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  • 28. Juli 2008, noch kein Kommentar

Ein witziger und sanft melancholischer Roman aus Polen: "Drei Herren im Bett" von Bartosz Zurawiecki

Von Carsten Weidemann

Bartosz Zurawiecki, geboren 1971, ist Schriftsteller und Filmkritiker. Bislang hat er in diversen Anthologien in Polen veröffentlicht. Sein bunt-witziger Debütroman liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor.

Die Story: Adam, Anfang 30, führt in einer polnischen Provinzstadt ein bürgerliches Leben, das er, seiner Neigung entsprechend, gerecht zwischen seinem Mann und einem jungen Geliebten teilt. Als ihn beide verlassen - der eine wechselt an die Warschauer Universität und der andere zu einem Gleichaltrigen -, lernt Adam den attraktiven Michal kennen. Für beide ist es "Sex auf den ersten Blick". Aber Michal lebt in einer festen Beziehung mit Pawel, einem Rundfunkjournalisten. So wird daraus schon bald eine Dreierbeziehung, die Adam wohl oder übel hinnimmt. Er lässt sich gehen, vernachlässigt seine Arbeit und bekommt bald darauf auch die Quittung: Man kündigt ihm. Er steht auf der Straße. Von seinen Eltern, die seine homoerotische Neigung nicht verstehen und sich seiner schämen, hat er nichts zu erwarten und so spielt er in der Dreier-WG mehr schlecht als recht die Rolle des Hausmanns.

Aber dann kommen die Frauen ins Spiel; Paulina verliebt sich ständig in Schwule und will unbedingt ein Kind von einem, egal, vom wem, und Kamilla, Pawels Schwester, wird den Männern sozusagen von der Familie aufgedrängt, sie soll in Warschau studieren und dabei ein Auge auf ihren Bruder haben. Schon wird es ein bisschen zu eng in der Wohnung …

Zurawiecki, Bartosz - Drei Herren im Bett, die Katze nicht zu vergessen, dtv premium, 160 S., 13,90 Euro.