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Wenige Tage vor dem CSD Budapest haben Unbekannte zwei Anschläge auf eine schwule Sauna verübt, während Rechtsradikale im Internet zum Protest aufrufen.

Am Mittwochmorgen ist zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ein Brandanschlag auf die schwule Sauna "Magnum" in Budapest verübt worden. Unbekannte warfen insgesamt vier Molotow-Cocktails. Ein Gast erlitt dabei eine leichte Rauchvergiftung. Der Anschlag war zuvor telefonisch angekündigt worden.

Mit Blick auf den am Samstag stattfindenden CSD äußerten Homo-Aktivisten Kritik an der Polizei: "Wir glauben nicht daran, dass die Behörden schwul-lesbische Einrichtungen schützen können, wie sie es versprochen haben", so CSD-Organisator Gábor Kuszing.

Im Internet haben Rechtsradikale derweil zu Protesten während der Parade aufgerufen. Die rechtsextremen Aktivisten György Budaházy und László Toroczkai fordern von "ungarischen Patrioten" Härte: "Wir werden es nicht tolerieren, dass ausländische Perverse jeglicher Hautfarbe ihre ausländische und kranke Welt nach Ungarn bringen", schreiben sie.

Die Gruppe Rendszerváltó Fórum ("Forum für eine Systemveränderung") hat bereits die Erlaubnis erhalten, am Samstag gegen den CSD zu protestieren. Polizeisprecherin Éva Tafferner erklärte, die Beamten würden alles tun, um die Demonstranten von den CSD-Teilnehmern fern zu halten.

Im Juni gab es bereits Irritationen, als die Polizei den CSD erstmals seit dem Ende des Kommunismus verboten hatte (queer.de berichtete). Nach Protesten aus dem In- und Ausland zog sie das Verbot am nächsten Tag allerdings zurück hatte (queer.de berichtete).

Ungarn gehört zu Ländern des ehemaligen Ostblocks, die beim Thema Homo-Rechte als eher liberal gelten. So verabschiedete der EU-Staat als drittes postkommunistisches Land nach Tschechien und Slowenien die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften (queer.de berichtete). Das Gesetz soll am 1. Januar 2009 in Kraft treten. (dk)



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Ausschreitungen beim CSD Sarajewo

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16 Kommentare

#1 AntichristProfil
  • 04.07.2008, 07:12hHH
  • "Wir werden es nicht tolerieren, dass ausländische Perverse jeglicher Hautfarbe ihre ausländische und kranke Welt nach Ungarn bringen"
    Den Aufruf sollten sie mal fix auf ich selbst anwenden, dann würde ein passender Schuh drauß.
    Diesen Arschlöchern gehören mal ordentlich die verschissenen Hirnzellen durchgespült.
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#2 piroschkaAnonym
  • 04.07.2008, 11:24h
  • "Warum eine Ungarische Antifaschistische Liga?...

    .....Die Entwicklungen der innenpolitischen Ereignisse in Ungarn lassen die traurige Tendenz erkennen, dass sich die in der Gesellschaft bereits seit Längerem vorhandenen rechtsradikalen, ja ausgesprochen faschistoiden, bzw. neonazistischen Gruppierungen zu einer entscheidenden politischen Kraft formieren und die sofortige Machtübernahme mit außerparlamentarischen Mitteln – ja notfalls mit Gewalt – anstreben......
    .......Die radikale Rechte ruft zur Gewalt und zur Verwirklichung radikal nationalistischer Interessen auf, verbreitet irredentistische und rassistische Propaganda, benennt Sündenböcke und schürt damit die gesellschaftlichen Spannungen....
    Gleichzeitig ver u r s a c h e n
    die n e o l i b e r a l e Wirtschaftspolitik,
    der A b b a u d e s S o z i a l s t a a t e s,
    die wachsende Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Einschnitte zu Recht soziale Verunsicherung und werden auch von den radikalen politischen Kräften ausgenutzt.......
    .....Es ist bedauerlich, dass die heutige politische Elite selbst den Boden für die Unzufriedenheit vorbereitete, auf dem sich die rechtsradikale Demagogie entwickelte. Sie hatte nämlich die Lastenverteilung, die zwar aus der wirtschaftlichen Notlage resultierte und die Konvergenz unterstützen sollte, ungerecht durchgeführt. ..diese politische Elite [bietet] keine ausreichenden Abwehrmöglichkeiten gegenüber den Feinden der Demokratie: Die von der Legislative geschaffene gesetzliche Grundlage ist ungenügend, die Exekutive nutzt nicht einmal die spärlichen Möglichkeiten der Gesetzgebung aus, und die Judikative wirkt nicht selten geradezu ermunternd auf die Rechten, statt deren Vordringen aufzuhalten....."

    Quelle:

    www.hagalil.com/archiv/2008/06/mal.htm

    www.eigengott.de/blog/wp-content/uploads/2007/01/PICT2452.JP
    G


    webseite der antifaschistischen liga:

    m-a-l.hu/
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#3 Tim_ChrisProfil
#4 hwAnonym
#5 Tim_ChrisProfil
  • 06.07.2008, 11:09hBremen
  • Der CSD in Budapest soll übrigens recht heftig verlaufen sein. Heftig im Sinne von "abgesperrt", "von der Öffentlichkeit ausgeschlossen", "von Polizei und Antiterrortruppen abgeriegelt" und "von der Gegendemo abgeschirmt" - letztere lief dem Zug zwar entgegen, war aber durch Bauzäune, die Hauptstraße und Hundertschaften von Polizisten getrennt, das ganze so organisiert, dass man sich genau an einem Kreisverkehr zwar traf, aber dennoch nicht sah, da der eine Zug erst dann weiterlaufen durfte, als der andere auf der anderen Seite des Kreisels durch war.)

    Ob es Ausschreitung jenseits von Eierwürfen gab, ist mir unbekannt. War selbst nicht dort, habe es nur eben von einem unabsichtlichen Besucher der Parade erfahren.
    Ein, bzw. zwei Wagen mit Musik, an Teilnehmern die den Wagen folgten höchstens 300 Leutchen. Dagegen ca. 2000 Polizisten und Bullerei der Antiterroreinheiten.
    Ab ca. 14:30 Uhr soll niemand mehr an die Paradestrecke herangekommen sein, da sämtliche Zugänge von Polizei abgeriegelt und keiner mehr durchgelassen wurde. Die, die bis dahin an der Strecke standen, seien größtenteils bei Abriegeln verschwunden, so, dass am Ende nur noch ein kärglicher Rest Zuschauer die Strecke säumte und davon das Gros aus Journalisten bestand, die sich mit Blitzlichtgewitter auf jeden Eierwerfer stürzten und dadurch dem Randgeschehen die eigentliche Aufmerksamkeit schenkten.

    Diese Angaben entstammen einer mir vertrauten und glaubhaften Quelle, sind aber dennoch ohne Gewähr, da ich es selbst nicht miterlebt habe.
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#6 bananasEhemaliges Profil
  • 06.07.2008, 11:53h
  • Antwort auf #2 von piroschka
  • Sehr guter Beitrag, vor allem, wenn man bedenkt, daß Ungarn mal als politisch liberalstes Land des ehem. Ostblocks galt. Das Gleiche ist vor einigen Jahren auch in den "neuen" Bundesländern passiert. Warum ist wohl seit der letzten Kommunalwahl in Sachsen vor 3 Wochen die NPD in jedem Rathaus ? Ein pol. Gegengewicht gibts, außer den "Linken" nicht und die bürgerliche Partei "Bündniss90/Die Grünen, haben sich schon lange aus Ostdeutschland verabschiedet.

    Nettes Foto. Brennt 2 mal und das mörderlich.
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#7 ein MenschAnonym
  • 06.07.2008, 12:56h
  • Antwort auf #2 von piroschka
  • Komischerweise werden in vielen Staaten des ehemaligen "Ostblocks" offenbar Rechtsextreme Gruppierungen unterstützt und Linke oder Kommunistische mit brutaler Gewalt verfolgt. Dies zeigt auch das Beispiel des durch die Regierung Verboten Kommunistischen Jugendverbandes Tchechiens.

    Stattdessen prostituieren sich die Regierungen dieser Staaten lieber gegenüber den USA, damit diese dort ihren "Raketenschild" aufbauen können.
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#8 hwAnonym
#9 Tim_ChrisProfil
  • 06.07.2008, 14:32hBremen
  • Antwort auf #8 von hw
  • Diesen Link wollte ich auch eben posten. Habe mal ein paar Bilder meiner vertrauten und glaubhaften Quelle in einer Galerie hoch geladen. Nicht von den Gewaltszenen nach der Parade sondern von vor und während der Parade.
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#10 Tim_ChrisProfil