laut als erfolgreich über den CSD "im Namen der Szene zu postulieren versuchen, und dabei in den letzten Jahren viel erreicht haben, wenngleich auch oft nichts positives.

    "Wenn man die kranke Sau nicht zum Arzt schicken kann dann lässt man sie im Stall verhungern" mag sich wohl so mancher denken der politisch gerne sein "C" für christlich im Parteibüchlein führt.....wer hät´s gedacht ?????

    was will man mit dem Thema erreichen ??
    etwa das eine Christliche Partei grüsst ?
    das die katholische Kirche zustimmt ?
    Das Glaube mit Homorechten zu tun hat ?
    Das man Kirche und Staat mehr verbinden solle ?

    In Meinungen hier wird der Schritt ins Mittelalter voraussgeweisagt, durch Kirche CSU und und und..

    Politische Aussagen und Religiöse Bekenntnisse miteinader zu verbinden halte ich für den Schritt ins Mittelalter.

    Wo ist der Konsenz, die Symbiose die Unabdingbarkeit der Nutzen oder Vorteil
    von "ich glaube" ?????

    Ich galube es soll nur eine bauernschlaue Provokation sein, Freude der Schuss ging nach Hinten los......

    "Ich Glaube" ist das Eingständnis einer politische Unreife, und der Boykott die Logische Folge davon.

    Will man Politik machen, muss man Politik dazu benutzen seine Ziele zu erreichen.
    Wenn man das Spiel nicht beherrscht muss man es lernen, und manche eben auf die peinlichste aller Arten.

    Ich bin bestimmt kein Befürworter von Christlichen Parteien und Kirchen, nur ein einfacher CSD Teilnehmer in Stuttgart, der jetzt auf dem Strassenfest sein Gesicht zeigen soll für so eine Steilvorlage für alle CSD Gegner, "ich glaube- ich muss k.."

    Der Lieblingsuli
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#7 GeorgAnonym
  • 26.06.2008, 20:32h
  • Ich glaube... es wird endlich einmal Zeit selbst zur Tastatur zu greifen und einen Kommentar zu schreiben.

    Ich glaube, dass die Worte "ich glaube..." von Dir fehlinterpretiert werden. Ich glaube Du hast versehentlich "Ich Glaube!" gelesen und nicht "ich glaube...".

    Und selbst dann kann es noch falsch verstanden worden sein, denn das Wort "Glaube" kann dreierlei Bedeutungen haben, einen religiösen, einen philosophischen und einen rechtlichen. Einfach mal das Lexikon aufschlagen.

    Ich persönlich halte das Motto "ich glaube..." für sehr gelungen, denn jeder kann selbst daraus machen was er denkt, auch politisch.
    Bspl:
    Ich glaube es wird Zeit für einen Wechsel.
    Ich glaube das Ende der CDU Regierung ist nah.
    Ich glaube die Mehrheit der Deutschen ist für eine Öffnung der Ehe auch für Homosexuelle.

    So, ich glaub das dürfte reichen.

    Grüßle

    Georg
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#8 CrazyForceProfil
  • 26.06.2008, 22:37hDortmund
  • Es zeigt sich immer wieder. Die CDU ist ein konservativer altherren-Verein der sich auf eine moderne Gesellschaft nicht einstellen kann.

    Die CDU ist für SChwule und Lesben unwählbar, unabhängig von allen anderen Themen. Eine Partei, die mich nicht akzeptiert und wo einige Menschen mir vermutlich sogar eine Heilung anbieten würden, ist unwählbar. Kühe rennen auch nicht zum Schlachthaus, auch wenn der Besitzer total tolle Sozialprogramme hat....

    Ansonsten sind eigentlich alle anderen Parteien in Deutschland diesen Thema sehr aufgeschlossen...

    Auch sonst würde die CDU nicht auf meiner Wahlpräferenz ganz oben stehen.

    SPD
    Grüne
    FDP
    danach kommt erstmal nichts mehr....
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#9 DamienAnonym
#10 SaschaEhemaliges Profil
  • 27.06.2008, 00:57h
  • Antwort auf #7 von Georg
  • Ganz egal, wie man es dreht und wendet:

    Das Motto "Ich glaube..." hat nach allgemeiner Wahrnehmung auf jeden Fall eine STARKE religiöse Konnotation.

    Es ist daher zunächst einmal eine Beleidigung für alle aufgeklärten Menschen in dieser Gesellschaft und in der Gay Community, die sich zu Recht erlauben, NICHT zu GLAUBEN, zumindest nicht an Gott und/oder organisierte Religion, die den Anspruch erhebt, öffentlich gepredigt oder diskutiert werden zu müssen.

    Damit bietet der CSD - ob nun gewollt oder nicht - reaktionären klerikalen Gesinnungen und deren Protagonisten auch noch eine Plattform zur weiteren Verbreitung und "Verteidigung" ihres Menschen verachtenden Gesellschaftsbildes.

    Und eben dies ist nicht nur extrem kontraproduktiv, sondern sogar sehr gefährlich für die Anliegen einer Bewegung,

    die eigentlich für die strikte Trennung von Kirche und Staat, von Religion und Politik und unmissverständlich für das Ende der Einflussnahme von organisierter Religion und den dazugehörigen Unterdrückungslehren auf unsere gesellschaftlichen "Normen" und Institutionen eintreten und ihre Forderungen, wie weiter unten ganz richtig festgestellt wurde,

    POLITISCH und auf der Basis fundamentaler Prinzipen (NICHT "Glaubenssätze") einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft artikulieren sollte.

    Mit dem gewählten Motto begibt man sich aber gerade auf die pseudo-argumentative Ebene derer, die Glaube und Politik in gefährlicher und demagogischer Manier miteinander vermischen wollen. Dabei müssten wir doch sehr deutlich machen, dass es uns nicht um "Glauben" geht, sondern um die elementaren Prinzipien der Aufklärung und die Grundsätze der Französischen Revolution sowie um fundamentale Menschenrechte, die sich daraus ableiten!

    Vor diesem Hintergrund kann es ganz sicher nicht unser Ziel und unsere Aufgabe sein, die katholische Kirche oder andere religiöse Sekten zu verändern, sondern vielmehr jede Einflussnahme von dieser Seite auf unser gesellschaftliches Zusammenleben ein für allemal POLITISCH zu unterbinden.

    Es ist völlig unverständlich, wie die Verantwortlichen angesichts erstarkender Homophobie unter jungen Menschen, der fortgesetzten Ausgrenzung von Homosexualität aus der Sexualerziehung und völlig fehlender Antidiskriminierungspolitiken in den Schulen sowie einer nach wie vor aggressiven Heteronormativität in fast allen Gesellschaftsbereichen ausgerechnet ein solches Motto ersonnen haben.

    Offensichtlich haben da einige im CSD-Team Stuttgart selbst eine gehörige Portion "Glaubenslehre" unkritisch absorbiert und suchen jetzt verzweifelt nach Anerkennung durch die betreffenden, selbsternannten Gottesvertreter, oder aber sie haben nur nach einem zweifellos medienwirksamen Thema zur Aufpolierung ihres Egos gesucht.

    Dem eigentlichen Anliegen wirklicher, effektiver Gleichberechtigung unterschiedlicher sexueller Identitäten in allen Lebensbereichen (weit über die Fragen einer "Lebenspartnerschaft" für bürgerlich-angepasste Homos hinaus) ist dieses Unterfangen aber nicht nur in keiner Weise dienlich, sondern konterkariert es sogar ganz erheblich.
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