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  • 22. Juli 2008, noch kein Kommentar

Bei einem Musikfestival in Barcelona ist es offenbar zu einer Auseinadersetzung zwischen dem schwulen Sänger Kele Okereke von der Band Bloc Party und der Sex-Pistols-Legende Johnny Rotten (bürgerlich: John Lydon) gekommen.

Der 26-jährige Okereke erklärte, Rotten habe ihn am Wochenende beim Summersonic-Festival "ohne Provokation aus rassistischen Motiven angegriffen". Der Brite, dessen Eltern aus Nigeria stammen, soll dabei Schnittwunden und blaue Flecken im Gesicht und am Körper davongetragen haben. Nach Angaben seiner Band Bloc Party soll Okereke Rotten gefragt haben, ob er seine ehemalige Band Public Image Ltd. wieder aufleben lassen wolle. Daraufhin sei Rotten "aggressiv geworden und hat eine rassistische Tirade begonnen. Er sagte: ‚Dein Problem ist dein schwarzes Verhalten’". Okerele zeigte sich danach entsetzt, dass sein einstiges Idol ein solcher "Fanatiker" geworden sei.

Johnny Rotten beschreibt den Hergang in einer Pressemitteilung ganz anders: "Mir tut so ein Mann Leid, der über einen perfekten Abend Lügen verbreitet". Der 52-Jährige fährt etwas kryptisch in seiner Beschreibung des Konzertabends fort: "Beschwerden wurden uns zur Kenntnis gebracht. Das hat dazu geführt, dass die Ursache der Beschwerden körperlich vom Sicherheitspersonal entfernt wurde." Er machte "Bands, die neidische Dummköpfe sind" für den "Nonsens" verantwortlich.

Rotten war insbesondere Ende der 70er Jahre mit provokanten Auftritten seiner Sex Pistols erfolgreich und prägte die internationale Punkmusik wie kein anderer Künstler. 2004 sorgte er nochmals für Aufsehen, als er in der britischen Version von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" teilnahm und während einer Live-Schalte die Zuschauer als "fucking cunts" ("Scheiß-Fotzen") bezeichnete.

Okereke ist Frontmann der 1999 in London noch unter anderem Namen gegründeten Band Bloc Party. Ihr zweites Studioalbum "A Weekend in the City" kam im vergangenen Jahr bis auf Platz 2 der britischen Charts. (dk)