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Lansing Der Kongress des US-Bundesstaates Michigan hat am Mittwoch mit den Mehrheitsstimmen der regierenden Republikaner ein Gesetz verabschiedet, das es Ärzten und Krankenpflegern erlaubt, die Behandlung von Patienten aufgrund moralischer, ethischer oder religiöser Gründe abzulehnen. Eine Zustimmung des Senats von Michigan gilt als wahrscheinlich, da die Republikaner dort ebenfalls die Merhheit stellen. Das Gesetz stellt die Mediziner auch von Behandlungen frei, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, nimmt zugleich Notfallbehandlungen vom Gesetz aus. Ein weiteres Gesetz erlaubt es zudem Versicherungen und Kliniken, aus den gleichen Gründen Behandlungen abzulehnen. Während auch Gegner der Gesetze glauben, dass die Verfassung eine Diskriminierung von Ausländern und Immigranten auch in diesem Fall unmöglich macht, können Schwule und Lesben, aber auch beispielsweise Behindete oder Aids-Kranke diskriminiert werden. Das Gesetz berührt zudem medizinische Bereiche wie Abtreibung, Geburts- und Sterbehilfe. Kritiker monieren zudem die weit interpretierbare Formulierung über "Notfallbehandlungen". Der erste offen schwule Abgeordnete von Michigan, der Demokrat Chris Kolb nannte das Gesetz ungehörig. "Wollen Sie mir damit sagen, ein Krankenhaus kann mir jegliche Behandlung verweigern, nur weil ich schwul bin? Ich hoffe doch nicht." Der Vizepräsident der Michigan Catholic Conference, Paul A. Long, nannte das Gesetz hingegen einen Ausdruck der freien Religionsausübung, wie sie die Verfassung vorsehe. Die Republikaner hatten die Katholiken, die an den Gesetzestexten mitarbeiteten, zu der Verabschiedung ins Parlament eingeladen. Titel der Veranstaltung: "Gesetzgebungstag". (nb)



#1 h.meierAnonym
  • 22.04.2004, 17:06h
  • sollche gesetze sind allgemein diskriminierend nicht nur gegenüber der eigenen bevölkerung.
    man kann darüber nur den kopfschütteln und darauf hoffen das bei einer verabschiedung die mehrheit mit nein stimmt.
    das man die katholiken eingeladen hat ist sehr beschämend, denn es gibt auch noch andere religionsformen.
    die ärzte, das pflegepersonal und die krankenhäuser sollten sich an den hypokratischen eid, den sie geleistet haben erinnern, dann wäre so ein schwachsinniges gesetz im keim schon erstickt.
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#2 hans curdAnonym
  • 22.04.2004, 17:35h
  • pfui deibel!!!
    aber der trend scheint sich ja über den atlantik fortzusetzen: siehe die antischwule haltung unserer deutschen justizministerin...
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#3 fish1@gmx.deAnonym
#4 rogerAnonym
  • 22.04.2004, 21:41h
  • DIE SPINNEN......DIE AMIS!!!!!!!

    das neue mittelalter befindet sich in den USA!!!!!!!!
    die frage wann die nächste hexen verbrennung stattfindet, ist anscheinend nur eine frage von monaten!
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#5 wolfAnonym
  • 23.04.2004, 08:01h
  • hallo,
    mir fehlen die worte !!!!
    allein die tatsache über einen solchen sachverhalt nachzudenken ?????
    es wird höchste zeit die kirchen in die schranken zu verweisen. wir haben nicht umsonst die trennung von staat und kirche.
    bekanntlich schwappt ja jede gesellschaftliche entwicklung mit etwas verspätung über den atlantik.
    es wird auch höchste zeit, dass sich die
    "community" (speziell die unter 40) mal wieder gedanken über ihre gesellschaftliche verantwortung macht anstatt nach mehr sex auf dem csd zu krähen.
    wär doch ein guter grund für engagement :
    politisch soziale globalisierung!!
    denn wenn die entwicklung so weitergeht, gibts für schwule bald wieder richtig auf die fresse.

    gruß
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#6 GuidoAnonym
  • 23.04.2004, 12:34h
  • Nun, hier zeigt sich erneut, dass Amrika unter Bush sich aus unserer Wertegemeinschaft verabschiedet hat. Die Regierung(en) schränken nicht nur die Bürgerrechte ein, nein, sie verletzen auch die Menschen rechte. Wer dorthin noch in Urlaub fährt, ist selber Schuld! Aber jede Kritik ist ja bekanntlicherweise "Antamerikanismus"
    Guido
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#7 BerndAnonym
  • 23.04.2004, 15:17h
  • So ist das eben im Land der Freiheit!

    Man vergisst anscheinend ständig, daß Freiheit auch die Freiheit des andersempfindenen ist...

    Kann man eigentlich einige Gegenden der USA als religiös oder weltanschaulich extremistisch bezeichnen?
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#8 GalacticusAnonym
  • 24.04.2004, 20:11h
  • Ich gestehe es hier offen ein, dass ich mich für meine Kirche schäme, dass Glaubensgenossen bei so etwas mitmachen! "Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein"!!!!!!!!
    Gruß
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#9 RainerAnonym
  • 24.04.2004, 20:53h
  • Die USA scheinen sich langsam zu einem der menschenrechtsverachtendsten Staaten zu entwickeln. Die brauchen der Welt keine Demokratie und auch Menschenrechte beibringen wollen.
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