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Die Regierung von New South Wales hat für den Papstbesuch anlässlich des Weltjugendtages in Sydney ein Gesetz erlassen, das Gegendemonstrationen verbietet.

Die Polizei hat während des katholischen Großereignisses, für das in Sydney zwischen dem 15. und 20. Juli 250.000 Besucher erwartet werden, stärkere Rechte. So kann sie jedes Verhalten unterbinden, das "Verdruss oder Unbill" bei den Besuchern auslöst. Jeder Verstoß kann demzufolge mit einer Geldbuße bis zu 3.400 Euro bestraft werden.

Gegen das "Katholikenschutz-Gesetz" gab es bereits heftige Kritik. Seit Mittwoch liefen in der Innenstadt von Sydney viele Personen mit T-Shirts herum, die Protestaufschriften wie "Papst – go homo" oder "Der Papst hat unrecht – stülp dir ein Kondom über" trugen. Das könnte ab nächster Woche verboten sein.

Studenten-, Homo- und Atheisten-Gruppen planen bereits eine Demonstration für den 19. Juli. Ihre "NoToPope"-Koalition will sowohl gegen die Gängelgesetze protestieren als auch für Homorechte und Kondom-Nutzung werben. Bei dem Weltjugendtag sollen trotz des staatlichen Verbots auch Verhüterli verteilt werden.

Beim letzten Weltjugendtag 2005 in Köln gab es ebenfalls Proteste von schwul-lesbischen Aktivisten (queer.de berichtete). Vertreter der Aids-Hilfe wurden beim Kondome-Verteilen von Fundamentalisten verbal angegriffen, konnten aber dennoch tausende Präservative an junge Katholiken abgeben. (dk)



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10 Kommentare

#1 alexander
  • 10.07.2008, 16:10h
  • das nennt man demokratie und das recht auf freie meinungsäusserung !
    nun darf nicht mal mehr eine öffentliche werbeveranstaltung, öffentlich kritisiert werden ???
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#2 billigste lösungAnonym
#3 zweitbiligste lösungAnonym
  • 10.07.2008, 16:41h
  • ich war mal zeuge in einem prozeß über das zustandekommen eines plakates auf dem in großen
    lettern stand:
    VOLKSZÄHLUNGSBOYKOTT
    und in kleinen lettern: ist verboten.

    ich bestätigte dem richter, dass sich der ersteller
    strikt von der wahrung der schrift-proportionen,
    wie damals bei fälschungswarnhinweisen auf geldscheinen oder gesundheitswarnungen auf zigarettenschachteln leiten ließ, weil er glaubte,
    sich an diesen orientieren zu können.

    800.-DM Geldstrafe
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#4 TomAnonym
#5 Katrin
  • 10.07.2008, 17:36h
  • Da sind die Australier aber nochmal glimpflich davon gekommen. Der Papst kann auch anders:
    5. Mose 21:18: Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht..............
    5. Mose 21:21: So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe,.......
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#6 opalAnonym
  • 10.07.2008, 18:12h
  • Antwort auf #5 von Katrin
  • Nicht in Australien !!!!!

    "Aus verschiedenen Kulturkreisen waren die Erfolge der Einzelkomponenten der La Stone® Therapy bereits bekannt – die Wohltat und die verspannungslösende Wirkung der klassischen Massage, die positive Wirkung von wechselnden warmen und kühlen Temperaturen (z.B. Kneipp – Kuren), die Kraft der Steine (australische und indianische Heilmethoden), sowie die Existenz und die Bedeutsamkeit der Energiezentren (Chakren) des Körpers."

    www.oase-lebensenergie.at/nav01.html
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#7 Tim_ChrisProfil
  • 10.07.2008, 19:01hBremen
  • Antwort auf #6 von opal
  • Wegen diesem Oberfascho wird das elementare Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung beschnitten? Die sollten lieber dem was beschneiden. Nämlich das Recht weiterhin mit staatlicher Unterstützung und ausdrücklicher Erlaubnis Scheiße zu reden. Es wird Zeit, dass die Weihrauch schleudernde vatikanische Verblödungsanstalt endlich als Sekte eingestuft und weltweit verboten wird.
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#8 Franky_EyesProfil
  • 11.07.2008, 11:38hBerlin
  • Hmm Demonstation ist nur in der Stadt verboten oder?
    Darüber nicht?

    Wenn ja, dann könnte man ja mit einem kleinen Flugzeug und angehängen Banner über der Veranstalltung ein paar Runden drehen!
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#9 FloAnonym
  • 11.07.2008, 12:31h
  • Wenn die katholische Kirche es schafft, dass Staaten ihrzuliebe elementarste Grundrechte wie Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit einzuschränken, ist das nur ein weiterer trauriger Beleg dafür, dass dieser Verein definitiv viel zu mächtig ist und dass dagegen dringend etwas unternommen werden sollte.

    Und diese Meinung muss man als Demokrat teilen, egal, ob man die Meinungen der katholischen Kirche teilt oder nicht. Aber als Demokrat muss man jedes Beschneiden von Grundrechten verurteilen...
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#10 stephan
  • 12.07.2008, 00:10h
  • Wirklich krass das Demonstrationsverbot, aber wenn man bedenkt, welchen Einfluß die röm.-kath. Kirche hierzulande hat, darf man sich über so etwas nicht wundern und muss einfach konsequent gegen die Sonderrechte der Kirchen arbeiten. Nur ein Beispiel: In jedem kleinen Verein wird die demokratische Legitimation des Vorstandes vom Staat kontrolliert, wie aber die katholische Kirche ihre Leitung bestimmt (absolut undemokratisch nämlich), interessiert auch unser Gemeinwesen nicht und dafür bekommen die Kirchen noch die Anerkennung als Körperschaften öffentlichen Rechts mit vielen Sondernrechten und dem Recht zu diskriminieren, z.B. homosexuelle Mitarbeiter.
    So betrachtet ist das Demonstrationsverbot in Australien nur ein Witz!
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