Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9036

Bei der am Samstag stattfindenden Parade soll auch ein "kirchenkritischer Wagen" mitfahren, der die katholische Pressestelle zu einer leicht patzigen Replik ermunterte.

"Auf mehrfache Anfragen von Journalisten zu der Aktion und zu dem von einigen Geistesfreien und Homosexuellen vorgegebenen Niveau ist lediglich anzumerken: Die Initiatoren stellen sich selbst und ihren Horizont in einer Weise vor, die keiner Erwiderung bedarf", erklärte Winfried Röhmel, Pressesprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München.

Er bezieht sich dabei auf einen Wagen, auf dem vier Pappmaché-Figuren Bischöfe und den Papst darstellen sollen. Vorne zersägen drei Bischöfe einen regenbogenfarbene Brücke, der hintere Teil ist für den Papst reserviert.

"Das sind die einzigen, die immer noch gegen uns sind", erklärte Wirt Dietmar Holzapfel in der "Abendzeitung" den Grund für die besondere Themenwahl. Er gestaltete den Wagen gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sowie dem Bund für Geistesfreiheit, einer Interessenvertretung konfessionsloser Bürger.

2006 hatte die Polizei noch einen kirchenkritischen Wagen auf dem CSD verboten (queer.de berichtete). Sie leitete Ermittlungen wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes ein, die aber sehr schnell eingestellt wurden. Der Chef des Vatikan, Benedikt XVI, wurde nach Angaben der Polizei damals "mit regenbogenfarbener Haarpracht" dargestellt und habe Kondome an den Fingern getragen.

Die CSD-Parade startet am Samstag um 12 Uhr, Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wird den Zug anführen. Das diesjährige Motto lautet: "Brücken bauen - zu jedem Ufer". (dk)



CSD Sarajewo nach Ausschreitungen abgesagt

Die Organisatoren des ersten schwul-lesbischen Festivals in Sarajewo haben alle weiteren Veranstaltungen abgesagt, nachdem ein Mob am Mittwoch Teilnehmer angegriffen hatte.
Ausschreitungen beim CSD Sarajewo

Am Mittwochabend haben Dutzende meist junger Männer versucht, den Start des ersten CSD in Sarajewo zu verhindern – mindestens ein Polizist, zwei Journalisten und mehrere CSD-Teilnehmer wurden verletzt.
Gewaltdrohungen vor CSD: Amnesty appelliert an bosnische Behörde

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat an die bosnischen Behörden appelliert, Gewalandrohungen gegen CSD-Teilnehmer ernst zu nehmen und für einen reibungslosen Ablauf der ersten Gay-Pride-Veranstaltung in Sarajewo, die vom 24. bis zum 27. September stattfindet.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

60 Kommentare

#1 CrazyForceProfil
  • 11.07.2008, 16:53hDortmund
  • Die arme katholische Kirche. Wenn man radikale Meinungen vertritt und über Jahrhunderte zigtausend Menschen getötet haben sollte man sowas eigentlich abkönnen....

    Erst wenn die Kirche tot ist werden die Menschen leben!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 alexander
  • 11.07.2008, 17:20h
  • wunderbar !!!!!!
    wenigstens haben die geistesfreien einen horizont !!!!!!
    und keinen umnachteten !

    nach den machenschaften (wennman nur die letzten jahre nimmt), ist die kath. kirche der grösste feind einer toleranten gesellschaft, die gründe sind hinreichend bekannt. es ist höchste zeit erbitterten widerstand zu leisten !
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LukeAnonym
  • 11.07.2008, 17:29h
  • Oh, die katholische Kirche ist verärgert, wie traurig. Ja wie können wir es auch wagen, diese hochmoralische, letzte noch aktive Instanz der aufrechten Menschheit zu kritisieren. Gibt's denn sowas? Das haben die doch gar nicht verdient. Stellen sich diese Glaubensbrüder und - schwestern nicht unermüdlich in den Dienst Gottes, oder das, was sie dafür halten? Die katholische Kirche oder wie ich sie gerne nenne - der alte Mann und der Verein der grantigen Klemmschwestern - zeigt sich wieder von ihrer wahren Seite. Nächstenliebe, Menschlichkeit, tja nur für die, die auf der richtigen Seite stehen, welche auch immer das sein mag! Es lebe der Regenbogen, den kann nämlich selbst ein Papst nicht verhindern.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Super MarioAnonym
  • 11.07.2008, 17:50h
  • Schön, dass sie diesmal gar nichts erwidern wollen. Das können sie tun oder lassen.
    Es geht nur darum, dass ein kirchenkritischer Wagen nicht verboten wird wie schon 2006. Das war ein Skandal.

    @ CrazyForce:
    Allgemein könnte man sagen, wenn alle diktatorischen Regime/Denksysteme abgeschafft sind, wird das Leben für die Menscher freier und lebenswerter. Und Religionen in ihrer reinsten Form sind Diktaturen. Hierzulande sind die Religionen etwas verwässerter als anderswo, aber es sind natürlich immer noch genügend diktatorische Elemente vorhanden, auf die man achtgeben muss und ganz besonders muss man aufpassen, dass es keinen Rollback gibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SmartiSaar
  • 11.07.2008, 18:58h
  • Da die Gestalltung des Parade-Waagens ja lediglich die Warheit darstellt ist es doch völlig klar das die "gute Mutter Kirche" hier nichts Erwidern kann, denn wie heißt es so schön "Du sollst nicht Lügen". Also bleibt den lieben Brüdern und Schwestern in der kath. Kirche ja nichts anderes über als Klappe halten. ;-)

    Und was den Horizont angeht der da angesprochen wird. Wir haben wenigstens einen und müssen uns nicht hinter einem Buch namens "Bibel" verstecken.

    Exkurs zur Bibel, entgegen der vorherrschenden Meinung der Kirche ist die Bibel nicht vom Himmel gefallen, sie wurde von Menschen verfasst und der Mensch ist fehlbar übrigens auch der Pabst auch wenn er dies ja abstreitet. Nunja gedruckt wurde sie dann nachdem Gutenberg die Druckmaschine erfunden hatte. Wir lernen also daraus, die Bibel ist nichts was ein Gott den Menschen gegeben hat sondern ein Sammelsurium von Texten das Menschen (vorwiegend Fundamentale Christen) verfasst haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stephan
  • 11.07.2008, 21:06h
  • Ich denke, wir können alle auf weitere Kommentare der röm.-kath. Kirche gut verzichten und das 'Kompliment', "Die Initiatoren stellen sich selbst und ihren Horizont in einer Weise vor, die keiner Erwiderung bedarf" geben wir doch gerne zurück.
    Jedoch stellen die Kirchen und insbesondere die röm.-kath. Kirche immer noch eine gewaltige finanzielle, gesellschaftliche Macht in unserem Staat dar. Man denke nur an die vielen Angestellten in kath. Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten u.ä., die sich den kath. Sittenvorstellungen beugen müssen. Wenn wir auch jetzt jubeln über die Fortschritte, so dürfen wir diese Instanz, die Feinde des freien Denkens und Lebens, niemals unterschätzen. Außerdem üben die Kirchen über ihren politischen Einfluss und zum Bsp. über den Rundfunkrat u.a. weit in die Bildung der gesellschaftlichen Meinung hinein. Bedauerlich und höchstgefährlich, aber real! Für unsere Rechte kämpfen müssen wir voraussichtlich noch ziemlich lange!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 GerdAnonym
  • 12.07.2008, 06:28h
  • Diesen Wagen unterstütze ich sehr. Die katholische Kirche muss sich dringend ändern:

    die Aufgabe des Zwangszölibates,
    die Zulassung von Frauen als Priesterin,
    die Akzeptanz homosexueller Paare,
    die Haltung zu Kondomen und daraus resultierenden Fragen wie Aids und anderen Sexualkrankheiten

    Während die lutherischen, uniierten und reformierten Landeskirchen der EKD oder die altkatholische Kirche längst bei all diesen Fragen eine andere Antwort als die katholische Kirchenleitung gibt, versagt der Vatikan auf ganzer Linie an der Kirchenspitze.

    Zwar gibt es auch viele katholische Priester, die anders als die Vatikanleitung in diesen Fragen denken, aber die Leitung der Kirche und die offizielle Haltung ist immer noch tiefstes Mittelalter und letztlich das Gegenteil von christlicher Nächstenliebe.

    Daher ein Wagen, der die katholische Kirchenleitung kritisiert, gehört eigentlich auf jeden CSD. Wobei ich aber der festen Meinung bin, das diese Wagen ganz gezielt auf den Vatikan ausgerichtet sein müssen, denn andere christliche Kirchen gehen einen ganz anderen Weg und dies ist dann auch positiv zu loben. Ich war beispielsweise Gast eines Segnungsgottesdienstes eines befreundeten schwulen Paares in einer lutherischen Kirche und daher nochmals solche Kritik muss sehr zielgerichtet auf die katholische Kirchenleitung in Rom ausgerichtet sein.

    Der Witz an der Geschichte ist für mich weiterhin, dass die katholische Kirchenwelt in der Vergangenheit und auch Gegenwart sehr stark von homosexuellen Männern provitiert hat. Denn viele katholische Geistliche sind selbst homosexuell/bisexuell oder leben eine verklemmte sexuelle Identität.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TomAnonym
  • 12.07.2008, 13:08h
  • Lieber Gert,

    Deine Propaganda für die Ev. kirchl. Gemeinschaften in allen Ehren, aber ich möchte Dich als Katholik auf nur 2 Dinge hinweisen: 1. dass das Thema der Ordination Schwuler sehr wohl ein ganz heißes Eisen auch in den Ev. Kirchl. Gemeinschaften ist (und noch mehr in den anglikanischen) und auch dort eine sublime Homophobie regiert, zeigt doch das Gezetere um die heute stattfindende Biuschofswahl in Schleswig. Was hat sich der schwule Kandidat nicht alles anhörn müssen von seinen vermeintlich so toleranten ev. Glaubensbrüdern- und schwestern.
    2. Es gibt durchaus sehr konservative Ev. Landeskirchl. Gemeinschaften wie etwa jene in Sachsen, die die Ordination Homosexueller ablehnen. Und von den Evangelikalen ganz zu schweigen, die etwa Probst Gorski vorgeworfen haben, er stehe ob seiner Homosexualität mit dem Satan im Bunde. Das also zu der vermeintlichen Offenheit bei den Ev. Christen.

    Im übrigen finde ich den Wagen auf dem CSD München auch sehr gut, denn gerade unter Papst Benedikt XVI. hat sich der innerkirchliche Druck auf Homosexuelle drastisch verschärft. In der Kirche traut sich niemand mehr, das Thema Homosexualität/homosexuelle Priester/homosexuelle pastorale Mitarbiter auch nur anzusprechen, so dass die Sprachlosigkeit der Pressestelle des Ordinariates Bände spricht. Wer auch nur zugibt, homosexuell zu sein, muss mit seiner Entlassung rechnen oder -noch schlimmer- sich bieten lassen, in die pädosexuelle Ecke gedrängt zu werden (wie z.B. beim just geschehene Outing eines Kaplans in Österreich durch seinen vorgesetzten Pfarrer).

    Mit der Haltung Jesu hat das Verhalten unseres jetzigen Papstes und seiner Getreuen wenig zu tun, dabei hatte Benedikt XVI. doch zumindest vor einiger Zeit etwas Fundamentales erkannt: Deus Caritas est: Gott ist barmherzige (!!!) Liebe...

    Tom
  • Antworten » | Direktlink »
#10 K.LauerAnonym