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Die Demokraten im Parlament des US-Bundesstaates Massachusetts wollen endlich ein Gesetz aus dem Jahre 1913 abschaffen, mit dem einst interrassische Ehen verhindert werden sollten, das heute aber zur Einschränkung von Homo-Ehen genutzt wird.

Die demokratischen Präsidenten von Senat und Repräsentantenhaus, Salvatore DiMasi und Therese Murray, haben einen Antrag ins Parlament eingebracht, der das Gesetz nach 95 Jahren abschaffen soll. Gouverneur Deval Patrick, ebenfalls ein Demokrat, hat bereits angekündigt, er würde die Gesetzesänderung unterstützen. Die Abstimmung kann aber dennoch knapp werden: Die Republikaner sind gegen die Abschaffung, bei einigen Demokraten ist das Abstimmungsverhalten noch unklar.

Das "Rassengesetz" besagt, dass Ehen nur geschlossen werden können, wenn diese im Heimatstaat beider Partner legal ist. Es wurde 1913 eingeführt, als in einem großen Teil der USA interrassische Ehen noch verboten waren. In Massachusetts durften einheimische Schwarze und Weiße zwar (heterosexuell) heiraten, man wollte mit dem Gesetz aber Streitereien mit anderen Bundesstaaten vermeiden. Nachdem das Verbot der interrassischen Ehe 1967 vom Obersten Bundesgerichtshof für verfassungswidrig erklärt worden war, geriet das Gesetz in Vergessenheit. Es wurde erst vor wenigen Jahren vom damaligen republikanischen Gouverneur Mitt Romney – einem erbitterten Gegner der Homo-Ehe – ausgegraben. Er erklärte, dass damit Standesbeamte nur Ehe-Scheine an in Massachusetts lebende Schwule und Lesben ausgeben dürften. Ein Gericht bestätigte diese Auslegung (queer.de berichtete).

Christlich-politischen Organisationen und die katholische Kirche unterstützen das "Rassengesetz". So erklärte die religiöse Lobby-Gruppe Massachusetts Family Institute, sie werde das Gesetz zum Wahlkampfthema machen. Jeder Demokrat, der für die Ausweitung der Homo-Ehe stimme, werde bloßgestellt und müsse bei den Wahlen im November mit einer Niederlage rechnen, so die Organisation.

Neben Massachusetts hat inzwischen auch der größte US-Staat Kalifornien die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet. Dort gibt es keine Einschränkungen für Auswärtige. Zehn weitere Staaten haben Eingetragene Partnerschaften eingeführt. (dk)



#1 coneheadEhemaliges Profil
  • 11.07.2008, 19:39h
  • schön, dann könnte die leni riefenstahl dort einen nuba
    heiraten und bei der hochzeitsreise vielleicht das brandenburger tor besuchen.
    wie sich die zeiten ändern.
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#2 Sven_
  • 12.07.2008, 10:25h
  • Na, wieder mal das übliche: Die Kirchen unterstützen die Rassentrennung. Frauen sind auch Untermenschen bei den Katholiken.
    Schon schön, ne?
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#3 AntiPIbloggerAnonym
  • 13.07.2008, 06:22h
  • Och, nicht nur bei den Katholen, auch bei allen anderen, Orthodox gelebten Religionen.
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