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Im US-Bundesstaat Oregon hat ein 34-jähriger Transmann eine Tochter zur Welt gebracht.

Thomas Beatie hat weltweit für Aufregung gesorgt, als er im März seine Schwangerschaft bekannt gab (queer.de berichtete). Bereits vor acht Jahren hatte sich die ehemalige Frau einer Brustoperation und einer Hormonbehandlung unterzogen - und wurde damit vor dem Gesetz zum Mann. Die weiblichen Geschlechtsorgane allerdings blieben auf eigenen Wunsch erhalten.

In der Nachmittags-Talkshow "Oprah" erklärte er im Vorfeld der Geburt, es sei kein weibliches oder männliches Verlangen, ein Kind zu bekommen, sondern einfach nur menschlich: "Ich bin ein Mensch und habe das Recht auf ein biologisches Kind", so Beatie. Da seine Frau Nancy unfruchtbar ist, beschloss das Ehepaar, dass er eine Schwangerschaft probieren solle. Ein Arzt führte schließlich eine künstliche Befruchtung des Frau-zu-Mann-Transsexuellen durch.

Nach Angaben des Fernsehsenders ABC erklärte Beatie nach der Geburt: "Der einzige Unterschied ist, dass ich mein Baby nicht stillen kann. Aber das tun ja viele Mütter ohnehin nicht."

Ärzte hatten sich allerdings besorgt über das Wohlergehen des Kindes geäußert (queer.de berichtete). Es sei nicht sicher, ob das Kind wegen der Hormonbehandlung des austragenden Elternteiles krankheitsanfälliger sein würde. Außerdem sei es wegen der ungewöhnlichen Eltern-Konstellation anfälliger für psychologische Probleme. (dk)



43 Kommentare

#1 HannesAnonym
  • 04.07.2008, 13:39h
  • "Außerdem sei es wegen der ungewöhnlichen Eltern-Konstellation anfälliger für psychologische Probleme."

    Solange es keine Studie gibt über die psychologischen Probleme von Kindern, die von Transmännern zur Welt gebracht wurden, ist das eine völlig haltlose Behauptung.
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#2 Tim_ChrisProfil
  • 04.07.2008, 13:59hBremen
  • "Außerdem sei es wegen der ungewöhnlichen Eltern-Konstellation anfälliger für psychologische Probleme."

    Eigentlich Saschas Lieblingsthema, aber hier greife ich es mal auf. @Sascha: hast sicher nichts dagegen, oder? ;-)

    Warum wird das Kind anfälliger sein für psychische Probleme? Ganz einfach, weil das Umfeld schon dafür sorgen wird, dass das Mädchen nie vergisst, was es ist und woher es kommt. Und das ist in den Augen der Außenstehenden nun mal ein absolutes Unding.

    Hier wurden ja gleich mehrere Regeln gebrochen, die von der christlich-orthodoxen-islam-buddhistischen Gesellschaftsnormkirchenhete als einzelnes schon iih-bah-pfui-widerlich-eklig-abnormal eingestuft würde. Zusammen genommen einfach unmöglich. Da wurden doch tatsächlich Grenzen überschritten, die mehr als nur unreligiös, vor allem aber unmoralisch sind.

    Erst einmal das krankhafte, dass sich eine Frau in einen Mann "umoperieren" lässt. Wie kann man nur so gegen die Natur handeln?

    Dieses "Mannsweib" nennt sich nun zwar Mann, hat aber immer noch weibliche Genitalien und LEBT dann auch noch mit einer Frau zusammen. Also eine umoperierte Frau, die zudem noch lesbisch ist. Geht absolut gar nicht.

    Dieser Neumöchtegernmann hat nun auch noch die Dreistigkeit, sich über alle natürlichen Gesetze hinweg einer künstlichen Befruchtung zu unterziehen und tatsächlich SCHWANGER zu werden. Ein schwangerer Mann ist ja nun mal absolut nicht von der Natur so vorgesehen. Also erst recht ganz viel dickes Pfui.

    Und nun lebt dieser MaPa mit Frau und Kind zusammen und das Kind, das NIEMALS gottgewollt entstanden ist nennt seine eigentliche Mutter irgendwann auch noch VATER. Das darf ja überhaupt nicht sein.

    Wie soll denn da ein Kind normal aufwachsen, ein züchtiges und anständiges Leben führen, wie Gott/Allah/oder wie auch immer dieses erfundene tote Wesen an das man glaubt nun auch heißen mag, es dem Menschen angedacht hat? DAS GEHT DOCH GAR NICHT!

    Stimmt, in dieser Gesellschaft zumindest reichlich schwer, da absolut nichts an dieser Familie und der Art, wie das Kind entstanden und geboren ist in die derzeit herrschende Norm der Gesellschaft passt. Und das wird diese der Familie immer wieder zeigen.

    Aber mal abgesehen vom Gesellschaftsbild:
    In Deutschland wäre ein schwangerer Transmann, sobald sein Personenstand auf "Mann" laut, nicht möglich. Das Gesetz schreibt hier nämlich vor, dass der Personenstand nur dann geändert werden kann, wenn sichergestellt ist, dass eine Fortpflanzung ausgeschlossen ist. Für Transmann bedeutet das zumindest die Entfernung der Gebärmutter, bei der Transfrau die Entfernung der Hoden. Macht aus gesundheitlichen Gründen sogar Sinn (erhöhtes Krebsrisiko durch gegengeschlechtliche Hormonbehandlung). Ob es jedoch gesetzlich geregelt als notwendig erachtet gehört ist zweifelhaft. Nur weil es nicht ins gewohnte Bild passt, wenn ein Mann schwanger werden könnte, muss es ja deshalb nicht falsch sein, wenn es doch ginge ;-)

    Denn mit einem hat Beatie durchaus Recht: "es sei kein weibliches oder männliches Verlangen, ein Kind zu bekommen, sondern einfach nur menschlich: "Ich bin ein Mensch und habe das Recht auf ein biologisches Kind"."
    Hätten er und seine Frau es jedoch etwas weniger an die große Glocke gehängt, würde vielleicht kein Hahn danach krähen, das er, statt seiner Frau das Kind ausgetragen hat.

    Nichts desto Trotz: Herzlichen Glückwunsch den frisch gebackenen Eltern.
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#3 die doofe dorisAnonym
  • 04.07.2008, 14:31h
  • Antwort auf #2 von Tim_Chris
  • stimmt.
    nebenbei sinkt die pro-kopf-verschuldung für
    sekundenbruchteile.

    zur zeit 175.154 $ pro kopf bei
    53 Billionen $ direkter schulden
    (Zahlungsverpflichtungen aus ungedeckten Renten und Gesundheitsleistungen, die sich noch einmal auf weitere 60 Billionen Dollar belaufen)

    113.000.000.000.000 $ (stand 03/08)
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#4 LukeAnonym
  • 04.07.2008, 17:15h
  • "Außerdem sei es wegen der ungewöhnlichen Eltern-Konstellation anfälliger für psychologische Probleme."

    Ich arbeite mit Kindern, die psychologische Probleme haben. Nur die wenigsten, ein verschwindend kleiner Bruchteil, entstammen einer Familie, in der ein oder beide Elternteile homosexuell sind, bzw. die eine ungewöhnliche Eltern-Konstellation vorweisen können. Wobei das wohl ein sehr weitgefächerter Bereich ist. Sogenannte Patchwork-Familien, die vor 20-25 Jahren für Kinder als problematisch angesehen wurden, gehören heute schon zum guten Ton.

    Ein Kind will geliebt und akzeptiert werden. Es fragt nicht nach sexueller Orientierung eines oder beider Elternteile und es ist ihm auch egal, so lange es nicht das Gefühl hat, es wird ihm etwas verheimlicht. Ein offener, kindgerechter Umgang bringt -erstaunlicherweise- tolerante Menschen hervor, man soll's kaum glauben. Wenn Heterosexualität eine problemlose Erziehung bedingen würde, dann wäre ich schon längst arbeitslos!!!
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#5 timmiAnonym
  • 04.07.2008, 20:06h
  • ich find´s, hm, o.k...(egal...) aber meine fresse, wo soll das eigentlich noch alles hinführen.. musste das jetzt grad' auch noch sein? und dann noch durch die shows ziehen? (wofür?) keine ahnung, echt! überflüssig, strange und eigentlich langweilig!!
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#6 arendAnonym
  • 04.07.2008, 20:11h
  • Die sollen machen, was sie wollen und glücklich werden dabei. Ich frage mich aber tatsächlich, ob dieses ganze Hin-und-her-Geeiere mit den Hormonen gut ist für Kind und Mutter, Vater, Vutter oder wie auch immer. Und sich erst die Brüste wegschnippeln lassen und dann ein Kind kriegen, ist vielleicht auch nicht ideal. Stillen hat schon seinen Sinn.
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#7 SaschaEhemaliges Profil
  • 05.07.2008, 11:50h
  • Antwort auf #2 von Tim_Chris
  • Wenn die bereits existierenden (und durchaus zahlreichen) sozialpsychologischen Studien zur Entwicklung von Kindern in nicht-traditionellen (u.a. Regenbogen-) Familien irgend etwas zeigen,

    dann ist es die Tatsache, dass diese Kinder in vielen Fällen sogar psychisch stärker sind als andere.

    Es ist allerhöchste Zeit, dass wir endlich wegkommen von auf verlogener religiöser Dogmatik und Scheinmoral beruhenden, traditionellen Familien-"Leitbildern".

    Das Entscheidende für Kinder sind stabile Verhältnisse und verlässliche Bezugspersonen - in welcher Konstellation auch immer.

    Etwaige besondere Probleme für nicht-traditionelle Familien und deren Kinder beruhen auf nichts anderem als auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die nach wie vor entgegen der realen gesellschaftlichen Entwicklung nur EIN Familienmodell unterstützen und Einfalt, nicht Vielfalt, zur "Norm" und zum angeblichen Ideal erheben.
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#8 SaschaEhemaliges Profil
  • 05.07.2008, 13:10h
  • Antwort auf #5 von timmi
  • "aber wo soll das noch hinführen...mmh...strange...musste das jetzt auch sein"

    An deinem Kommentar sieht man doch, wie dringend "sowas" sein und auch öffentlich behandelt werden muss:

    Damit Leute wie du ihre innere "Strangeness" endlich mal hinterfragen und sich vor allem dessen bewusst werden, woher diese eigentlich kommt, nämlich von der gesellschaftlichen Gehirnwäsche und Indoktrination!

    Ich höre beispielsweise auch immer wieder von Homo-Jungs und -Männern, die es total "strange" finden, sich mit ihrem Freund/Partner Hand in Hand auf der Straße zu zeigen oder in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen. Auch denen würde ein Crash-Kurs in Sachen gesellschaftlicher Manipulation und Pathologisierung zur inneren Befreiung und zum Aufbau eines eigenen Selbstbewusstseins sicherlich gut tun!
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#9 Tim_ChrisProfil
  • 05.07.2008, 14:42hBremen
  • Antwort auf #7 von Sascha
  • "Etwaige besondere Probleme für nicht-traditionelle Familien und deren Kinder beruhen auf nichts anderem als auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die nach wie vor entgegen der realen gesellschaftlichen Entwicklung nur EIN Familienmodell unterstützen und Einfalt, nicht Vielfalt, zur "Norm" und zum angeblichen Ideal erheben."

    Genau das habe ich gesagt. Die Probleme kommen nicht von innerhalb der Familie, sondern von außen und dieses Außen wird dieses Kind und seine Familie immer spüren lassen, wie sehr sie von der "christlich-orthodoxen-islam-buddhistischen Gesellschaftskirchennorm" abweichen.
    Sie werden dieses Kind und diese Familie genau im Auge behalten und sobald das Kind nur einmal schräg hustet oder (noch schlimmer) dissenden Kindern sagt, dass sie es mal am Arsch lecken können, über diese Familie herfallen. Kommentare wie: "War ja klar, da konnte ja nur so was bei rauskommen.", werden dann wohl noch zu den harmloseren gehören. Sollte sich das Mädchen wider erwarten in ein züchtig, brav biederes Frauchen entwickeln, wird auch gelästert werden: "Das ist nicht normal. Die hat garantiert eine Leiche im Keller, geht heimlich nachts auf den Strich oder nimmt Drogen. Bei solchen Eltern kann doch nichts vernünftiges bei rauskommen."
    In diese Gesellschaft wird das Kind reinwachsen und es wird verdammt schwer werden. Da bin ich sicher. Denn die Gesellschaft denkt nur in schwarz und weiß und während Schwule und Lesben irgendwo im bereits unverständlichen Graubereich dahin schwimmen, treibt diese Familie eindeutig knallbunt und noch unverständlicher dazwischen.
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