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Einem Londoner Gericht hat einem Geschäftsmann 22.000 Pfund (28.000 Euro) Schadensersatz zugesprochen, weil er in einem falschen Facebook-Profil u.a. als schwul bezeichnet wurde.

Täter war Grant Raphael, ein alter Schulfreund des Opfers Mathew Firsht. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Raphael das gefälschte Profil aus Neid angelegt hatte. Beide Männer sind im TV-Geschäft tätig, allerdings ist die Firma Firsht erfolgreich, während Raphael Insolvenz anmelden musste.

Das Profil war unter anderen mit der Facebook-Gruppe "Schwule Juden in London" verlinkt. Außerdem stand in einem Feld "Suche nach: Allem, was ich kriegen kann". Auch persönliche Daten wie das Geburtsdatum waren zu lesen. Zudem wurde der Anschein erweckt, dass Firshts Firma nicht seriös sei. Die Seite war insgesamt 16 Tage online – dann wurde sie von einem Angehörigen des Klägers entdeckt.

Firsht war auf Raphaels Spur gekommen, als er in einem amerikanischen Gericht erreichte, dass die US-Firma Facebook die Daten über das Profil offen legen musste. Es kam heraus, dass die Eingabe von Raphael Internetkonto erfolgt ist. Im Gerichtsverfahren hatte der Angeklagte beteuert, dass er seinen Computer eine Stunde aus den Augen gelassen hatte und ein Unbekannter in dieser Zeit das Profil eingegeben haben müsse. Der Richter bezeichnete diese Aussage als "an den Haaren herbeigezogen".

Der Angeklagte muss nun 15.000 Pfund für persönlichen Schaden des Opfers und 2.000 Pfund für das Eindringen in die Privatsphäre zahlen. Außerdem erhält die Firma von Firsht 5.000 Pfund, weil sie als nicht vertrauenswürdig dargestellt wurde.

Facebook ist eine der weltweit größten Seiten zur Bildung von sozialen Netzwerken. (dk)



12 Kommentare

#1 Tufir
  • 25.07.2008, 16:56h
  • Die Überschrift ist falsch. Den Schadensersatz gab es ja nicht allein für den "Homo-Vorwurf". Eigentlich ist das nicht mal eine wirklich schwule Meldung, wenn auch eine interessante.
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#2 antos
  • 25.07.2008, 17:32h
  • Antwort auf #1 von Tufir
  • Stimmt. Auf alle Fälle mächte ich jetzt auch ein falsches Facebook-Profil, das natürlich ratzfatz entdeclen, klagen und gewinnen. Juhu!

    [Wenn meine Posts schwer fehlerhaft sind, liegt das daran, dass meine Bildschirm-Hintergrundbeleuchtung den Geist aufgegeben hat. Ineressant zu wissen, dass es sowas gibt und dass es kaputt gehen kann. Lesen und Tippen im Fats-Blindflug - auch eine interessante Erfahrung, nämlich: scheiße.]
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#3 gatopardo
  • 25.07.2008, 20:00h
  • Wenn´s denn eines Tages einmal keinen Schadenersatz mehr wert ist, wenn jemand fälschlich oder nicht als schwul geoutet wird, dann sind wir in der Neuzeit angekommen !
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#4 xyAnonym
  • 25.07.2008, 22:21h
  • Antwort auf #3 von gatopardo
  • Sehr richtig! Zu dumm, daß ich 'ne Schwuchtel bin. Aber vielleicht möchte mich jemand als heterosexuell VERLEUMDEN - ob's dafür auch Kohle gibt? Oder wie war das? "Schwule Juden in London"? Gibt mir das Gericht Geld, wenn ich sage: "Der da hat mich als Juden bezeichnet"?
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#5 EisbachAnonym
  • 25.07.2008, 22:28h
  • Und lang lebe das Sommerloch......
    Das in München das Sterben von schwulen Clubs und Bars weitergeht, und so langsam alles in Heten-Hand ist, im Glockenbachviertel, ist mir wichtiger. Jüngstes Opfer, nach "Stud" und "SoulCity" seit dieser Woche, das bekannte "NIL".
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#6 ThomBerlinAnonym
  • 26.07.2008, 01:18h
  • Hallo Eisbach,

    leider war ich lange lange nicht in München.

    Aber an das Nil erinnere ich mich gerne, genau wie an das Glockenbachviertel überhaupt.

    Das Nil wird hetero ?

    Das finde ich nun auch interessanter als die Geschichte mit dem Facebook Profil. Schade, dass hier darüber nicht berichtet wird.

    Gruss aus Berlin
    Thomas
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#7 stromboliProfil
#8 bananasEhemaliges Profil
  • 26.07.2008, 13:38h
  • Antwort auf #6 von ThomBerlin
  • Ja, die Szene munkelt es. "NIL" hetero. Abwarten. Es wär in München nicht verwunderlich, seitdem das Glockenbach.-Gärtnerplatzviertel wahnsinnig "hipp" ist und die Mieten utopisch sind. Zielgruppe sind gutverdienende Familien mit Kind, habe ich mal gelesen.
    Dazu kommt sicherlich auch die ziemliche Einfallslosigkeit der "Szene"-Wirte. Man hat irgendwie den Trend verschlafen. Was 30 Jahre gut ist, muß nicht immer so sein.
    Bestätigung finde ich immer, wenn ich ins "NY" gehe. Vor 2 Jahren neu eröffnet und seitdem dudelt da die gleiche schlechte Musik. Ich wette immer mit meinen Freunden, welcher Titel als nächstes kommt...meistens mit Erfolg.

    www.cafenil.de/
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#9 Sunbear
  • 26.07.2008, 21:21h
  • Zu 8: Ich wußte nicht einmal das das NY je zu war...hahaha.
    Ich bin ein alter Sack geworden ;-) hahaha
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#10 SchorschAnonym
  • 29.07.2008, 06:36h
  • Ist da nicht was durcheinandergelaufen? Laut der Meldung ist die Firma des Opfers insolvent, während die Firma des Täters erfolgreich ist. Warum also Neid?
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