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Die Standesbeamtin Lillian Ladele, die wegen ihrer christlichen Überzeugung in England Homo-Paare ablehnen darf, verhielt sich selbst äußerst unchristlich.

In einem Interview mit der Boulevard-Zeitung "Daily Mail" erklärte Ladele, dass sie im Alter von 20 Jahren einen unehelichen Sohn zur Welt gebracht habe. Mit dem Vater habe es damals "nicht geklappt". Die Stadt London könnte diese Information nutzen, um gegen das verlorene Urteil im Diskriminierungsprozess Berufung einzulegen.

Ladele hatte vor wenigen Tagen gegen den Stadtbezirk Islington ein Diskriminierungsverfahren gewonnen – sie sei als Christin diskriminiert worden, als ihre Vorgesetzten sie zwingen wollten, in ihrem Beruf als Standesbeamtin gleichgeschlechtliche Paare zu trauen (queer.de berichtete). In Kürze soll bekannt gegeben werden, wie hoch die Entschädigung für die angebliche Diskriminierung ausfällt. Da diese Beträge nicht gedeckelt sind, ist die Höhe derzeit völlig unklar.

Das vergangene Verhalten der in Nigeria geborenen 47-Jährigen würde die Urteilsbegründung des Gerichtes in Frage stellen, meinen britische Rechtsexperten. Dort heißt es unter anderem: "Fräulein Ladele hat uns gesagt, sie könne wegen ihres Glaubens nicht dabei helfen, eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft zu formen. Sie glaubt, dass das Gottes Plan widerspricht und dass sexuelle Beziehungen nur zwischen einem Mann und einer Frau eingegangen werden dürften."

Ein Sprecher des Stadtbezirks Islington erklärte, man werde das Urteil prüfen und sich dann weitere Schritte vorbehalten. Die eigene Position habe sich nicht geändert: Für Ladele gelte das Gleiche wie für Ärzte oder Schwestern - diese dürften sich auch nicht aussuchen, wen sie behandelten und wen nicht.

Ladele selbst bestreitet in dem "Daily Mail"-Interview, vorurteilsbeladen zu sein: "Ich bin nicht homophob. Ich hatte nie ein Problem mit homosexuellen Menschen und ihrer Lebensführung. Ich will sie einfach nicht dabei unterstützen, eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft einzugehen, weil ich das nicht gut finde", so die unverheiratete Mutter.

Großbritannien hat Ende 2005 Eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten wie bei der Ehe eingeführt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

14 Kommentare

#1 Antiteilchen
  • 15.07.2008, 18:48h
  • Wenn sie sagt "Ich will sie einfach nicht dabei unterstützen, eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft einzugehen, weil ich das nicht gut finde" dann hat die Frau den falschen Beruf und gehört entlassen! Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun sondern mit Arbeitsverweigerung ihrerseits. Ich denke hier wird das Antidiskriminierungsgesetz der Briten zu weit getrieben.
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#2 alexander
  • 15.07.2008, 18:54h
  • na wenn "fräulein ladele" nicht in der lage ist "partnerschaften zu formen" ist sie doch ohnehin für diesen job untauglich, denn das geschlecht spielt doch wohl eine untergeordnete rolle dabei !
    nun gehts auch noch um die schadensersatzhöhe ???
    ein idealfall für britische standesbeamte mit dem diskriminierungsgesetz ein zubrot zu verdienen !
    ist doch genau das, was wir immer befürchtet haben eingetroffen, genau speziell die "christlichen" zeitgenossen machen sich das gesetz zu nutze, dass uns eigentlich vor ihnen schützen sollte !!!
    eigentlich sollte fräulein ladele doch an besten in den schoss ihrer heimat zurückkehren, da findet sie noch reichlich aidskranke mitchristen, die sich die krankheit nicht durch schwulen sex eingefangen haben, also christlich infiziert wurden und ihrer meinung sind !
    als sie ihren bankert zeugte muss sie viel glück gehabt haben, denn auch in unseren breitengraden gibt es wundervolle bezeichnungen für solche "gefallenen mädchen", schade eigentlich, denn dann hätte sie wahrscheinlich eine positivere einstellung zu gesellschaftlichen entwicklungen ?
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#3 alexander
  • 15.07.2008, 19:39h
  • was wäre eigentlich passiert, wenn ein weisses englisches heteropärchen die trauung durch eine farbige, gebürtige nigerianerin, abgelehnt hätte, weil sie ihr die traditionelle englische einstellung abgesprochen hätten ???
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#4 IchAnonym
  • 15.07.2008, 19:58h
  • jaja...schon scheiße, wenn man seinen eigenen Saustall nicht in Ordnung halten kann... ich kenne mich mit dem christentum jetzt nicht sooo aus....aber ein Kind ohne Ehe zeugen???? Ich hoffe sie hat kräftig gebeichtet. Wollust ist eine todsünde....diese Christen...immer für ein Späsken zu haben.
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#5 Chris_Anonym
  • 15.07.2008, 23:45h
  • Also da UK eher protestantisch ist, ist ein uneheliches Kind kein Problem ... von daher frage ich mich, welches Gericht das uneheliche Kind als Argument akzeptieren sollte? Das hat doch gar nichts miteinander zu tun. Sie kann doch trotzdem die Homoehe ablehnen - immerhin haben wir Meinungsfreiheit und es müssen nicht alle Leute alles gut finden.

    Was soll's, würdet ihr euch von einer Frau trauen lassen, die das nur macht, weil sie per Gesetz dazu verpflichtet worden ist? Die Zeremonie stelle ich mir dann nicht gerade romantisch vor. Dann soll sie es halt ablehnen und von jemand anderem, geeigneteren durchführen lassen - ist für alle Beteiligten besser so.

    @ Q.de - Ich finde die TUI Werbung ziemlich nervig, andauernd muss man die doofe Flashanimation wegklicken. Also ein wenig Werbung rechts und links ist ok, aber muss das über den Texten sein? Das nervt total ...
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#6 VolumeProProfil
  • 16.07.2008, 13:36hMönchengladbach
  • Chris, Du hast Recht, eine Zeremonie mit einer Frau als Zelebrantin, die nicht hinter dem steht, was sie macht, wird mit Sicherheit nicht traumhaft, schon eher albtraumhaft.

    Aber wenn sich weigert, ihre Amtspflichten als Standesbeamtin auszuführen, dann gehört sie aus dem Amt entfernt.
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#7 MarekAnonym
  • 16.07.2008, 14:32h
  • Ich finde es immer noch skandalös, dass man in England offenbar seine persönliche Meinung über Arbeitsanweisungen und geltende Gesetze stellen kann.

    Würde ich in England stehlen, weil es mein Glaube ist, dass Geld etwas schlechtes ist, würden die Gerichte das sicher anders sehen. Aber hier geht es ja wieder mal nur um Schwule und Lesben, den Untermenschen.

    Ich kann nur hoffen, dass diese Entscheidung von einem höheren Gericht verworfen wird, ansonsten ist das ein sehr schwarzer Tag für die Rechtsstaatlichkeit in GB, wenn man eigene Ansichten über Gesetze stellen darf, sobald es um Homos geht.
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#8 Chris_Anonym
  • 16.07.2008, 14:36h
  • Ich finde, sie solle einfach umgesetzt werden, z.B. in die Zulassungsstelle für Kraftfahrzeuge. Aber eigentlich hat sie sicherlich gar nichts gegen Homosexuelle - ich glaube, ihr ist es vollkommen egal - aber die brit. Pfund locken halt, da kann man das ganze doch mal probieren.
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#9 VolumeProProfil
#10 SmartiSaar
  • 16.07.2008, 17:20h
  • Die Frau ist als Stndesbeamtin einfach ne totale Fehlbesetzung. Wenn man dann noch davon ausgeht das sie, wie sich ja jetzt herausgestellt hat, ein uneheliches Kind hat und das als ach so gläubige Christin, ey sorry aber wenn das ganze nicht so ernst wäre würd ich hier glatt vor lachen zusammen brechen. Denn wenn sie so gläubig wäre wie sie es darstellt, dann wüßte sie ja auch das Sex nur in der Ehe stattzufinden hat (laut Kirche) und dann auch nur zum zweck der Fortpflanzung und spaßmachen darf dass dann auch nicht.

    Mit anderen Worten ist sie eine arme Sünderin die auf unsere Kosten versucht in England Kohle zu machen. Schande über sie
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