Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9035

Ein 39-jähriger Schwuler hat zwei christliche Verlage auf ein Schmerzensgeld von insgesamt 70 Millionen Dollar verklagt, weil sie in religiösen Büchern Hass gegen Homosexuelle verbreitet haben sollen.

Bradley LaShawn Fowler hat die Klage bei einem Bezirksgericht in Michigan gegen den in Tennessee angesiedelten Verlag Zondervan und gegen Thomas Nelson Publishing aus Michigan eingereicht. Wegen deren Bücher sei er von seiner Familie verstoßen worden und habe in den vergangenen 20 Jahren Ausgrenzung und Unverständnis erfahren müssen. Die Verlage hätten billigend in Kauf genommen, dass "ich und jeder, der homosexuell ist, Beleidigungen, Diskriminierung, Hass und körperlicher Gewalt inklusive Mord ausgesetzt sind." Die Verlage bieten u.a. Bücher wie "Beratung und Homosexualität" an, in denen propagiert wird, dass Schwule und Lesben krank seien und zur Heterosexualität bekehrt werden müssten.

Bezirksrichter Julian Abele Cook nahm den Fall zwar an, erklärte aber, das Gericht habe "aufrichtige Bedenken", ob ein Verfahren Aussicht auf Erfolg hat. Schließlich gelte in den USA Meinungsfreiheit als wichtigstes Bürgerrecht.

In der christlichen Presse hat das Verfahren bereits für Aufregung gesorgt: "So unseriös der Fall auch scheinen mag – das zeigt uns, wohin die homosexuelle Agenda uns führt", erklärte Bruce Hausknecht von der mächtigen evangelikalen Lobby-Gruppe "Focus on the Family". Diese Organisation argumentiert, dass Schwule und Lesben gezielt die "homosexuelle Agenda" vorantreiben wollten, um das Christentum zu untergraben. "In zehn Jahren werden wir nicht mehr über einen solchen Fall lachen. Wir sehen jetzt schon so genannte Bürgerrechtsorganisationen, die Christen die freie Meinungsäußerung verbieten wollen", so Hausknecht. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

10 Kommentare

#1 Super MarioAnonym
  • 11.07.2008, 17:01h
  • Der Verklagungswahn mit absurden Forderungen sollte, wenn er denn schon in den USA legitim ist, natürlich auch von Homosexuellen in Anspruch genommen werden.
    Anstelle der Homosexuellen und/oder Atheisten in den USA würde ich das echt auf die Spitze treiben und ein Buch mit dem Titel “Understanding and Healing Religiousness“ rausbringen und bei jeder Gelegenheit, besonders am Rande von Kirchentagen die Meinung kundtun, dass Religiösität eine Krankheit ist und geheilt gehört. Obwohl das zutreffender ist, würde das vermutlich nicht als Meinungsfreiheit durchgehen. Meinungsfreiheit, was immer man auch darunter versteht, gilt nicht in jedem Falle und für alle gleichermaßen.
    Wieso genießt Religion einen besonderen Respekt, eine Narrenfreiheit, die man allen anderem so nicht durchgehen lässt?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stromboliProfil
#3 Sunbear
#4 VolumeProProfil
  • 12.07.2008, 14:55hMönchengladbach
  • Der soll den Verlagen mal richtig Dampf unter dem Hintern machen.

    Mich regt es auf, dass Leute mit der Berufung auf Religion quasi Narrenfreiheit besitzen. Damit ist sowohl das Christentum als auch der Islam gemeint.

    Im Christentum geht es von offizieller Seite ja noch. Hier wird "nur" Hass gepredigt, wenn ich mir aber die Situation im Iran anschaue, wo der Islam den Ton angibt.
    Wir erinnern uns mit Schrecken an
    de.wikipedia.org/wiki/Mahmoud_Asgari_und_Ayaz_Marhoni
    .
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AndréAnonym
  • 12.07.2008, 18:25h
  • Interessant, aber über das Christentum darf man sich denen gegenüber nicht kritisch äußern.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AntiPIbloggerAnonym
#7 FloAnonym
  • 13.07.2008, 12:51h
  • Man kann nur hoffen, dass die Klage erfolgreich ist und dass noch viele weitere folgen. Denn solchen ideologisch verklärten Ewiggestrigen kann man leider mit Fakten und Argumenten nicht beikommen - die verstehen nur die Sprache des Geldes und nur so bekommt man die...

    Es kann doch nicht sein, dass die ungehindert Hass gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle verbreiten dürfen, nur um ihr Geschäftsmodell nicht zu gefährden. Die Täter der Worte sind keinen Deut besser als diejenigen, die die Taten dann später ausführen...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 HannibalEhemaliges Profil
  • 14.07.2008, 07:05h
  • Antwort auf #7 von Flo
  • "Die Täter der Worte sind keinen Deut besser als diejenigen, die die Taten dann später ausführen..."

    Ganz genau! Nach meinem Rechtsverständnis läuft sowas eigentlich unter "Anstiftung zu Straftaten"!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 VolumeProProfil
#10 I.Ramos GarciaAnonym
  • 31.01.2009, 12:16h
  • Homosexualitaet ist keine Krankheit. Warum sollen diese falsche & luegnerische Religionen darauf sprechen? Sie sollen das Maul halten, ihre Beluegen werden einmal entdeckt werden
  • Antworten » | Direktlink »