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Eine von einem Reggae-Label organisierte "Straight Pride"-Parade soll im kommenden Monat in New York stattfinden.

Die Firma TCOOO will damit "Heterosexuellen die Chance geben, zusammen zu kommen und ihren Stolz auf ihre Sexualität auszudrücken, indem sie Reggae-Musik und die Familie in Liebe und Eintracht feiert." Die Veranstaltung wird von Reggae-Musikern wie Jango Fresh unterstützt: "Der 'Straight Pride' ist super, weil Songs wie 'Hit Them Hard' von meinem Freund Stapler verboten werden, nur weil sie sagen, dass es einen Mann und eine Frau in jeder Familie geben soll. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Heterosexuellen aufwachen müssen!" In dem zitierten Lied fordert Stapler dazu auf, gegen Schwule ("Männer, die Männer von hinten besuchen") gewaltsam vorzugehen, weil sie "die Frauen verhungern lassen".

Heftige Kritik an der Veranstaltung kommt vom britischen Homo-Aktivisten Peter Tatchell, der mit dem von ihm gegründeten "Stop Murder Music" gegen homophobe Texte von Reggae-Sängern vorgeht: "Die USA sind ein freies Land, also lasst sie ihren 'Straight Pride' haben", so Tatchell. "Aber das ist keine Feier der Heterosexualität, sondern hier wird die Überlegenheit von Heteros propgaiert. Hier werden Künstler verteidigt, die zur Gewalt gegen Schwule anstiften." Er wies auch Vorwürfe zurück, seine Organisation sei der Reggae-Musik gegenüber generell feindlich eingestellt. "Wir wenden uns nur gegen eine kleine Zahl von Reggae-Sängern, die die in diesem Genre vorherrschende Botschaft von Friede, Liebe und Gerechtigkeit pervertiert haben."

Der Straight Pride soll am 31. August im New Yorker Stadtteil Brooklyn stattfinden. (dk)



30 Kommentare

#1 RoberdTAnonym
  • 09.07.2008, 17:15h
  • diese psychos, alles opfer durch die gesellschaft...wobei reggae parade durch brooklyn so schön sein könnte. müssen wohl die black fags handeln.....
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#2 TimmAnonym
  • 09.07.2008, 17:21h
  • Eine "Pride Parade", die für das Verbreiten von menschenverachtendem, faschistischen Liedgut wirbt, ist an Perversion und Verhöhnung von Grundrechten kaum noch zu überbieten...
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#3 Chris_Anonym
  • 09.07.2008, 17:42h
  • Ganz schön bekloppt, aber gut auch in den USA gibt es (glücklicherweise) Meinungsfreiheit, wobei ich die vertretene Meinung total dämlich finde, und auch die Argumentation -
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#4 alexander
  • 09.07.2008, 18:40h
  • jetzt brauchen die heterosexuellen der welt von den jamaikanischen reggaedeppen schon die "chance???????"auf ihre sexualität stolz zu sein ??? zumal heten seit jahrhunderten unterdrückt und diskriminiert wurden ???
    und das auch noch in ny. ?
    mal sehen wieviel heten sich für die persönlichen, rein geschäftlichen zwecke der reggaefaschos missbrauchen lassen ?
    interessant, die gleichen ziele verfolgen auch die nazis um die welt mit ihrer "heilsbotschaft" zu beglücken. hier wird geschickt versucht die verschiedenen gesellschaftsgruppen gegeneinander aufzuhetzen und für egoistische zwecke zu missbrauchen, anscheinend hatten die schwulen proteste doch finanzielle auswirkungen !
    wäre endlich ein grund die lieblinge in ihre, ach so geliebte heimat abzuschieben, wo die welt ja so herrlich in ordnung und wunderbar ist !
    warum sind sie dann eigentlich nicht gleich da geblieben ?
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#5 SaschaEhemaliges Profil
  • 09.07.2008, 20:10h
  • Tja, das ist doch das beste Beispiel dafür, dass "Meinungsfreiheit" genau da aufhört,

    wo Verunglimpfung, Stigmatisierung, Aufrufe zu Diskriminierung und Gewalt sowie deren unterschwellige Beförderung beginnen.

    Homophobie ist ebenso wie beispielsweise Rassismus oder Antisemitismus KEINE demokratisch akzeptable "Meinung", sondern ein Verbrechen, und sie beginnt nicht erst dort, wo offen zu Gewalt aufgerufen oder rohe Gewalt praktiziert wird, sondern ist auch und vor allem da, wo immer nur eine sexuelle Identität, nämlich die heterosexuelle, zur angeblichen "Norm" und zum vermeintlichen "Leitbild" erklärt und damit alles andere als "Abweichung" oder als "minderwertig" diffamiert wird.

    Und dagegen brauchen wir nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande, endlich eine ganz klare gesetzliche Handhabe.
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#6 SaschaEhemaliges Profil
  • 10.07.2008, 00:02h
  • Antwort auf #4 von alexander
  • Hallo @Alexander,

    du hast natürlich völlig Recht mit deiner Bewertung dieser "Parade",

    aber tust dieser inhaltlich zutreffenden Botschaft und unser aller Anliegen mit deinen Bermerkungen im letzten Absatz aus meiner Sicht keinen Gefallen.

    Es geht hier in keiner Weise darum, woher die Betreffenden kommen oder dass sie "dorthin zurückgehen" sollen.

    Nein, ganz im Gegenteil: Ich plädiere sehr für einen offenen, aber eben respektvollen Dialog auf der Basis freiheitlich-demokratischer Grundwerte und universeller Menschenrechte, und natürlich auch dafür, nicht eine Musikrichtung oder eine "Community" als ganze pauschal zu "dämonisieren".

    Vielmehr geht es darum, unsere inhaltlichen Argumente in aller Deutlichkeit vorzutragen und nicht zuletzt darauf hinzuweisen, dass weltweit auch viele heterosexuelle Menschen Opfer von im Kern exakt gleichen, Menschen verachtenden Gesinnungen sind - beispielsweise auf Grund ihrer Hautfarbe.

    Wir sollten uns demonstrativ offen zeigen für einen ernsthaften Dialog, der aber im konkreten Fall auch eine eindeutige Distanzierung von bisherigen Äußerungen und Liedtexten sowie ein zukünftig aktives Engagement gegen Homophobie (ebenso wie gegen Rassismus) seitens der betreffenden Musiker voraussetzt.

    Klare gesetzliche Regelungen zur Bekämpfung von Homophobie in der Sprache, in den Medien, in der Pop- und Musikbranche stehen nicht im Gegensatz zu einem solchen Dialog, sondern vielmehr sollten sich beide Bereiche wirkungsvoll ergänzen.

    Und es liegt in der Tat auch eine große Chance in der Suche nach unserem gemeinsamen Anliegen. Denn Menschen, die selbst immer wieder Opfer von massiver Diskriminierung und Xenophobie sind, sollten erkennen, dass unser Anliegen auch ihr Anliegen ist.
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#7 xyAnonym
#8 AntichristProfil
  • 10.07.2008, 07:21hHH
  • Ich bin ja dafür um Jamaika eine hohe Mauer zu ziehen, den Zugang abzuriegeln und den Schlüssel wegzuwerfen. Schmeißen wir denen noch die Rechten, Neos, nebst Pope und Co. auf die Insel, holen vorher unsere Brüder und Schwestern raus, dann können die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen und ihren Stolz auf ihren Hetensex feiern. Vorher gehören diese ganzen hirntoten Homophobiker allerdings noch fachmännisch kastriert, damit sie sich ja nicht fortpflanzen können.

    Es wäre ein öffentlicher Aufruf zum Massenmord, würde diese Parade des Irrsinns erlaubt. Bleibt zu hoffen, dass die Amis dem einen Riegel vorschieben.
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#9 TimmAnonym
  • 10.07.2008, 09:55h
  • @Chris_:

    Meinungs- und Redefreiheit haben wir in Europa auch, nur ziehen wir die Grenzen enger als die Amis, und das ist auch gut so....

    Denn Mordaufrufe (wie sie in Reggaemusik gegen Schwule zu finden sind) haben nichts mehr mit freier Rede oder anderen Grundrechten zu tun. Grundrechte finden ihre Grenzen immer dort, wo die Rechte anderer beschnitten werden. Ansonsten hätten wir nicht Demokratie, sondern Anarchie und das Recht des Stärkeren, wo jeder beliebig zu Gewalt und Mord gegen seine Gegner aufrufen darf...

    Deshalb ist diese Parade, die menschenverachtendes faschistisches Liedgut als freie Meinungsäußerung darstellen und propagieren will, eine Verhöhnung von Grundrechten...
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#10 pro straight prideAnonym
  • 10.07.2008, 15:49h
  • ihr nehm euch das recht raus überall auf der welt einen CSD zu feiern uns wenn die wie ihr sie betitelt "heten" etwas vergleichbares haben wollen dann is es rassistisch oder wie?
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