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Die "Bild"-Zeitung berichtete am Montag, dass die Regenbogenfahne am Hamburger Rathaus vorübergehend eingeholt werden würde, um (heterosexuellen) Hochzeitspaaren die "Peinlichkeit" eines Bildes vor der "Schwulen-Fahne" zu ersparen - die regierende GAL spricht von einer Falschmeldung.

Das Rathaus soll anlässlich des CSDs vom 31. Juli bis zum 3. August beflaggt werden, wie es im Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen erstmals festgeschrieben ist. Am 1. August werden allerdings im Hamburger Rathaus wie jeden ersten Freitag im Monat standesamtliche Hochzeiten durchgeführt. Und die "Bild"-Zeitung malt bereits ein "Horror-Szenario" aus: "Es soll die Erinnerung an den schönsten Tag im Leben werden – und dann das: Auf dem Hochzeitsfoto vorm Rathaus prangt im Hintergrund die Regenbogenfahne, das Symbol aller Schwulen und Lesben!".

Dem Bericht zufolge soll Farid Müller, schwulen- und lesbenpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, das kurzfristige Einholen der Fahne als "praktikable Lösung" bezeichnet haben. Der Hamburg Pride e.V. hat sogleich in einer Pressemitteilung scharf gegen diese angebliche Entscheidung protestiert.

Dabei scheint an der Geschichte nichts dran zu sein: Jörg Ebel, der Leiter des Büros von Farid Müller, erklärte gegenüber queer.de, dass die Fahne "auf jeden Fall" ohne Unterbrechung wehen würde. "Bild" habe kein autorisiertes Zitat von Müller wiedergegeben, so Ebel. (dk)



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37 Kommentare

#1 chrisProfil
  • 21.07.2008, 20:12hDortmund
  • Das homophobe Käseblatt mit Titten und Paranoia im Programm macht als CDU zugewandtes Altpapier Stimmung degen die Grünen. Mal wieder typisch!
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#2 Thomas62Anonym
  • 21.07.2008, 20:46h
  • Bild dir deine Meinung .... kann ich da nur sagen.
    Wieso mockiert sich eigentlich niemand über die täglichen Peinlichkeiten der Headlines dieses Drecksblattes ...?
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#3 Kinney
  • 21.07.2008, 21:31h
  • Das ist Typisch Bildzeitung ..eine große Klappe haben sie immer da hinter ist nichts .- Leider glauben zu viele Leute den bild mist und es ist ein ding der Frechheit was sich diese Zeitung, wenn man es Zeitung nennen kann sich da erlaubt .Der "Kampf" darum das die Regenbogenfahne am Rathausmarkt hängt dieses Jahr war lange und sehr hart, zu hart um drauf zu verzichten egal für welches Hetrosexuelle Paar .-Mag sein das der eine oder andere nun denkt das die Aufregung grade unbegründet sei , doch mich regt so was auf zu lange schon wird um die Fahne gerungen und ich war oft mitten drinne und dabei so das es mich durch aus aufregt und ich mein "Frust" grade los werden muss.-
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#4 mok120Profil
  • 21.07.2008, 22:58hNürnberg
  • Also diese Aussage der Bild-Zeitung dürfte einen neuen Höhepunkt darstellen. Wenn man bedenkt, wieviel offene Ablehnung und Abwertung in diesem winzigen kleinen Satz steckt, ist das erschreckend. Gerade, da sich BILD ja immer einbildet, die Meinung des "Volkes" widerzuspiegeln und hier offensichtlich voraussetzt, dass JEDES (in dieser Formulierung ohne Ausnahme) frisch vermählte Paar ein Problem damit hätte. Wie bizarr auch, da ja Regenbogenfahnen in vielen Völkern (auch historisch) ja ganz allgemein für Toleranz steht. Zu diesen Völkern gehört Deutschland offensichtlich nicht. Schade.

    Übrigens, ein kleiner Tipp an die Paare, die damit ein Problem haben könnten: stellt euch doch zwei Meter neben die Fahne, anstatt davor.
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#5 Tim_ChrisProfil
  • 21.07.2008, 23:32hBremen
  • Antwort auf #3 von Kinney
  • Ja ja, "Bild" sprach zuerst mit der zermatschten Kartoffel.
    Dabei ist es absolut hirnrissig, sich darüber aufzuregen, dass im Hintergrund die Regenbogenflagge flattert, wenn im Vordergrund Männlein und Weiblein im Hochzeitsoutfit zu sehen sind. Im Gegenteil, ein solches Foto erhält sogar einen ganz besonderen Charakter und Hamburger, die sich genau an diesem Tag trauen lassen, dürften inzwischen längst wissen, dass an diesem Tag nun mal die Regenbogenfahne dort am Rathaus weht.
    Aber genau solche Aussagen der Bild bestätigen mich nur mal wieder darin, dass es durchaus berechtigt ist, dieses Kloblatt NICHT zu lesen.

    Und mal ganz ernsthaft: genau genommen ist es eine Schweinerei von Bild, daraus überhaupt ein Drama zu machen, dass Heten unter der Regenbogen heiraten. Als ob wir die übelsten Verbrecher wären oder die größte Schande der Menschheit. Sie geben sich ja nicht vor der Tür eines Hochsicherheitstrakts des Staatsgefängnisses das Ja-Wort.
    Aber scheint in deren Augen noch immer wahnsinnig peinlich, dass wir überhaupt existieren. Eigentlich sollte man die Bild dafür wegen Beleidigung verklagen.
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#6 AntichristProfil
  • 22.07.2008, 08:01hHH
  • Ein weiterer Beweis was für ein schmieriges Drecksblatt die Bild doch ist. Da muss man sich als Deutscher schämen, dass so etwas die meistverkaufe deutsche Tageszeitung ist, die angeblich die (wie @mok120 bereits sagte) "Meinung des Volkes" widerspiegelt.
    Wenn dem so ist sollte ich mich eventuell eher schämen ein Deutscher zu sein.
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#7 stromboliProfil
#9 RabaukeAnonym
  • 22.07.2008, 09:51h
  • "Massenunfall- Bild sprach zuerst mit den Toten."
    Bitte nicht drüber aufregen. Ich glaube eher, bei der Scheiße die im Hirn der Bildredaktion quackert,daß es gar nicht genug "Bildpapier" fürs Klo gibt, als das man sich damit den A... abwischen könnte.
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#10 Tufir
  • 22.07.2008, 09:52h
  • Müsste die korrekte Überschrift nicht lauten "Bild verärgert über Regenbogenfahne" oder aber "Verärgerung über Bildzeitung"? Über die Fahne ist ansonsten ja offenbar bisher weder ein heiratswilliges Heteropaar noch die restliche Bevölkerung verärgert. Insofern tut man mit dieser Überschrift den restlichen Hamburgern Unrecht.
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