Service & Fun   Gewinne   Queer Shop   Partner   Cams   Musikvideos   Film-Streams   Reise   Gay Thailand
Queer.de
 Community | Blogs | Bookmarks | CSDs
Suche:  (Archiv | 7 Tage)
 
Artikel Alles
Login:  (Anmelden zur Queer Community)
merken  
 Home | Politik | Szene | Meinung | Boulevard | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | TV-Tipps | Erotik | Hardcore | Galerie
SzeneDeutschland  powered by
  • 03.07.2008           4       | | |

Antidiskriminierung: LSU kritisiert EU-Richtlinie

LSU-Chef Reinhard Thole
LSU-Chef Reinhard Thole
Die Lesben und Schwulen in der Union sehen die von der Kommission vorgestellte Antidiskriminierungs-Richtlinie kritisch und folgen damit den Vorbehalten ihrer Mutterparteien.

"Der Entwurf wirft mehr Fragen als Antworten auf", erklärte der LSU-Bundesvorsitzende Reinhard Thole. "So gibt es eine Vielzahl von unbestimmten Rechtsbegriffen. Es ist fraglich, welche Maßnahmen wie nach den Formulierungen konkret umgesetzt werden sollen." Kryptisch fordert er "präzisere Formulierungen und Abgrenzungen hinsichtlich des Grundsatzes der Subsidiarität." Subsidiarität bedeutet, dass untergeordnete staatliche Glieder, also Bund, Länder oder Gemeinden, besser Aufgaben lösen könnten als das größere Glied, in diesem Fall die Europäische Union. Allerdings hatte zuvor die EU-Agentur für Grundrechte für Menschenrechte beklagt, dass Schwule und Lesben in vielen Teilen der EU nach wie vor schlechter gestellt seien (queer.de berichtete).

Die EU-Richtlinie war zuvor heftig von Politikern aus CDU/CSU und FDP kritisiert worden (queer.de berichtete). Sie sieht vor, die Diskriminierungs-Hierarchien abzuschaffen. Derzeit gibt es etwa im Zugang zu Dienstleistungen eine Richtlinie zum Schutz aufgrund der Merkmale Rasse, Geschlecht und ethnische Herkunft. Diskriminierung etwa aufgrund von Behinderung oder der sexuellen Orientierung ist aber erlaubt. Zwar haben viele Länder, darunter auch Deutschland, mit Gleichbehandlungsgesetzen diese Hierarchie nicht übernommen. Gerade in Osteuropa sieht die Lage aber anders aus.

Des Weiteren präzisiert die Richtlinie Diskriminierungsverbote. So dürften bei Inkrafttreten beispielsweise schwule und lesbische Mieter nicht mehr von professionellen Vermietern diskriminiert werden (für private Vermieter gilt diese Regelung auch in Zukunft nicht). Nach dem gegenwärtigen deutschen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gilt dieses Diskriminierungsverbot aber nur für Vermieter, die mehr als 50 Wohnungen anbieten.

Obwohl die LSU den EU-Richtlinie offenbar als "mit heißer Nadel gestrickt" ablehnt, spricht sie sich für einen "Mindeststandard zum Schutz von Homosexuellen in allen EU-Mitgliedsstaaten" aus. Die Organisation begrüßt auch, dass es keine Diskriminierungs-Hierarchien mehr geben soll. Politiker aus CDU und besonders aus der bayerischen CSU fordern dagegen lautstark ein Veto der Bundesregierung gegen jegliche Antidiskriminierungsrichtlinie. (dk)




  Teilen      
       

Tags:  lsu   agg   europäische union 
    pdf     versenden
kommentieren    Trackback-URL (?)

Themenschwerpunkte

   Europäische Union   
Brüssel und Straßburg weisen den Weg

EVP-Abgeordnete setzen Schwule mit Pädophilen gleich (02.07.2010)
Europäischer Gerichtshof verurteilt Polen (02.03.2010)
Amnesty: Deutschland blockiert Gleichbehandlung (24.02.2010)
Europaparlament verurteilt Uganda (18.12.2009)
Mehr Berichte zum Schwerpunkt
   Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
   LSU

Reaktionen zu "Antidiskriminierung: LSU kritisiert EU-Richtlinie"


 4 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)


Die ersten:   
#1
03.07.2008
13:00:27


(+3

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar

dann sollen sie mal weiter stricken, wen juckts noch ? und auf deren "mindeststandard " kann ich allemal verzichten !

Antworten | Kommentar schreiben

#2
03.07.2008
13:18:41


(+2
#3
03.07.2008
16:38:42


(+3

Von Lars3110
Aus Schöneberg (Berlin)
Mitglied seit 03.05.2008

Na dann soll sich die LSU mal nicht wundern, wenn die CDU sagt: "Wir schließen alle schwulenund lesbischen Mitglieder aus, denn das korrspondiert nicht mit unseren christlichen Werten".

Macht Euch ruhig zum Schoßhündchen von Schäuble und Co. - niemals beißen, nur Futternapf leeren.

Antworten | Kommentar schreiben

#4
03.07.2008
16:58:36


(+2

Von stromboli
Profil nur für angemeldete User sichtbar

Antwort zu Kommentar #3 von Lars3110:
lars, diese parteien brauchen diese feigenblätter um ihre bashingpolitik zu verbergen. Wir hier von nützlichen idioten sprechen , nützlich, indem die uns im gegenzug die rücknahmen und blokaden erklären und trotzdem ihre partei als wählbar hinzustellen versuchen.
Das hat der spd im wahlkampf 72 über geschätzte 500.000 wähler eingebracht... die gilt es zurückzugewinnen.

wenns ums eingemachte aber geht: 16. mai , barbara höll (Linke.... mildredF. , nicht gleich ausrasten, greif zu den rosa pillen) fordert die bundesregierung auf, die nach §175 zum teil zu langjährigen gefängnisstrafen verurteilten zu rehabilitieren und zu entschädigen...
In der zeit von 1950 bis 1969 wurden über 50.00 ( in worten :FÜNFZIGTAUSEND !!) verfolgt und verurteilt!
Entschädigungsforderungen für zerstörte lebensentwürfen und berufswegen werden seit jahren von den parteien, incl. grüne abgewiesen!

Nun, auf dieser basis lässt sich doch mit euren abgeordneten ein spannendes gespräch führen!

Antworten | Kommentar schreiben


 Bisher keine Trackbacks

Weiterlesen bei Queer.de
>> Kirchliche "Ehe-Light" für Hetero-Paare möglich
<< McCain will Homo-Ehe in Kalifornien verbieten
—> Nachrichten-Übersicht  |  nach oben  |  Startseite



 SZENE - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)
DER SCHWULE WITZ
  • Was ist der Unterschied zwischen zwei Schwulen und den Schumi-Brüdern?? Der...  lesen »


GAY GAMES
  • Puzzle Dir einen Boy. Oder spiele eine Runde Hangman mit schwulen Begriffen. Zu den Spielen »


 SZENE


QUEER SHOP

FILME UND TRAILER
  • FilmcoverNeu bei Queer: Zahlreiche Dramen, Komödien und Dokus als Stream - schwul und lesbisch. Mit kostenlosen Trailern.
    Schwule Filme on Demand »


SUCHE


Facebook
    © Queer Communications GmbH 2010   Unternehmen | Team | Mediadaten | Banner | Impr. / AGB | Kontakt     | | Hilfe | top