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Die Homogurke geht diesmal an die Republikaner im Kongress des US-Bundesstaates Michigan, der ein Gesetz verabschiedet hat, das es Ärzten, Krankenpflegern, Versicherungen und Krankenhäusern erlaubt, die Behandlung von Patienten aufgrund moralischer, ethischer oder religiöser Gründe abzulehnen (s. Story). Ein Dammbruch in der neuen Diskriminierungsgesetzgebung der USA.

Nun sei beispielsweise Krankenpflegern zugestanden, aufgrund ihres Glaubens Arbeiten nicht auszuführen, die mit ihrem Glauben nicht vereinbar sind, wie etwa eine Abtreibung. Eine solche Behandlung lässt sich aber im Kollegenkreis delegieren, wie es auch heute überall praktiziert wird. Nur: im Notfall müsste der Krankenpfleger kündigen. Denn die Rechte des Patienten müssen höher gestellt sein. Doch das Gesetz geht in die entgegengesezte Richtung: es erlaubt regelrechte Diskriminierung - und gibt dem Patienten keinen Schutz.

Während in Europa nach und nach umfassende Antidiskriminierungsregelungen verabschiedet werden, geht Amerika in die entgegengesetze Richtung. Immer mehr Bundesstaaten und mittlerweile auch die Regierung von US-Bundespräsident Bush haben Gesetze verabschiedet, die Diskriminierung erlauben oder gar selbst diskriminierend wirken, wie beispielsweise Gesetze, die die Ehe als Verbindung zwischen Frau und Mann definieren.

Dieses Gesetz zum Pflegewesen ist ein weiterer Anfang, und damit ist nicht Schluss. Weitere Bundesstaaten werden ähnliche Gesetze erlassen, in Wisconsin ist ein ähnliches Gesetz bereits im Kongress gelandet. Was dann für Krankenpfleger und Ärzte gilt - warum sollte es beispielsweise nicht auch für Polizisten oder Rechtsanwälte gelten? Der Diskriminierung scheinen keine Grenzen mehr gesetzt.

Das "alte Europa" hat erneut die Chance, den USA zu zeigen, wie modern man ist. Es ist an der Zeit auch für ängstliche Regierungen, endlich die EU-Antidiskriminierungsregelungen zügig und umfassend umzusetzen. (nb)

(Unser Bild zeigt die republikanischen Abgeordneten Rick Johnson und Kwame Kilpatrick. Johnson links ist Sprecher des Kongresses.)



#1 EngelAnonym
  • 23.04.2004, 08:08h
  • Tja, Amerika. Koennte man es doch in ein Loch schieben, und zuschuetten.... Die Welt waere eine bessere!
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#2 daniela bidoAnonym
  • 01.05.2004, 11:23h
  • ....die amis waren schon immer "bissel arg gaga"....aber was bush und kompanie veranstaltet...ist mit "gaga" nicht mehr zu entschuldigen. das amerika ein land der unbegrenzten möglichkeiten sein soll?!....da lese ich doch lieber grimms märchen und freu mich auf nikolaus (nicht den von coka cola!) und weihnachten. das einzige was zur zeit möglich ist, diskriminierung, hass, mord und totschlag....gut das im herbst wahlen sind..
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#3 RalfAnonym
  • 17.05.2004, 14:50h
  • Habe viele Jahre in den USA gelebt und kann selber ein "Lied" dieser Möchte-gern-Moralapostal "singen". Oberflächlich, gerade an der Ostküste und in Kalifornien als liberal und weltoffen; genau der Gegensatz ist heute noch zu erwarten. Viele Deutsche - auch Schwule - sehen dieses "Land" aber immer noch als die "Offenbarung" der Lebenskultur! Traurig!
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#4 007Anonym
#5 jensAnonym
  • 27.05.2004, 01:47h
  • Liebe Leute!Seid Ihr noch ganz dicht?Ganz sicher dürfen wir nicht den Fehler machen, den andere mit uns Deutschen gemacht haben:nämlich eine ganze Nation gleichzuschalten und verantwortlich zu machen für eine jämerliche Politik. Die Regierung Bush wurde von 50% der Wähler gewählt. Viele Amerikaner schämen sich und haben auch Angst zu verreisen. Amen!
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#6 KonstantinAnonym
  • 24.07.2004, 20:48h
  • Hypokratischer Eid

    Ich schwöre, Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen anrufend, daß ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde:

    Den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mit zu versorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem.

    Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.

    Ich werde niemandem, auch nicht auf eine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren. Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist.

    Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

    Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als ein Geheimnis betrachten.

    Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Erfolg zuteil werden und Ruhm bei allen Menschen bis in ewige Zeiten; wenn ich ihn übertrete und meineidig werde, das Gegenteil.
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#7 DavidAnonym
  • 30.07.2004, 16:53h
  • Hoffentlichen kommen die Befürworter selber mal in die Situation unter dem Gesetz leiden zu müssen!
    Es ist verständlich, wenn ein Arzt eine Abtreibung ablehnt, oder wenn ein Afro-Amerikaner einen Rassisten behandeln sollte. (Würde man aber nicht trotzdem Grösse beweisen, jemanden aufgrund dessen trotzdem zu behandeln?)
    In erster Linie ist man Arzt und dann Privatmensch. Hoffentlich weigert sich mal ein schwuler Arzt einem Schwulen-Hasser das leben zu retten! Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt!
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