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Der Kannibalen-Film "Rohtenburg" bleibt in Deutschland verboten, weil er die Persönlichkeitsrechte des "Kannibalen von Rotenburg" verletzt.

Das hat das Oberlandesgericht in Frankfurt am Mittwoch entschieden. Es bestätigt damit eine Eilentscheidung aus dem Jahr 2006, als wenige Tage vor Kinostart die Ausstrahlung in Deutschland untersagt wurde (queer.de berichtete). Der 14. Zivilsenat erklärte, die Persönlichkeitsrechte von Armin Meiwes würden durch den Film verletzt werden. Der als "Kannibale von Rotenburg" bekannt gewordene 46-Jährige wurde 2005 zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er einem Mann, den er in einem schwulen Internetforum kennen gelernt hatte, mit dessen Einwilligung tötete. Er hat zugegeben, den 43-jährigen Berliner vor laufender Kamera zunächst den Penis abgeschnitten, dann erstochen und ihn anschließend gegessen zu haben.

Der in englischer Sprache gedrehte Film war offensichtlich an den Fall Meiwes angelehnt worden. Selbst der Name der Ortschaft, in dem die Handlung spielt, unterscheidet sich nur leicht vom echten Tatort (Rotenburg/Rohtenburg). Meiwes müsse es daher nicht dulden, zum Gegenstand eines Horrorfilms gemacht zu werden, in dem er eindeutig identifiziert werden kann, so die Richter.

Im Ausland ist der Film nicht verboten, weil dort das deutsche Persönlichkeitsrecht nicht durchgesetzt werden kann. So erhielt er sogar vier Preise beim spanischen Festival de Cine de Sitges. Dennoch gilt der blutige Streifen, bei dem Martin Weisz Regie führte, unter Kritikern als "billige und plumpe Produktion". Auch kommerziell enttäuschte "Rohtenburg" bislang.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da eine Revision beim Bundesgerichtshof zugelassen wurde. (dk)



Die Rückkehr des schwulen Kannibalen

Eine Seele so krank, eine Tat so unvorstellbar. Die Geschichte des Kannibalen von Rotenburg startet jetzt doch im Kino. Ein Gericht hob das Verbot auf.
Kannibalen-Film nicht mehr verboten

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in letzter Instanz das Verbot des Horrorschockers "Rohtenburg" aufgehoben. Der Film mit Thomas Kretschmann ("King Kong", "Der Untergang") basiert auf dem Leben von Armin Meiwes, dem "Kannibalen von Rotenburg".

23 Kommentare

#2 brujaAnonym
  • 09.07.2008, 21:05h
  • ich verstehe die in sitges. immer nur hostien ist ja auch doof.
    die spanischen konquistadoren setzten übrigens auf menschenfleisch abgerichtete hunde bei der jagd auf indianer ein.ein teil der gefangenen wurde als lebendproviant für die lastentragenden indianer mitgenommen.

    diese praxis stellte nun keine wilde hysterie dar, sondern wurde vor den expeditionen,klar und schnörkellos geplant, wie besispielsweise die fassade des palacio real, in dem ja nicht wenig dieser silberlast stickt.
    die fassade ist genaugenommen, die zu stein geronnene antropophagie, bei der die initiatoren zwar nicht die konsumenten, aber die maßgeblichen akteure waren.

    was aber wäre erhabene archtitektur ohne propaganda.
    spanische schüler wissen von geschichten in denen
    erzählt wird, von der rigorosen bestrafung für einen fall von kannibalismus durch cortés, bei dem dieser den des kannibalismus überführten indianer bei lebendigem leib verbrennen ließ.

    diese geschichte hat den vorteil, dass man in universitäten nun trefflich, bis heute, darüber disputieren kann, ob es für damals zivilisierter war, einen menschen zu essen oder zu verbrennen.

    und weil's die letzten tage so entspannt ohne antisemitismus-theorien abliefen, gibt´s zur inspiration noch den hinweis, dass man den gruppen, denen man organisierten kannibalismus vorwarf, immer
    die "anderen" waren, z.b. juden, hexen, und eben auch indianer.

    jüngere israelische übersetzungen, nein nicht die gefälschten zu ahmadi nedschad,
    künden vom vergießen des blutes jesu, nicht zur errettung der menschheit, sondern zu der isaraels.
    merke:
    alles mögliche=hitler
    menschheit=israel !
    ob die katholische kirche nun ihren kannibalismus überdenkt ?
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#3 JosephAnonym
#4 remixbebAnonym
  • 09.07.2008, 23:34h
  • Antwort auf #3 von Joseph
  • also ich hab ihn gesehen und denke wirklich, dass keiner etwas verpasst, der ihn NICHT sieht. Super langweilig und die "Gore"-Szenen dürften heutzutage auch niemanden mehr schockieren. (damit meine ich nicht, dass sie zu lasch sind, sondern, dass solche Szenen eigentlich ohnehin kein Grund sein sollten, um einen Film sehen zu wollen)
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#5 xyAnonym
  • 10.07.2008, 00:22h
  • Antwort auf #4 von remixbeb
  • Wenn der Film so mies ist, dürften sich die Produzenten über die kostenlose Publicity um so mehr freuen.

    Bloß gut, daß es heutzutage ganz und gar unmöglich ist, sich so einen Film bspw. aus einem europäischen Nachbarland schicken zu lassen. Ich sage nur: Rheinland-Pfalz verbietet Internetpoker. Weltweit! Sonst wird der Problembär böse. (Und diese Frage wäre noch zu klären: Wer unterhaltsamer ist - unsere Politiker oder unsere Juristen.)
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#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 10.07.2008, 09:18h
  • Antwort auf #4 von remixbeb
  • Dann schau dir mal "Dein Herz in meinem Hirn" von Praunheim an. Da musst du dann sicher brechen!
    Ich wundere mich jedoch, dass der Praunheim-Film (selbes Thema) erlaubt ist und Rohtenburg nicht!
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#7 gatopardo
  • 10.07.2008, 13:21h
  • Nun kommt man uns auch noch mit einem Streifen über diese sexuelle Verirrung, die man besser ganz schnell vergessen hätte, seitdem man sich als Deutscher im Ausland hin und wieder die beklemmende Frage gefallen lassen muss, wie so etwas denn in einem zivilisierten Land möglich sein konnte.Da werden ganz wie gehabt, statt der gesamten menschlichen Neigung zu Ungeheuerlichkeiten, nationale Eigenheiten angeprangert.
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 10.07.2008, 13:39h
  • Antwort auf #7 von gatopardo
  • Ganz meine Meinung! Eigentlich gehören solche menschlichen Abgründe doch nach Österreich. Siehe Herr H., Natascha Kampusch und Fritzl aus Amstedten. Ach nee! Da gabs doch letzt auch noch einen Fall, bei dem eine Frau in Italien jahrelang von ihrer Familie im Keller eingesperrt wurde. Komisch! Ich dachte, das passiert nur in Ösiland und in Ausnahmefällen in Deutschland.
    Dann wird der Meiwes wohl Österreicher oder Italiener sein!
    *Ironie AUS*
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#9 TillAnonym
  • 10.07.2008, 14:05h
  • Praunheim, pfui. der unreflektierteste Typ von BRD.
    guckt eher sowas wie Der freie Wille mit jürgen vogel, wenn es schon um
    "struggling with sexuality" sein muss.
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#10 HannibalEhemaliges Profil
  • 10.07.2008, 14:10h
  • Antwort auf #9 von Till
  • Was bist DU denn für eine unreflektierte Klemmschwester? Ohne Praunheim würdest du dich jetzt noch im Kämmerlein verstecken, was du wahrscheinlich sowieso tust. Denn ohne ihn hätte die Schwulenbewegung in Deutschland erst viel später/wenn überhaupt statt gefunden.
    Ich glaub mein Hamster bohnert! Du bist ja wohl wirklich das Dümmste, was hier im Forum rumhängt!
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