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  • 04. Juli 2008, noch kein Kommentar

Romandebüt des Hamburger Autors und queer.de-Kolumnisten Eric Hegmann: "Heldenfrühstück".

Von Carsten Weidemann

Hamburg, St. Pauli: Längst ist die einstmals sündige Amüsiermeile zum Lebensraum für Menschen jenseits des Milieus geworden. Vor ein paar Jahren noch wären sie Yuppies gewesen, heute sind sie Überlebenskünstler, die sich mit Gelegenheitsjobs in Callcentern, Fitnessstudios oder Werbeagenturen über Wasser halten. Das "Topas" ist der angesagte Treffpunkt auf dem Kiez. Ein Club, der nie schließt, aber erst morgens ab 7 Uhr so richtig zum Leben erwacht. Hier treffen sich die Protagonisten von "Heldenfrühstück".

Da ist Fitnesstrainer Marc, der immer an die Falschen gerät, manchmal an mehrere in einer Nacht. Oder Comicfan und Freizeitanarchist Thomas, der nichts mehr als die eigene Bedeutungslosigkeit fürchtet, oder die Nachwuchs-Designerin Sibylle, die beim Online-Dating eine gefährliche Niete zieht. Drei von sieben Endzwanzigern auf der Suche nach dem wahren Sinn im Leben: der großen Liebe.

Den erfolgsverwöhnten Großstädtern fehlt im eben zwischen Fitnessstudio, Nightlife und Online-Dating noch die richtige Erfüllung. Sie sind nur dann zielsicher, wenn es darum geht, die richtige Party oder das befriedigende Abenteuer für eine Nacht zu finden. Ihre Lebensgeschichten sind mal mehr, mal weniger miteinander verflochten – im Guten wie im Schlechten. Am Ende begegnen sich Tod und Neuanfang auf einer Kiezparty.

Der Hamburger Erfolgsautor Eric Hegmann beschäftigt sich in seinen Büchern seit Jahren mit den Annäherungsritualen und Fallstricken der Partnerwahl. Hegmann ist Autor u.a. der Ratgeber "Die Traumprinz-Falle" (Goldmann), "Jungs in Beziehungskisten" (Bruno Gmünder Verlag), und "Jungs sind so" (Eichborn).

Kein Wunder, dass sein Romandebüt "Heldenfrühstück" unterschiedliche Charaktere auf der Suche nach dem ganz großen Gefühl begleitet. Und wo ginge das besser, als direkt vor seiner Haustür, der Hamburger Reeperbahn?

Die sieben Protagonisten seines episodenhaften Kiezromans erzählen ihre Lebenswelten jeweils aus der eigenen Perspektive. Ihre Wege kreuzen sich in dem schäbigen Reeperbahn-Club, in dem jedes mühsam aufgebaute positive Selbstbild angesichts falscher Erwartungen und enttäuschter Hoffnungen ins Wanken gerät.

Eric Hegmann: Heldenfrühstück, Roman, 240 Seiten, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2008, 14,95 €