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Scheich Falah bin Zayed bin Sultan al-Nahyan ist in Genf wegen Körperverletzung verurteilt worden – er hatte einen 39-jährigen Amerikaner 2003 mit einem Gürtel ausgepeitscht, nachdem dieser offenbar von sexuellen Avancen des Scheichs nichts wissen wollte.

Der Bruder des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate muss jetzt 10.000 Schweizer Franken (6.200 Euro) Strafe zahlen, entschied das Genfer Polizeigericht am Dienstag. Begleicht er die Rechnung nicht, muss er für 100 Tage ins Gefängnis. Außerdem erhielt er eine Buße von 540.000 Franken (330.000 Euro), die er bezahlen muss, wenn er sich in den nächsten drei Jahren in der Schweiz etwas zu Schulden kommen lässt.

"Ich habe fünf lange Jahre für meine Rechte gekämpft", erklärte Silvano Orsi, das Opfer des Angriffs. Der in Rochester (US-Bundesstaat New York) lebende 39-Jährige hatte zuvor erklärt, der Scheich habe ihn in einer Hotelbar versucht, zu einem Getränk einzuladen, sowie zu küssen und zu begrapschen. Als Orsi das abgelehnt hatte, schlug der Orsi zufolge Scheich zu. Das Opfer will nun in einem Zivilprozess in den USA auf Schadensersatz klagen. Wegen eines posttraumatischen Schocks in Folge des Angriffs ist Orsi arbeitsunfähig. Bis heute hinkt er, weil der Scheich sein Beine getroffen habe.

Marco Crisante, Rechtsanwalt des Scheichs, will das Urteil voraussichtlich anfechten. Er erklärte, dass das Opfer lüge, um höhere Schadensersatzforderungen an den Scheich stellen zu können. Die Sicherheitsleute hätten gleich eingegriffen und so verhindert, dass der Scheich Orsi schlagen könne, so Crisante. Der Täter bestreitet zudem, homosexuell zu sein. Er soll das Opfer vielmehr angegriffen haben, weil es ihn als schwul bezeichnet haben soll.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten steht auf schwulen Sex die Todesstrafe. (dk)



12 Kommentare

#1 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 02.07.2008, 15:38h
  • lieber Scheich Falah bin Zayed bin Sultan al-Nahyan,

    im gegensatz zu ihrem land istdie schweiz ist ein zivilisiertes land.
    hier peitscht man keine menschen aus die mit anderen keinen sex haben wollen.
    auch wenn ihr denkt,dass ihr aufgrund eures reichtums euch alles erlauben könnt.

    herzlichst, ein europäischer kulturpatriot
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#2 JensiAnonym
  • 02.07.2008, 16:15h
  • Komisch, der Schweizer "Blick" stellt den Sachverhalt ganz anders dar:

    "Gemäss Zeugenaussagen war der Scheich wütend geworden, als sein Opfer eine von ihm spendierte Flasche Champagner ablehnte. "

    "Der Verteidiger des Scheichs will voraussichtlich gegen das Urteil rekurrieren. Das Verhalten seines Klienten hatte er damit begründet, dass der Bargast Scheich Falah bin Zayed bin Sultan al Nahyan als Homosexuellen bezichtigt habe."

    www.blick.ch/news/schweiz/sein-bruder-peitscht-ami-aus-busse
    -94511
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#3 SvenAnonym
#4 Chris_Anonym
#5 JensiAnonym
  • 03.07.2008, 03:52h
  • Antwort auf #4 von Chris_
  • "Wahrscheinlich ist ja ein Flasche Champagner eh ein Indiz für ne Einladung auf das Zimmer" ist aber kein seriöser (schwuler) Journalismus, und den würde ich mir hier gerne wünschen statt offensichtlicher Falschmeldungen!
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#6 Zenon
  • 03.07.2008, 09:34h
  • Antwort auf #5 von Jensi
  • @Prochnow: Noch mal kurz zum besseren Verständnis: Also, die Leserkommentare sind von Lesern und nicht von Journalisten. Das, was Journalisten schreiben, wird in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen abgedruckt. Die Äußerung, die Du kritisierst, wurde von einem Leser geschrieben und hat nichts mit Journalismus zu tun. Sie hätte ansonsten auch durch Anführungsstriche als Zitat gekennzeichnet werden müssen. Alles klar?
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#7 Chris_Anonym
  • 03.07.2008, 10:19h
  • Er meinte nicht meinen Kommentar sondern die Berichterstattung von Queer.de. Denn in anderen Medien war halt nie von Küssen o.ä. die Rede sondern halt lediglich von einer Einladung auf Champagner. Keine Ahnung ob Q.de da mehr Informationen hat als über die Nachrichtenticker gegangen sind oder halt etwas ausgeschmückt worden ist.
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#8 queer_dennis (Admin)Profil
#9 Sunbear
#10 Chris_Anonym
  • 03.07.2008, 14:02h
  • Danke für die Info und den Link. Dann haben wohl die anderen Medien etwas ausgeblendet. Tut mir leid, wenn ich da etwas voreilig war. Gruß.
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